Landrat möchte Veränderung im ÖV

Gleich mehrere ÖV-Vorstösse hat der Baselbieter Landrat an die Regierung überwiesen.

Bei der Finanzierung sollen «grundsätzlich neue Wege» beschritten werden.

Bei der Finanzierung sollen «grundsätzlich neue Wege» beschritten werden. Bild: Nicole Pont

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Der Baselbieter Landrat will den öffentlichen Verkehr kostendeckender gestalten. Er hat am Donnerstag mehrere Vorstösse der FDP-Fraktion an die Regierung überwiesen.

Ein Vorstoss lässt etwa eine streckenbezogene Abrechnung anstelle von Flat-Rate-Abonnementen überprüfen. Bei der Finanzierung sollen «grundsätzlich neue Wege» beschritten werden. Gegen die Überweisung wehrte sich die SP-Fraktion, die im Vorstoss einen weiteren Angriff auf das U-Abonnement sah.

Zudem schlägt ein Vorstoss neue Ansätze wie Globalbudgets für Gemeinden anstelle des Grundangebots vor. Derzeit nennt das Angebotsdekret für eine Aufnahme in den Generellen Leistungsauftrag für den ÖV eine Zielvorgabe des Kostendeckungsgrads von 25 bis 30 Prozent für Angebote, die über eine Minimalerschliessung einer Gemeinde hinausgehen.

Prüfen lassen will der Landrat auch, ob bei gut frequentierten Linien eine Verdichtung der Kurse in den Pendlerzeiten bei einer gleichzeitigen Ausdünnung in den Randzeiten oder Wochenenden zu einem insgesamt höheren Kostendeckungsgrad führt. Dagegen stimmten SP, Grüne/EVP und GLP/G-U sowie einzelne Landräte von CVP/BDP.

Schliesslich soll die Regierung berichten, ob ein Pilotprojekt mit autonomen Shuttels im Baselbiet möglich wäre. Diese selbstfahrenden Busse könnten den Transport von wenigen Personen auf die besser frequentierten ÖV-Linien sicherstellen, heisst es im Vorstoss. (pre/sda)

Erstellt: 18.05.2017, 15:46 Uhr

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