Basel

Geriatriespital Bruderholz dürfte 220 Millionen kosten

Von Alexander Müller/rfd/sda. Aktualisiert am 06.01.2009 1 Kommentar

Die Regierungen der beiden Basel treiben die Pläne für ein gemeinsames Geriatriespital auf dem Bruderholz voran. Sie haben den Parlamenten den Projektierungskredit vorgelegt. Die Baukosten dürften gut 220 Millionen Franken betragen.

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So sieht das Bruderholzspital heute aus der Luft gesehen aus. Für das künftige Akutspital samt neuem Geriatrie-Zentrum sind noch vier Projekte im Rennen.

   

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Die Regierungen von Basel-Stadt und Baselland treiben die Pläne für ein gemeinsames Geriatriespital auf dem Bruderholz in der Baselbieter Gemeinde Bottmingen voran. Finden Sie dieses Projekt sinnvoll?

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Der Basler Regierungsrat Carlo Conti über die Kapazitätsplanung im neuen Geriatriezentrum:

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Der Baselbieter Regierungsrat Peter Zwick erklärt, warum die beiden Basel mit dem Geriatriezentrum einen historischen Schritt wagen und wo die Synergie-Nutzen des Standorts Bruderholz liegen:

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Peter Zwick über die neue Organisationsstruktur des Spitals - und die Folgen für die Angestellten:

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Carlo Conti über den Plan B und die Finanzierung der beiden neuen Buslinien zum Bruderholzspital:

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Den beiden Parlamenten wurden Projektierungskredite von je 8,9 Millionen Franken beantragt, wie die Gesundheitsdirektoren Peter Zwick (Baselland) und Carlo Conti (Basel-Stadt) am Montag vor den Medien sagten. Das «Kompetenzzentrum für Geriatrie und Rehabilitation» der zwei Kantone auf dem Bruderholz in Bottmingen soll 436 Betten umfassen und bis 2017 gebaut werden - ursprünglich waren 300 Betten geplant.

Am gleichen Ort plant Baselland auch einen Akutspital-Neubau an der Stelle des rund 40 Jahre alten, aber nicht mehr zeitgemässen Baselbieter Kantonsspitals Bruderholz. Zusammen sind die beiden Vorhaben nach den Worten der Baselbieter Kantonsarchitektin Marie-Theres Caratsch «eines der grössten Bauvolumen der Schweiz». Die Kosten für den Bau betragen gemäss Schätzungen der BaZ, die sich auf Fachleute stützt, mindestens 220 Millionen Franken.

Dringender Bedarf erwartet

Für die Anlage sollen die Bauvorlagen 2010 an die Parlamente gehen. Zur gleichen Zeit werden auch Ergänzungen zu den kantonalen Gesundheits- und Spitalgesetzen vorliegen sowie der entsprechende Staatsvertrag.

Wenn beide Parlamente zustimmen, dann könne von einem Baubeginn in der zweiten Hälfte des Jahres 2011 ausgegangen werden. Als erstes müsse vom Ablauf her das Akutspital Bruderholz angegangen und fertiggestellt werden, damit die auch vom Geriatriezentrum genutzten Infrastrukturen bereitgehalten werden können.

Siegerprojekt wird im Mai erkoren

Der Rohbau des Geriatriezentrums soll danach so rasch als möglich nachgezogen werden, um einen optimalen und kostengünstigen Baubetrieb zu gewährleisten. Aus dem bereits laufenden Wettbewerbsverfahren für das Bauvorhaben mit beiden Spitälern auf dem Bruderholz wird im Mai 2009 aus den noch vier verbliebenen Planern das Siegerprojekt erkoren. Dieses soll den definitiven Auftrag zur Ausarbeitung der Vorprojekt- und Projektphasen erhalten.

Nach Standortkontroversen der letzten Jahre - das Geriatriespital war auch schon beim Basler Bethesda-Spital geplant- wollen Conti und Zwick aber «jetzt einen Grundsatzentscheid». Mehr Geriatrieangebote seien angesichts des künftigen Bedarfs dringend.

Das Spital wird eine selbständige öffentlich-rechtliche Anstalt

Wie die zwei Regierungsräte erneut darlegten, soll das neue Geriatriespital, ähnlich dem Universitätskinderspital beider Basel (UKBB) in Basel, in eine selbständige öffentlich-rechtliche Anstalt eingebracht und von beiden Kantonen getragen werden. Das Personal soll nach Baselbieter Recht angestellt werden. Für die Angestellten soll sich nach heutigem Kenntnisstand nichts ändern, sagte Zwick gegenüber baz.online. Die Überführung in die neue Organisation gehe erst 2017 über die Bühne, bis dahin könne noch einiges passieren.

Synergien mit dem Akutspital erhoffen sie sich dank gemeinsamer Notaufnahme, Apotheke oder Labors. Das Akutspital allein soll 280 statt wie heute rund 400 Betten aufweisen, da Geriatrie und Rheumatologie nicht mehr dazu gehören; letztere könnte dem privaten Bethesda übertragen werden. Geschlossen wird das abbruchreife Basler Geriatriespital Felix Platter. (baz.ch/Newsnet)

Erstellt: 06.01.2009, 08:52 Uhr

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1 Kommentar

Felix Meyer

06.01.2009, 10:33 Uhr
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Gegen dieses Projekt mit dem Abbruch des Felix Platter-Spitals muss ich energischen Protest einlegen. Da wird etwas geplant, was reine Geldverschwndung ist, und im Interesse aller Bürger verhindert werden muss. Der Felix Platter-Spital ist nicht abbruchreif wie angeführt. Dies weiss ich aus eigener Anschaung als Patient des Spitals. Da hab ich mich mit Aerzten, Pflegern und Technikern unterhalten, welche mir bestätigten, dass der Spital bestens ausgerüstet ist, gut funktioniert und kaum was mangelt. Natürlich müssen gewisse Dinge instandgestellt und repariert werden. Dafür hat der Grosse Rat im Dezember einen Kredit von über 5 Millionen bewilligt. Und eine Renovation von 5 Millionen macht man nicht für einen Spital, den man nach Abschluss der Renovation gleich abreisst! Da stimmt was nicht. Soll hier Geld verschwinden ? Hat die Stadt Basel zu viel Geld ? Wer will sich berreichern ? Hier muss dringend nochmals über die Bücher gegangen werden, denn so kann man nicht hunderte vom Millionen verlochen. Basel hat bald zu wenig Alters- und Pflegeplätze und hier will man abreissen. Dies ist nochmals zu überdenken. Felix Meyer Antworten



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