Basel

Landrat soll Wechsel zu Beitragsprimat prüfen

Aktualisiert am 15.10.2009

Bei der angekündigten Sanierung der Basellandschaftlichen Pensionskasse (BLPK) soll der Wechsel vom Leistungs- zum Beitragsprimat geprüft werden: Der Landrat hat am Donnerstag ein entsprechendes SVP-Postulat mit 46 gegen 19 Stimmen überwiesen.

Etwas gesehen, etwas geschehen?

Leser-Reporter

Haben Sie etwas Aussergewöhnliches gesehen, fotografiert oder gefilmt? Ist Ihnen etwas bekannt, das die Leserinnen und Leser von baz.ch/Newsnet wissen sollten? Senden Sie uns Ihr Bild, Ihr Video, Ihre Information per MMS an 4488 (CHF 0.70 pro MMS).
Die Publikation eines exklusiven Leserreporter-Inhalts mit hohem Nachrichtenwert honoriert die Redaktion mit 50 Franken. Mehr...

Der Deckungsgrad der BLPK ist wegen der schlechten Börse Ende 2008 von 93,4 auf 75,5 Prozend abgesackt. Der Landrat hat am Donnerstag aber den Jahresbericht der Kasse oppositionslos abgesegnet und dabei Führung und Anlagestrategie gelobt. Die SP verwies darauf, dass nur Buchverluste vorlägen, da keine Anlagen aufgelöst werden müssten.

Die SVP jedoch will die Börsenkrise für einen Systemwechsel nutzen: Statt für fixe Leistungen Mittel zu erwirtschaften, solle die BLPK künftig Leistungen nach Massgabe der Beiträge ausrichten. Die Finanzmärkte würden wohl noch länger wenig rentieren, weshalb die PK ohne Wechsel zum Beitragsprimat grosse Risiken eingehen müsse.

Ballmer für Opfersymmetrie

Die SP argumentierte vergeblich, der Landrat solle nicht bereits Weichen neu stellen, bevor der angekündigte Sanierungsbericht auf dem Tisch liegt; dieser sollte im ersten Quartal 2010 vorliegen. Bereit, das Postulat entgegen zu nehmen, war die Regierung. Und SVP und Grüne sprachen von struktureller Unterdeckung.

Finanzdirektor Adrian Ballmer mahnte, eine Sanierung auf 100 Prozent Deckungsgrad - das will eine 2003 überwiesene CVP-Motion - belaste die Erfolgsrechnung des Kantons. Er bestehe auf einer «Opfersymmetrie»; mit Personalverbänden sei das noch auszuhandeln. Er wolle eine «sanfte Sanierung über einen längeren Zeitraum».

Bericht in Arbeit

Ballmer zeigte sich froh darüber, nicht schon saniert zu haben, weil man sonst nach dem Börsenkrisenjahr 2008 nochmals müsste. Er rechnet nicht damit, dass die Börse den aufgelaufenen Werteverlust rasch wieder aufhole. Eine erste Fassung des bestellten Berichtes habe er zur Überarbeitung zurück gegeben.

Während der freisinnige Finanzdirektor für «Gelassenheit» in der Krise plädierte, kritisierte seine Partei das aktuelle System als zu träge und intransparent für Gemeinden. Er konterte, den Gemeinden ja geraten zu haben, jeweils einen Drittel der für sie entstandenen Deckungslücke zurückzustellen. (amu/sda)

Erstellt: 15.10.2009, 17:34 Uhr

0

Kommentar schreiben







 Ausland



Verbleibende Anzahl Zeichen:

Mit dem Absenden des Kommentars erklärt sich der Leser mit nachfolgenden Bedingungen einverstanden: Die Redaktion behält sich vor, Kommentare nicht zu publizieren. Dies gilt insbesondere für ehrverletzende, rassistische, unsachliche, themenfremde Kommentare oder solche in Mundart oder Fremdsprachen. Kommentare mit Fantasienamen oder mit ganz offensichtlich falschen Namen werden ebenfalls nicht veröffentlicht. Über die Entscheide der Redaktion wird keine Korrespondenz geführt. Telefonische Auskünfte werden keine erteilt. Ihr Kommentar kann auch auf Google und anderen Suchseiten gefunden werden.

Noch keine Kommentare

Basel

Populär auf Facebook Privatsphäre

Verzeichnis

Werbung

Familie, Beruf und Studium

Sonia Uhlmann ist keine typische Studentin. Dank Fernstudium hat sie den Master trotzdem geschafft.

Live @ Sunset

11. bis 22. Juli - Zürich Dolder u.a. mit B.B. King, Elton John und Alanis Morissette!