Basel

Der Bau der dritten Röhre hat begonnen

Aktualisiert am 09.02.2016 12 Kommentare

Beim Südportal des Belchen-Tunnels in Hägendorf ist am Dienstag der Startschuss zum Bau einer 500 Millionen Franken teuren Sanierungsröhre gefallen.

1/6 Die Baselbieter Regierungsrätin Sabine Pegoraro macht sich persönlich ein Bild vom Baubeginn am Südportal des Belchentunnels in Hägendorf.
Bild: Keystone

   

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Der Bau einer dritten Röhre des Belchen-Tunnels sei zwar teurer als die Schliessung jeweils einer der beiden Röhren für die Sanierung, sagte Jürg Röthlisberger, Direktor Bundesamt für Strassen (Astra), laut Redetext am Dienstag bei der Andrehfeier in Hägendorf SO. Diese soll 2022 in Betrieb genommen werden, damit die bestehenden Röhren danach nacheinander saniert werden können.

Volkswirtschaftlich sei dieses Vorgehen - ob am Belchen, oder am Gotthard - aber sinnvoll. Damit könne man «Bauen, ohne zu stauen» und gleichzeitig grosse volkswirtschaftliche Schäden mit einem Einfluss auf Tausende von Arbeitsplätzen verhindern.

Grösste Tunnelbohrmaschine der Schweiz

Mit einem Schilddurchmesser von fast 14 Metern, einer Länge von 75 Metern und einem Gewicht von 2000 Tonnen ist die am Belchen zum Einsatz kommende Tunnelbohrmaschine die derzeit grösste in der Schweiz. Sie soll voraussichtlich in drei Jahren auf der Nordseite in Eptingen wieder ans Tageslicht kommen.

Der Sanierungstunnel wird parallel mit einem Abstand von zwischen 40 und 116 Metern zum bestehenden Tunnelsystem durch den Berg getrieben. Dabei werden 470'000 Kubikmeter Material ausgebrochen. Der Ausbruch führt durch schwierige geologische Verhältnisse mit hohem Quellpotential.

Bevor mit dem Bau begonnen werden konnte, mussten mehr als 1600 Geburtshelferkröten, so genannte Glögglifrösche, in neu geschaffene Ersatzlebensräume umgesiedelt werden. In Eptingen wird zudem ein Kleintierkorridor errichtet.

Wenn der Sanierungstunnel 2022 in Betrieb genommen werden kann, werden die beiden aus den 1970er Jahren stammenden bestehenden Röhren totalsaniert. Jeweils eine der beiden bisherigen Röhren ist während der Sanierungsarbeiten befahrbar, so dass in Nord- und in Südrichtung wie bisher je zwei Spuren zur Verfügung stehen.

55'000 Fahrzeuge täglich

Durch die beiden richtungsgetrennten Doppelspurröhren des A2-Strassentunnels rollen derzeit durchschnittlich 55'000 Fahrzeuge täglich. 11,5 Prozent davon entfallen auf den Schwerverkehr.

Der Tunnel ist nicht nur für den Nord-Südverkehr via Gotthard von grosser Bedeutung, sondern auch für den Schweizer Binnenverkehr zwischen dem Raum Basel und dem Mittelland bzw. Basel und der Westschweiz. (amu/sda)

Erstellt: 09.02.2016, 12:30 Uhr

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12 Kommentare

Samuel Ammon

09.02.2016, 13:03 Uhr
Melden 114 Empfehlung 58

Das wird nun wieder sämtliche Obergrünen auf den Plan rufen und dies natürlich wieder mit total fadenscheinigen Argumenten. Als wenn man nicht genau wüsste, dass man halt die Zeit nicht zurückdrehen kann. Belchen und Gotthard sind zwar sehr teuer, aber auch zwingend notwendig, auch wenn das natürlich die Grünen und der VCS total anders sehen ! Antworten


Hans Peter Heusser

09.02.2016, 16:08 Uhr
Melden 46 Empfehlung 9

Zum Ersatzlebensraum der Geburtshelferfröschen würde man Exponenten des VCS hinzufügen, beide könnten sich dabei optimal ergänzen. Beiden ein neues Lebensgefühl, zusätzlich quasi gratis für den VCS die Erkenntnis das es miteinander besser geht, sofern auch die rechte Gehirnhälfte eingeschaltet würde. Und dass die "übrigbleibende" Röhre bei einem Unfall geöffnet wird, ist so klar wie das Amen. Antworten



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