Basel

Pendler ärgern sich über verspätete SBB

Von Lukas Meili. Aktualisiert am 13.01.2009 6 Kommentare

Eine kaputte Weiche in Tecknau führte am Montag zu Verspätungen auf der Bahnstrecke Olten–Basel. Was vielen Pendlern sauer aufgestossen ist, sind aber nicht die Störungen – sondern die Art und Weise, wie die SBB diese an den Bahnhöfen durchgeben.

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Früher Morgen, das Perron proppenvoll, frostige Temperaturen weit unterhalb des Gefrierpunkts – und die Anzeigetafel zeigt eine Verspätung von vier Minuten an. Pendler auf der Zugstrecke Olten–Basel kennen dieses Szenario nur zu gut, gerade am Montag war die Situation auf dieser Strecke wieder chaotisch. Schuld an den Verspätungen war laut Roman Marti, Mediensprecher der SBB, eine Weichenstörung bei Tecknau, aufgrund derer die Züge nur einspurig verkehren konnten. Das Problem mit der Weiche konnte laut Marti zwar noch während des Vormittags behoben werden. Eine andere Sache aber stösst vielen Bahnbenützern nach wie vor sauer auf: Die Art und Weise, wie die SBB jeweils über eine Verspätung informieren.

Ein Pendler, der gestern um 7.28 Uhr in Gelterkinden in der Kälte auf den Interregio nach Basel wartete, erzählt der BaZ, dass er von der Lautsprecherstimme zusammen mit Dutzenden von anderen Pendlern zuerst in eine S3 umgeleitet wurde. Dabei hätten gestandene Pendler bereits die Augen gerollt – nicht unbegründet, wie sich herausstellen sollte. «Nach fünf Minuten Warten in der stehenden S-Bahn schickte uns die gleiche Stimme wieder in einen Intercity zurück.» Eine Ausnahme oder die Regel? «Man veräppelt die Kunden nach Strich und Faden und nimmt sie überhaupt nicht ernst», sagt ein Mann aus dem näheren Bahnumfeld, der allerdings anonym bleiben möchte. Seit alle Fahrgastinformationen der SBB in Bern zusammenlaufen, habe die Qualität der Lautsprecherdurchsagen massiv abgenommen oder diese würden teilweise gar nicht mehr stimmen.

Dem widerspricht man bei der SBB-Medienstelle allerdings vehement. «Wenn eine Störung anfällt, müssen die Spezialisten der SBB in einem ersten Schritt vor Ort abklären, was für eine Ursache vorliegt und auf welche Weise und wie schnell die Störung behoben werden kann», sagt Marti. Dies dauere manchmal «ein paar Minuten». Auch dass die Lautsprecherdurchsagen häufig verwirrend seien, will man bei den SBB nicht gelten lassen: «Eine gute Kundeninformation haben wir uns auf die Fahne geschrieben, und sie funktioniert in der grossen Mehrheit der Fälle auch gut.» (Basler Zeitung)

Erstellt: 13.01.2009, 10:49 Uhr

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6 Kommentare

Peter Heiniger

13.01.2009, 14:19 Uhr
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Haben es sich die SBB wohl auch auf die Fahne geschrieben, dass sie Passagiere, die auf den zweitletzen Zug wollen, per Durchsage von Perron 4 auf Perron 15 schicken. Dort steht ein Zug, aber der fährt nie ab. Zurück auf Gleis 4 stellt man dann fest, dass der Zug doch dort gefahren wäre, was der Infomann am speziellen Schalter mit einem Achselzucken auch bestätigte. Der Zug war aber längst weg. Antworten


Rolf Jucker

13.01.2009, 12:37 Uhr
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Die miserable Informationspolitik der SBB ist ja nun wirklich Legende! Und da sollte man nichts daran ändern, sagen sich wohl die Verantwortlichen. Die sind ja vermutlich noch nie im Zug gesessen, sondern fahren mit dem Auto, können also gar nicht beurteilen, wie das sein könnte. Die Leute sind ja selber schuld, wenn sie Zug fahren... Antworten



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