Basel

Regierung überweist Vorlage über Sekundarschulstandorte an Landrat

Die Baselbieter Regierung hat die Vorlage zur Festlegung der künftigen Sekundarschulstandorte im Kanton an den Landrat gegeben. In der Vernehmlassung wurde die Hauptstossrichtung bestätigt, die strittigen Fälle blieben aber bestehen.

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Die Eckwerte der Vorlage seien in der breit abgestützten Vernehmlassung bestätigt worden, hiess es in einer Regierungsmitteilung vom Dienstag. In der Planung berücksichtigt seien dabei der prognostizierte Rückgang der Schülerzahlen wie auch die von vier auf drei Jahre verkürzte Sekundarschuldauer.

Laut Bildungsdirektor Urs Wüthrich sind 17 Sekundarschulstandorte vorgesehen; das sind mehr als teils in früheren Vorschlägen, aber weniger als die heute 19 Haupt- und 13 Nebenstandorte. Die minimale Schulgrösse soll 18 Klassen betragen. Innerhalb der Schulkreise wären aber gemeinsame Klassen und standortübergreifende Kurse möglich.

Nicht auflösbare Widersprüche

Nebenstandorte würden zudem geschlossen, sobald das ganze Angebot am Hauptstandort möglich ist. Wie Wüthrich auf Anfrage erklärte, fand in der Vernehmlassung die Hauptstrategie «klaren Rückhalt». «Nicht auflösbare Widersprüche» hätten sich indes betreffend Bubendorf/Reigoldswil und Arlesheim/Münchenstein gezeigt.

In diesen Fällen waren Anpassungen der zu kleinen Schulkreise schon bisher auf Opposition gestossen. Die Regierung hält nun daran fest, Bubendorf vom Schulkreis Liestal zum Schulkreis Reigoldswil umzuteilen; als flankierende Massnahmen sieht sie aber einen gesicherten Radweg und angepasste ÖV-Verbindungen vor.

Arlesheim und Münchenstein sollen vorläufig an zwei Orten weitergeführt werden; eine weitere Perspektive müsse aber entwickelt werden. Auch im künftigen Schulkreis Laufental sollen zudem die beiden Schulorte Laufen und Zwingen weiterhin betrieben werden, Ausbauten sollen jedoch in Laufen stattfinden.

Verhandlungen mit Gemeinden

Laut der Regierung ist die Konzentration der Sekundarschulstandorte im Kanton eine unverzichtbare Grundlage für die Verhandlungen mit den Gemeinden über die Übernahme der Sekundarschulbauten durch den Kanton. Für die Bauten gilt derzeit eine Übergangslösung, da die Gemeinden mit früheren Übernahmevorschlägen nicht zufrieden waren. (jg/sda/)

Erstellt: 16.06.2009, 15:31 Uhr

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