Basel

Kantonsingenieur zieht die Konsequenzen

Aktualisiert am 24.02.2016 17 Kommentare

Der Baselbieter Kantonsingenieur Oliver Jakobi geht Ende Mai. Er war stark in die Kritik geraten, weil er gegen Auflagen verstossen hatte.

Das Tuch zwischen Oliver Jacobi und Sabine Pegoraro ist zerschnitten.

Das Tuch zwischen Oliver Jacobi und Sabine Pegoraro ist zerschnitten.
Bild: Michael Koller

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Der wegen Verstössen gegen Bauvorschriften ins Schussfeld der Kritik geratene Baselbieter Kantonsingenieur Oliver Jacobi verlässt die Bau- und Umweltschutzdirektion (BUD) per Ende Mai. Er habe um die Auflösung seines Arbeitsverhältnisses ersucht, teilte die Landeskanzlei am Mittwoch mit.

Ende Januar war publik geworden, dass Jacobi beim Bau seine neuen Hauses in Seltisberg die Nutzungsfläche überschritten und Grenzabstände nicht eingehalten hatte. Zudem soll er gemäss Medienberichten gegen weitere Auflagen verstossen haben.

Gegen den Bau hatte eine Nachbarin beim Bauinspektorat Einsprache erhoben und später mittels Flyer im Dorf auf die Verstösse aufmerksam gemacht. Bei der Überprüfung habe sie festgestellt, dass sich die Ausführung massgeblich von den Plänen unterscheide.

Im Weiteren waren auch «Filzvorwürfe» laut geworden: Jacobis Ehefrau ist Gemeinderätin von Seltisberg. Der Architekt des Hauses ist zugleich Präsident der Bau- und Planungskommission der Gemeinde. Auch Oliver Jacobi gehört der Kommission an. Gemäss Medienberichten seien sie in eigener Sache jedoch jeweils in Ausstand getreten.

Von Baudirektorin gerüffelt

Jacobi war im September 2008 von der Regierung zum Kantonsingenieur gewählt worden. Er trat seine Stelle im Frühjahr 2009 an. Beide Parteien hätten sich nun auf die einvernehmliche Beendigung von Jacobis Tätigkeit geeinigt.

Der Kantonsingenieur verlasse die BUD nach Ablauf der ordentlichen Kündigungsfrist per Ende Mai. Weitere Auskünfte zur Vereinbarung, welcher auch die Gesamtregierung zugestimmt hat, erteilte der Kanton auf Anfrage nicht. Jacobi selber wollte sich nicht zur Kündigung äussern.

Die BUD bestätigte jedoch, dass Baudirektion Sabine Pegoraro das Vorgehen Jacobis zuvor kritisiert hatte. Sie habe verlangt, dass Jacobi die erforderlichen Massnahmen ergreife, damit der Bau in Seltisberg den rechtlichen Vorgaben entspreche. Ein Verstoss gegen die Vorschriften sei in keiner Weise zu rechtfertigen. (amu/sda)

Erstellt: 24.02.2016, 09:41 Uhr

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17 Kommentare

H. Harrer

24.02.2016, 10:56 Uhr
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Eigenartig, dass man keine solche Reaktionen aus dem Seltisberger Gemeinderat vernimmt. In diesem Gremium sind mindestens zwei Beteiligte auszumachen, die diese Verfehlung erst so ermöglicht haben. Aber eben - Moral ist nicht unbedingt die Stärke von vielen Politikern! Antworten


tim meier

24.02.2016, 09:53 Uhr
Melden 106 Empfehlung 10

Für Pegoraro ist das Problem teilweise gelöst. Spannend bleibt, wie all die Auflagen gelöst werden. Rückbau, sprich Abriss? Zonenanpassumg, sprich Lex Jacobi? Antworten



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