Basel
Forderung nach Stilllegung von Fessenheim ist deponiert
Aktualisiert am 01.04.2011 24 Kommentare
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Das Treffen des Basler Regierungspräsidenten und der Regierungsräte Christoph Brutschin und Hans-Peter Wessels mit Generalratspräsident Philippe Richert fand in Basel statt. Richert habe dabei auf die offizielle Position Frankreichs in der Atom- Debatte verwiesen, sagte der Basler Regierungspräsident Guy Morin danach auf Anfrage.
Dies sei keine Überraschung, sagte Morin weiter. Richert habe in der Sache indes mit der französischen Umweltministerin Nathalie Kosciusko-Morizet Kontakt gehabt: Die Forderung der beiden Basel und des Jura sei somit «in der französischen Administration angekommen». Ausserdem habe es auch Resonanz in den französischen Medien gegeben.
In einer mit einem Communiqué der Basler Regierung verbreiteten Stellungnahme hielt Richert fest, man komme nach der Katastrophe in Japan nicht um die Frage herum, was in andern Ländern in einer solchen Lage geschähe, dies einschliesslich Frankreichs und der Schweiz.
Die französische Regierung wolle denn auch alle französischen Nuklearanlagen sowie die Krisenszenarien überprüfen. Wenn die Resultate zu Fessenheim nicht positiv seien, werde er fordern, die Konsequenzen zu ziehen. Wesentlich sei indes, jetzt nicht unter Druck sowie dem Eindruck der Ereignisse zu handeln.
Stilllegung gefordert
Die Regierungen der beiden Basel, denen sich später auch die jurassische Regierung anschloss, hatten ihre Forderung bereits am 22. März bekannt gemacht. Aus ihrer Sicht muss das nur 35 Kilometer nördlich von Basel gelegene AKW Fessenheim sofort stillgelegt werden, bis es gründlich kontrolliert ist.
Frankreich entscheide nach der laufenden, bis 2012 andauernden Zehnjahresinspektion über die Verlängerung der Betriebsbewilligung des AKW. Zudem solle die Absicht bestehen, am Standort später neue Reaktoren zu betreiben. Der Oberrheingraben, in dem das AKW liegt, sei aber eines der gefährdetsten Erdbebengebiete Mitteleuropas.
Weiter hatten die Regierungen der beiden Basel und des Jura Bundesrätin Doris Leuthard ersucht, ihr Anliegen bei einem Treffen mit Frankreichs Umweltministerin Kosciusko-Morizet vorzubringen. Ein für Freitag geplantes Treffen war indes wegen einer kurzfristig angesetzten Japan-Reise der Ministerin abgesagt worden.
(kng/sda)
Erstellt: 01.04.2011, 18:26 Uhr
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24 Kommentare
Wer nach Tschernobyl und Fukushima noch der Atomkraft das Wort redet, hat nichts verstanden oder wird bezahlt.
http://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_Unf%C3%A4lle_in_kerntechnischen_Anlagen
Bei einem Gau in den schweizer AKW am Rhein, wäre über den Rhein eine atomare Verseuchung bis nach Holland gegeben, evtl. der Bodensee als Trinkwasserreservoir unbrauchbar. Schönreden und ableken war Gestern.
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