Basel

Gemeinden bekämpfen Fluglärm im Verbund

Zehn von Fluglärm betroffene Gemeinden haben sich zum «Gemeindeverbund Flugverkehr» zusammengeschlossen und eine Solidaritätserklärung unterzeichnet, wie der neu gegründete Verbund mitteilt.

Ein Gemeindeverbund bekämpft den Lärm, den startende und landende Flugzeuge verursachen.

Ein Gemeindeverbund bekämpft den Lärm, den startende und landende Flugzeuge verursachen. (Bild: Keystone)

Etwas gesehen, etwas geschehen?

Leser-Reporter

Haben Sie etwas Aussergewöhnliches gesehen, fotografiert oder gefilmt? Ist Ihnen etwas bekannt, das die Leserinnen und Leser von baz.ch/Newsnet wissen sollten? Senden Sie uns Ihr Bild, Ihr Video, Ihre Information per MMS an 4488 (CHF 0.70 pro MMS).
Die Publikation eines exklusiven Leserreporter-Inhalts mit hohem Nachrichtenwert honoriert die Redaktion mit 50 Franken. Mehr...

Die Gemeinden Aesch, Allschwil, Arlesheim, Binningen, Bottmingen, Lauwil, Oberwil, Reigoldswil, Reinach und Schönenbuch wollen gemeinsam gegen den zunehmenden Fluglärm vorgehen. Finanziert werde die Tätigkeit nach einem speziellen Verteilschlüssel, abhängig von der jeweiligen Betroffenheit einer Gemeinde. Vorgesehen sei auch die Vergabe von externen Expertisen.

Ost-Westanflüge, Nachtflugverbot und Lärmgebühren

Der Gemeindeverbund Flugverkehr fordert vor allem weniger Südanflüge im 2009. Zentral seinen für den Gemeindeverbund vor allem: Die korrekte Anwendung der ILS 33-Landeregelung und die Anpassung der Windlimite von 5 auf 10 Knoten, die Ausdehnung und Einhaltung des Nachtflugverbots von 22 bis 07 Uhr, kein Ausbau des Frachtflugverkehrs am Euroairport, die Umsetzung von flankierenden betrieblichen Massnahmen, wie z.B. Erhöhung der Lärmgebühren und Forcierung der Ost-Westpisten-Nutzung.

Nachtflugverbot soll ausgedehnt werden.

Heute gilt am EAP ein Nachtflugverbot für die allgemeine Luftfahrt von 24-05 Uhr. Ganz still werde es wegen Ausnahmebewilligungen sowie wegen Expressfrachtflügen aber nie, so der Gemeindeverbund Flugverkehr. Die Parlamente beider Basel haben mit entsprechenden Vorstössen eine Ausdehnung der Nachtruhe von 22-07 Uhr (BS) resp. von 23-06 Uhr (BL) gefordert. Der Gemeindeverbund Flugverkehr erwarte nun vom Verwaltungsrat des EAP, dass er den Bericht einer Projektgruppe über die möglichen Auswirkungen einer Betriebszeitverkürzung auf den Betrieb des Flughafens beurteile. Von den Regierungen beider Basel fordert der Verbund politische Entscheide, die für mehr Nachtruhe sorgen.

Weitere Gespräche geplant

Im Juli wird eine Delegation des Gemeindeverbunds Flugverkehr von den zuständigen Baselbieter Regierungsräten für weiterführende Gespräche empfangen. Auch mit dem EAP, dem BAZL und dem Schutzverband seien Gespräche geplant.

Erstellt: 25.06.2009, 14:17 Uhr

WRITE A COMMENT (With E-mail confirmation)







 Ausland



Verbleibende Anzahl Zeichen:

Mit dem Absenden des Kommentars erklärt sich der Leser mit nachfolgenden Bedingungen einverstanden: Die Redaktion behält sich vor, Kommentare nicht zu publizieren. Dies gilt insbesondere für ehrverletzende, rassistische, unsachliche, themenfremde Kommentare oder solche in Mundart oder Fremdsprachen. Kommentare mit Fantasienamen oder mit ganz offensichtlich falschen Namen werden ebenfalls nicht veröffentlicht. Über die Entscheide der Redaktion wird keine Korrespondenz geführt. Telefonische Auskünfte werden keine erteilt. Ihr Kommentar kann auch auf Google und anderen Suchseiten gefunden werden.

