Basel
Pegelschwankungen: Kraftwerke sind Schuld an Fischsterben
Kraftwerk Laufen. (Bild: Henry Muchenberger)
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Hintergrund der Probleme sei der tiefe Pegelstand gewesen - ein solcher ist indes im Sommer nicht unüblich. Abklärungen jurassischer und basellandschaftlicher Behörden hätten ergeben, dass entgegen ersten Annahmen nicht eine Baustelle im Jura, sondern eines oder mehrere Kraftwerke im Baselbiet Ursache für das Fischsterben war.
Pegelschwankungen in der Birs seien schon früher aufgefallen. Ende 2008 hat der Kanton eine Studie bestellt zu den Ursachen: Diese sollten identifiziert und Verbesserungsmassnahmen eingeleitet werden. Nun würden die Kraftwerk-Aufzeichnungen erneut lückenlos ausgewertet. Die Erkenntnisse aus dem Vorfall flössen in die Studie ein.
Heikle Einstellungssache
Wenn ein Kraftwerk wegen Wassermangel abstellt, dann könne es einen Moment dauern, bis der Pegel im Stau die Kante des Wehres erreicht und das ganze Bachwasser darüber abfliesst, erklärte auf Anfrage Christoph Plattner, Ressortleiter Energie im Baselbieter Amt für Umweltschutz und Energie. Wie das eingestellt ist, werde abgeklärt.
Der Kanton habe nach dem Vorfall die Kraftwerkbetreiber an ihre Sorgfaltspflicht erinnert. Plattner hat Verständnis für den Frust der Fischer, deren von Hand aufgezogenen Forellen starben. Manche Kraftwerke hätten wegen Überschwemmungs-Schäden von 2007 neue Steuerungen erhalten, die vielleicht noch nicht optimal justiert waren.
Kiesbänke trockengelegt
Im November ist nun ein Runder Tisch geplant mit den Baselbieter Kleinwasserkraftwerkbetreibern. Auf Kantonsgebiet hat es an der Birs neun Turbinen in acht Staustufen. Auch im multikantonalen Regionalen Entwässerungsplan (REP) Birs solle die Problematik auf der Ebene des ganzen Birs-Einzugsgebietes aufgegriffen werden.
Am 25. August hatten BUD-Fachleute vor Ort im Gebiet Laufen und Zwingen ein Absinken des Birs-Pegels von bis zu 25 Zentimetern festgestellt, wie die BUD damals mitteilte. Dies legte Kiesbänke trocken, was vielen Jung- und Kleinfischen den Tod brachte. Zeitweise stand zudem das Laufner Kraftwerk Juramill wegen Wassermangels still. (amu/sda)
Erstellt: 10.09.2009, 17:56 Uhr
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