Laguna steht vor düsterer Zukunft

Die Badelandschaft bei Basel muss dringend modernisiert werden. Dem Weiler Gemeinderat macht eine Sanierung des Laguna Sorgen, denn die Kosten dafür sind sehr hoch.

Gut besucht: Das Laguna ist einer der wichtigsten Werbeträger von Weil.

Gut besucht: Das Laguna ist einer der wichtigsten Werbeträger von Weil. Bild: Roland Schmid

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Gemäss Wirtschaftsprüfern ist eine Sanierung des in die Jahre gekommenen Laguna aus wirtschaftlicher Sicht durchaus sinnvoll. Doch sie müsste spätestens in zwei bis drei Jahren vorgenommen werden. Der Weiler Gemeinerat ist darüber nicht sonderlich erbaut. Denn für die bisher vorgelegten Sanierungsvarianten müssten Investitionen in ein- bis zweistelliger Millionenhöhe getätigt werden.

Das ist für eine Stadt wie Weil sehr viel Geld. Auf der anderen Seite ist das Laguna seit 25 Jahren einer der grössten Werbeträger Weils; die Badelandschaft strahlt in der Schweiz weit über Basel bis nach Bern und Zürich aus. Allerdings hat das Laguna in den letzten Jahren die Konkurrenz zu spüren bekommen: das Bernaqua in Bern, das Alpamare in Zürich und das Sole uno in Rheinfelden. In Titisee-Neustadt geht man daran, ein 53 Millionen Franken teures Freizeitbad zu bauen.

Guter Start für das Aquabasilea

Und vor einem Monat ist das Aquabasilea in Pratteln eröffnet worden. Gemäss Christoph Huber, dem stellvertretenden Geschäftsführer des Laguna, habe man das Aquabasilea bisher nicht zu spüren bekommen; die Besucherzahlen lägen im Bereich des Vorjahrs. Aber das Aquabasilea sei am 5. März gut gestartet, sagt dessen Managing Director Oliver Heintz. Am Osterwochenende lag der Tagesdurchschnitt bereits bei 2000 Gästen.

Das Echo beim Publikum ist laut Heintz bisher gut ausgefallen. Auf Kritik gestossen ist einzig die Parkgebühr, die jetzt gesenkt werden soll. Das angegliederte Vier-Sterne-Hotel der Marke Courtyard by Marriott verzeichnete im März vor allem dank der Baselworld einen «guten Buchungsstand», erklärt die Betreiberfirma SV Schweiz. Zahlen gibt sie nicht bekannt. «Sehr zufrieden» mit dem Start zeigt sich die Investorin Credit Suisse. Von den insgesamt 32'000 Quadratmetern Mietfläche stehen heute noch rund 800 Quadratmeter in den Verkaufsräumen im Erdgeschoss leer. Die Clariant-Konzernleitung will im Juli wie geplant in den zehngeschossigen Büroturm einziehen.

Mehr zum Thema in der Basler Zeitung von heute Montag. (Basler Zeitung)

Erstellt: 12.04.2010, 08:04 Uhr

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