Basel

Feige Angriffe mit Laser und Schleuder

Von Peter de Marchi. Aktualisiert am 13.09.2011 2 Kommentare

Die Angriffe auf den öffentlichen Verkehr in der Region häufen sich. Doch die Heckenschützen auf BLT und SBB stellen die Polizei vor grosse Probleme.

Gefährlich. Laserpointer (hier an einer Demonstration) können in den Augen bleibende Schäden hinterlassen.

Gefährlich. Laserpointer (hier an einer Demonstration) können in den Augen bleibende Schäden hinterlassen.
Bild: Keystone

Die Passagiere fahren derzeit mit gemischten Gefühlen im Tram.

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«GSG Steinschleuder. Beschreibung: Taschengrosse Megapower in der Faust. Hergestellt aus den neusten Materialien aus der Weltraumforschung. Der stabile Metallrahmen und der ergonomische Kunststoffgriff sind Garant für hohe Schussgenauigkeit und Zuverlässigkeit.» So wird eine Hochgeschwindigkeits-Steinschleuder im Internet angeboten, ohne Probleme auch in der Schweiz erhältlich. Dasselbe gilt für die Laserpointer, auch sie können jederzeit im Internet bestellt werden, einen Waffenschein braucht es genauso wenig wie für die Schleuder. Erst wenn die Schleuder mit einer Armstütze ausgerüstet ist, fällt sie unter das Waffengesetz.

Am frühen Sonntagmorgen ist ein Tram der BLT zwischen Münchensteinerstrasse und M-Parc beschossen worden, als Tatwaffe vermutet die Polizei eine dieser Hochgeschwindigkeits-Schleudern – es war bereits der dritte Schuss auf ein Tram der Linie 11 innert vier Wochen. Fast zur selben Zeit hat in Lausen ein Unbekannter mit einem Laserpointer auf einen Lokomotivführer gezielt. Die Fahrt musste unterbrochen, der Lokführer ins Spital gebracht werden.

Übersät von Dreck und kleinen Steinchen

Die Untersuchung des Trams sei sehr aufwendig, sagt Markus Melzl, Medienchef der Staatsanwaltschaft Basel-Stadt. Die Suche konzentriere sich auf einen Stein, der zum Einschussloch passen würde; eine schwierige Arbeit, sei der Tramboden an einem frühen Sonntagmorgen übersät von Dreck und kleinen Steinchen. Liesse sich der Stein finden, bestünde immerhin die leise Hoffnung, ein DNA-Profil des Täters erstellen zu können. In den beiden ersten Fällen wurde auf Baselbieter Gebiet geschossen; aber auch die Baselbieter Polizei tappe noch im Dunkeln, sagt Mediensprecher Rolf Wirz.

«Das sind keine Bubenstreiche mehr, da werden Menschenleben gefährdet», sagt BLT-Chef Andreas Büttiker. Auch er steht vor einem Rätsel. Die BLT habe die Reklamationen der letzten Monate analysiert, aber keinen Hinweis auf jemanden gefunden, der so verärgert sein könnte, dass er auf Trams schiesst.

Der Lokführer sei gestern bereits wieder gefahren, sagt Reto Kormann, Mediensprecher der SBB. Nach der Attacke habe er weisse Flecken gesehen, das aber sei zum Glück nur eine temporäre Beeinträchtigung gewesen. Feige und gefährlich nennt Kormann die Angriffe mit dem Laserpointer. Wie gefährlich die Waffe ist, weiss Markus Melzl: Stark genug, könne ein Laserpointer einen Ballon zerfetzen. Das hätten Tests der Polizei in einem Schiesskeller gezeigt. «Mit dieser Kraft kann auch ein Auge zerstört werden.» (Basler Zeitung)

Erstellt: 13.09.2011, 11:19 Uhr

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2 Kommentare

hans zumstein

13.09.2011, 19:48 Uhr
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Was kann soll man gegen solche hirnlose Idioten unternehmen? Auch mit Steinschleudern beschiessen und mit Laserpointern blenden sofern man sie erwischt? Eines ist sicher, mit Zureden während eines "Teekerzenkreislis" können diese "Schoofs....l" nicht korrigiert werden, die sind schlicht zu dumm, um einsichtig zu werden. Antworten



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