6 Kommentare

Gerhard Burn

26.05.2010, 15:50 Uhr
Melden

Abends landen die Flugzeuge bis nach 23 Uhr im 3-5 Minutentakt. Der Lärm stört die Nachtruhe erheblich (einschlafen ist unmöglich). Wir haben unsere Liegenschaft 2005 gekauft. Da war noch kein so zahlreiches Flugaufkommen - sonst hätten wir die Liegenschaft nicht gekauft. Wenn wir sie verkaufen, resultiert ein erhebl. Mindererlös; wer entschädigt uns dafür? Das ILS-System ist wirklich unsinnig. Antworten


claudia schweizer

27.06.2009, 10:03 Uhr
Melden

Stimmt genau, was Claude von Bueren schreibt. Man muss nicht wollen von Basel aus in die Ferien fliegen, wenn einem persönlich der Fluglärm stört, oder hört man den Fluglärm weniger, wenn die die Lärmgebühr erhöht wird? Mich selbst erinnert dies an meine persönlich Ferien, darum stört mich der Lärm nicht so stark. Ausserdem so viele Flugzeuge fliegen nicht über unsere Köpfe. Antworten


Stephan Gassmann

26.06.2009, 15:09 Uhr
Melden

im 2008 landeten am Euroairport total 33'451 Flugzeuge; 2988 oder 8,9% auf der Piste 33 (von Süden)!! Also nicht einmal jedes 10. Flugzeug. Wer nun ein Nachtflugverbot von 22-7 Uhr fordert, schadet massiv dem zweitgrössten Wirtschaftsraum der CH. Mit dieser Ausdehnung des Nachtflugverbots können die Anschlussflüge in Frankfurt, Amsterdam, London, Paris oder München nicht erreicht werden. Antworten


michael imhof

25.06.2009, 17:57 Uhr
Melden

Endlich ein ILS 33, Sicherheit erhöht. Und dann wieder das Gegenteil:Das Limit für Rückenwindlandungen liegt bei praktisch allen Verkehrsflugzeugen bei 10 Knoten,man fordert also aus politischen Gründen, das Risiko eines Unfalles signifikant zu steigern. Wie hätten sies denn gerne verehrter Passagier: Landen mit erhöhtem Risiko oder maximaler Sicherheit? Fluglärm in Aesch? Was soll das Getue? Antworten


Claude von Bueren

25.06.2009, 16:37 Uhr
Melden

Man kann nicht ab Basel in die Ferien fliegen wollen und nachher über den "Lärm" schimpfen. Der Lärm ist auch nicht so schlimm. Es gibt auf der Welt Städte mit bedeutend mehr Flugbewegungen und das auch Nachts (24 Std.).Emotionell angetriebene und aufheulende Sportwagenmotoren stören mich viel mehr. Dagegen unternimmt niemand etwas. Auch nicht gegen Fussball-After-Match Hupereien !! Wieso ? Antworten


Romeo Zolin

25.06.2009, 13:35 Uhr
Melden

Soso die Lärmgebühr soll erhöht werden.Höre ich dann die Flugzeuge nicht mehr?Soso die Ost-Westpiste soll mehr genutzt werden.Vergisst es mal ganz schnell.Ohne den Dialog mit den französischen Freunden geht da mal gar nichts.Kircheglocken läuten oft im Viertelstundentakt in der ganzen Region und sind einiges lauter als jedes Flugzeug.Jeder Zug der vorbei fährt ist auch lauter.Warum soll viel Lärm? Antworten



Basel

Populär auf Facebook Privatsphäre

Verzeichnis

Werbung