Basel
TNW genutzt wie nie zuvor
Die Zahl der Fahrgäste stieg um 1,7 Prozent auf die neue Rekordmarke von 207,6 Millionen. Die Einnahmen liegen mit 225,1 Millionen Franken um 1,2 Millionen über dem Vorjahreswert. Der Verkauf von U-Abos stieg um 1 Prozent auf insgesamt 2'065'834, wie der TNW am Freitag mitteilte. Laut dem Tarifverbund ist die Nordwestschweiz gesamtschweizerisch die Region mit der höchsten ÖV-Abonnements-Dichte: Von 1000 Einwohnern haben 312 ein U-Abo.
Die Herkunft der Abonnenten blieb im vergangenen Jahr stabil: 42,5 Prozent der U-Abo-Kunden wohnten im Kanton Basel-Stadt, 41,6 im Kanton Basel-Landschaft, 7,7 Prozent im Kanton Aargau, und 4,6 Prozent im Kanton Solothurn. Die restlichen 3,6 Prozent verteilen sich auf andere Kantone sowie auf Frankreich und Deutschland.
70 Prozent der Einnahmen aus den Abos
Aus dem Abo-Verkauf stammten 2009 mit 156,3 Millionen Franken nahezu 70 Prozent der Einnahmen. Die Einnahmen aus Einzelbilletten gingen um 5 Prozent auf knapp 33 Millionen Franken zurück. Ein Plus von 7 Prozent auf 11,1 Millionen verzeichnete der TNW bei den Mehrfahrtenkarten. Bei den Tageskarten stiegen die Einnahmen um 7 Prozent auf 7,2 Millionen Franken.
Von den TNW-Einnahmen erhalten die Basler Verkehrs-Betriebe mit 49,6 Prozent den Hauptanteil. 21,4 Prozent gehen an die BLT, 18,4 Prozent an die SBB, 5,7 Prozent an PostAuto, 3,6 Prozent an die AAGL und 1,3 Prozent an die WB.
Grosse Nachfrage für Nachtnetz
Als Erfolg wertet der TNW in seinem Jahresrückblick den Ausbau des Nachtnetzes. Dadurch stieg die Zahl der Fahrgäste 2009 von rund 90'000 auf 240'000, wie es auf Anfrage hiess. Die Einnahmen aus den Nachtnetz-Zuschlägen beliefen sich auf 632'000 Franken, was gut einem Drittel der Kosten von 1,8 Millionen Franken entspricht.
Wie der TNW bereits früher angekündigt hat, erhöht er per 1. Juni die Preise für Einzelkarten und einen Monat später jene für das Monats-U-Abo. Anfang 2011 wird auch das Jahresabonnement teurer. Von den Tarifanpassungen erhofft sich der Tarifverbund für 2010 Mehreinnahmen von 3,5 Millionen Franken. 2011 sollen es 8,9 Millionen Franken sein. (alx/sda)
Erstellt: 14.05.2010, 12:45 Uhr
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