Basel

Markant weniger Einbrüche im Baselbiet

Aktualisiert am 23.03.2016 7 Kommentare

Am Mittwoch wurde in Liestal die Baselbieter Kriminalstatistik 2015 präsentiert. Die Anzahl der Straftaten ging dabei gegenüber dem Vorjahr zurück. Besonders markant war der Rückgang der Einbrüche.

Die Baselbieter Polizei betrieb grossen Präventionsaufwand – die Anzahl der Einbrüche ging deutlich zurück.

Die Baselbieter Polizei betrieb grossen Präventionsaufwand – die Anzahl der Einbrüche ging deutlich zurück.
Bild: Dominik Pluess

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Mit weniger Einbrüchen als im Vorjahr lag das Baselbiet 2015 im landesweiten Trend. Mit 29 Prozent fiel der Rückgang der registrierten Einbruchdiebstähle im Landkanton markant aus. Im Stadtkanton hatte deren Zahl hingegen leicht zugenommen - nach einem Rückgang im Vorjahr.

Erstmals nach Jahren mit steigenden Zahlen wurden 2015 im Landkanton weniger Einbrüche verzeichnet, nun noch 1686 Fälle. Der Rückgang entspricht zwei Einbrüchen pro Tag weniger.

Preis dafür war ein sehr hoher Präventionsaufwand, wie Verantwortliche der Baselbieter Polizei am Mittwoch vor den Medien in Liestal ausführten: Gegen 30'000 Arbeitsstunden wurden allein dafür eingesetzt, etwa 30 Prozent mehr als im Vorjahr.

Dieser Aufwand sei nur mit sorgfältiger und flexibler Planung möglich gewesen, sagte Polizeikommandant Mark Burkhard. Man habe auch ein Lagezentrum eingerichtet und Prognose-Software eingesetzt. So seien kaum Überstunden angefallen, aber zeitweise Posten geschlossen worden, damit die Polizisten auf der Piste sein konnten.

Spar-Warnung

Dass die ersten Monate 2016 leicht über den Vorjahresahlen liegen, belege, dass die Polizei ihren Effort keinesfalls reduzieren dürfe, betonte Burkhard - eine Warnung vor einem sparbedingten Personalabbau. In der Pipeline ist eine Vorlage für Mobile Computing bei der Polizei: Tablets statt Papier sollen die Effizienz steigern.

Bezogen auf die Einwohnerzahl liegt das Baselbiet bei Einbrüchen mit den anderen sechs Kantonen an der grünen Westgrenze an der Spitze. Bei der Einbruch-Aufklärungsrate liegt der Landkanton allerdings an fünftletzter Stelle und unter dem Schweizer Schnitt von 14 Prozent - welchen die Nachbarn Basel-Stadt und Aargau gerade erreichen.

Trotz dem Rückgang, den Burkhard als Trendwende las, blieben die Einbruchdiebstähle das grösste Problem: Sie machten fast die Hälfte aller Delikte im Baselbiet aus, landesweit der höchste Anteil. Gewalt- und Sexualdelikte etwa blieben stabil. Indes exportiere der Landkanton gewisse Probleme nach Basel, wo das Nachtleben vieler stattfinde.

Unter dem Strich sank die Gesamtzahl der registrierten Straftaten in Baselland 2015 um 16 Prozent auf 14'068 Fälle. Landesweit war ein Rückgang von 5 Prozent verzeichnet worden.

Verkehrsunfallststistik

Auf der Strasse krachte es im Landkanton hingegen nach Jahren sinkender Unfallzahlen 2015 wieder etwas mehr: Insgesamt 1142 Verkehrsunfälle entsprechen einer Zunahme um 12 Prozent. Vize-Polizeikommandant Christoph Naef sprach jedoch von einer immer noch tiefen Zahl, die im Schnitt der letzten fünf Jahre liege.

Während es etwa gleich viele Unfälle mit Personenschaden gab wie 2014, nahmen die Blechschäden zu. Neben unverändert sieben Verkehrstoten wurden 90 Schwer- und 511 Leichverletzte gezählt; erstere nahmen deutlich ab, letztere zu. Kinder verunfallten mehr als im Vorjahr, weshalb Naef vor einem Abbau der Verkehrsinstruktion an der Schule warnte.

Unfallursache Nummer eins blieb Unaufmerksamkeit. Das Mobiltelefon ist dabei ein Faktor sowohl bei Autofahrerinnen und -fahrern wie auch bei Fussgängern. Allerdings wurden auch mehr Velo-Unfälle registriert. (las/sda)

Erstellt: 23.03.2016, 11:04 Uhr

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7 Kommentare

Roger Keller

23.03.2016, 12:21 Uhr
Melden 40 Empfehlung 19

Dass die Kriminalität in der Schweiz rückläufig ist, kann man in erster Linie der SVP verdanken. Sie ist die Partei, welche in den vergangenen Jahren eine Verschärfung der Repression eingeleitet hat. Die Links-Parteien haben nichts zur Sicherheit der Schweiz beigetragen. Antworten


hans keller

23.03.2016, 14:51 Uhr
Melden 24 Empfehlung 14

Winter sei Dank. Unsere südländisch, osteuropäisch arbeitenden Fachkräfte mögen keine klammen Finger. So einfach. Übrigens beim SECO würde es heissen: wetterbedingte, saisonale Schwankungen ...bla,bla,bla. Antworten



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