Gemeinden bekämpfen Fluglärm im Verbund

Aktualisiert am 25.06.2009 6 Kommentare

Zehn von Fluglärm betroffene Gemeinden haben sich zum «Gemeindeverbund Flugverkehr» zusammengeschlossen und eine Solidaritätserklärung unterzeichnet, wie der neu gegründete Verbund mitteilt.

Ein Gemeindeverbund bekämpft den Lärm, den startende und landende Flugzeuge verursachen.

Ein Gemeindeverbund bekämpft den Lärm, den startende und landende Flugzeuge verursachen. (Bild: Keystone)

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Die Gemeinden Aesch, Allschwil, Arlesheim, Binningen, Bottmingen, Lauwil, Oberwil, Reigoldswil, Reinach und Schönenbuch wollen gemeinsam gegen den zunehmenden Fluglärm vorgehen. Finanziert werde die Tätigkeit nach einem speziellen Verteilschlüssel, abhängig von der jeweiligen Betroffenheit einer Gemeinde. Vorgesehen sei auch die Vergabe von externen Expertisen.

Ost-Westanflüge, Nachtflugverbot und Lärmgebühren

Der Gemeindeverbund Flugverkehr fordert vor allem weniger Südanflüge im 2009. Zentral seinen für den Gemeindeverbund vor allem: Die korrekte Anwendung der ILS 33-Landeregelung und die Anpassung der Windlimite von 5 auf 10 Knoten, die Ausdehnung und Einhaltung des Nachtflugverbots von 22 bis 07 Uhr, kein Ausbau des Frachtflugverkehrs am Euroairport, die Umsetzung von flankierenden betrieblichen Massnahmen, wie z.B. Erhöhung der Lärmgebühren und Forcierung der Ost-Westpisten-Nutzung.

Nachtflugverbot soll ausgedehnt werden.

Heute gilt am EAP ein Nachtflugverbot für die allgemeine Luftfahrt von 24-05 Uhr. Ganz still werde es wegen Ausnahmebewilligungen sowie wegen Expressfrachtflügen aber nie, so der Gemeindeverbund Flugverkehr. Die Parlamente beider Basel haben mit entsprechenden Vorstössen eine Ausdehnung der Nachtruhe von 22-07 Uhr (BS) resp. von 23-06 Uhr (BL) gefordert. Der Gemeindeverbund Flugverkehr erwarte nun vom Verwaltungsrat des EAP, dass er den Bericht einer Projektgruppe über die möglichen Auswirkungen einer Betriebszeitverkürzung auf den Betrieb des Flughafens beurteile. Von den Regierungen beider Basel fordert der Verbund politische Entscheide, die für mehr Nachtruhe sorgen.

Weitere Gespräche geplant

Im Juli wird eine Delegation des Gemeindeverbunds Flugverkehr von den zuständigen Baselbieter Regierungsräten für weiterführende Gespräche empfangen. Auch mit dem EAP, dem BAZL und dem Schutzverband seien Gespräche geplant.

Erstellt: 25.06.2009, 14:17 Uhr

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6 Kommentare

Romeo Zolin

25.06.2009, 13:35 Uhr
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Soso die Lärmgebühr soll erhöht werden.Höre ich dann die Flugzeuge nicht mehr?Soso die Ost-Westpiste soll mehr genutzt werden.Vergisst es mal ganz schnell.Ohne den Dialog mit den französischen Freunden geht da mal gar nichts.Kircheglocken läuten oft im Viertelstundentakt in der ganzen Region und sind einiges lauter als jedes Flugzeug.Jeder Zug der vorbei fährt ist auch lauter.Warum soll viel Lärm? Antworten


Michael Bacher

25.06.2009, 14:34 Uhr
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Peinlich, wie sich gewisse Besserwisser über meteorologische Phänomene hinweg setzen wollen und behaupten, das spiele alles keine Rolle. Es gibt aber auch Company Policies, Sicherheitsaspekte etc. Warum existieren die Berechnungstabellen für Landungen mit mehr als 5 - 10kt Rückenwind gar nicht?? Hauptsache es kann gejammert werden... nächstes Jahr ist dann wieder das Tram an der Reihe... *seufz* Antworten



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