Basel
«Selbstverständlich haben wir auch Auseinandersetzungen»
Von Joel Gernet. Aktualisiert am 07.10.2011 16 Kommentare
Die Chat-Termine in der Übersicht
Fragen Sie die Ständeratskandidaten, was Ihnen schon lange unter den Nägeln brennt. Die sechs Ständeratskandidaten aus der Region Basel geben Ihnen Antwort.
Do., 29. September, 14 Uhr: Daniel Stolz
Di., 4. Oktober, 10 Uhr: Elisabeth Scheider
Do., 6. Oktober, 10 Uhr: Claude Janiak
Di., 11. Oktober, 14 Uhr: Sebastian Frehner
Do., 13. Oktober, 14.30 Uhr: Caspar Baader
Di., 18. Oktober, 14 Uhr: Anita Fetz
So können Sie die Fragen stellen…
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Die Baselbieter CVP-Ständeratskandidatin über Janiak, den Atomausstieg, Kampfjets und Gemeindefusionen.
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Stichworte
Claude Janiak steht im Garten seines Hauses in Binningen. Soeben hat er via Facebook die Fragen der BaZ-Leserinnen und Leser beantwortet. Obwohl der Baselbieter Ständerat mitten in der heissen Phase des Wahlkampfes steckt, wirkt er entspannt. Ob er mit seiner Favoritenrolle den Wahlen vom 23. Oktober gelassen entgegenblicken kann, wollen wir von ihm wissen. Natürlich verneint er. «Ich nehme den Wahlkampf sehr ernst», sagt Janiak, «denn ich habe Gegenkandidaten, die in der Politszene ebenfalls bekannt sind». Seine Konkurrenten im Ständerats-Wahlkampf heissen Caspar Baader, SVP-Nationalrat und politische Grösse in Bern, und Elisabeth Schneider-Schneiter (CVP), seit einem Jahr im Nationalrat.
Man kennt sich, hat im Wahlkampf schon mehrmals die Klingen gekreuzt. «Mit der Zeit weiss man, was der andere sagt», meint Janiak. Deshalb muss er auch nicht lange überlegen, als er gefragt wird, was seine Widersacher an ihm kritisieren: Baader finde, dass das Baselbiet einen bürgerlichen und keinen linken Ständerat braucht, wobei für ihn Links dort beginne, wo die SVP rechts aufhöre; und Elisabeth Schneider zitiere stets aus dem SP-Parteiprogramm, so Janiak, «obwohl sie ganz genau weiss, dass ich jemand bin, der unabhängig ist und eine eigene Meinung hat».
Gleiches Rentenalter kein Tabu
Dass er nicht auf der Parteimeinung beharrt, sei nötig als einziger Baselbieter Ständerat, findet Janiak. «Da muss man einen breiten Horizont haben.» Schliesslich habe er jetzt eine andere Rolle, als während seinen acht Jahren im Nationalrat. «Meine Partei ist da relativ grosszügig mit mir – aber selbstverständlich haben wir auch Auseinandersetzungen.» Damit sei er aber nicht der Einzige in der SP.
Angesprochen auf seine unterschiedlichen Standpunkte zur SP erklärt der 62-Jährige: «Ich bin nicht jemand, der um jeden Preis das Bestehende bewahren will». Als Beispiel nennt er das Rentenalter. «Man kann nicht immer so tun, als ob es kein demographisches Problem geben könnte.» Wenn man das Sozialwerk sichern wolle, müsse man auch neue Fragen stellen dürfen. Das gleiche Rentenalter für beide Geschlechter sei für ihn deshalb kein Tabu.
Er habe in den letzten vier Jahren gut für die Region politisiert, meint Janiak zu seinen Wahlchancen. Deshalb werde er auch von den Leuten geschätzt. Bisher sei jedenfalls noch keine Welle von Vorwürfen über ihn hinein gebrochen. «Man sollte ausnützen, dass man jemanden hat, der erfahren, vernetzt und in einer guten Position ist», sagt Janiak – und lässt keinen Zweifel daran, wen er meint.
Den nächsten Facebook-Chat mit einem SR-Kandidaten aus der Region gibt es am Dienstag, 11. Oktober, um 14 Uhr mit Sebastian Frehner (SVP BS). Fragen an Herrn Frehner können Sie gerne jetzt schon auf unserer Facebook-Pinnwand hinterlegen. (baz.ch/Newsnet)
Erstellt: 07.10.2011, 16:44 Uhr
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16 Kommentare
Seit Jahren pendle ich nach Bern. Hin und wieder zufällig im gleichen Bahnwagen wie Herr Janiak. Er ist immer mit demselben Kreis von Leuten ins Gespräch vertieft.
Dass ich zu diesem Kreis im übrigen nie Kontakte haben werde, ist nicht das Problem. Das Problem aus meiner Sicht ist, dass daraus eben die Einseitigkeit von Herr Janiak ablesbar ist - was definitiv nicht zum Kanton Baselland passt.
Antworten
Entscheidend ist doch allein der Leistungsausweis, und hier hat C. Janiak klar die Nase vorn. Und dass ein Ständerat eine andere, weniger polemische Sichtweise an den Tag legt als Kandidaten für den Nationalrat, ist nachvollziehbar. Beim Ständerat geht es nicht um Parteipolitik, wie es C.Baader macht, sondern um die Interessen des Kantons -> für alle statt für wenige Antworten
Basel
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