25 Prozent mehr Unfälle unter Alkoholeinfluss

Aktualisiert am 11.03.2010 4 Kommentare

Auf den Strassen des Kantons Basel-Stadt werden bei immer weniger Verkehrsunfällen weniger Personen verletzt und getötet. Dagegen gibt es wieder mehr Unfälle unter Alkoholeinfluss, wie die am Donnerstag publizierte Verkehrsunfallstatistik 2009 zeigt.

Einer der schwersten Unfälle des letzten Jahres ereignete sich am 11. Januar 2009, als ein 18-jähriger Raser in der St. Alban-Anlage ums Leben kommt.

Polizei BS

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Demnach gingen die polizeilich aufgenommenen Unfälle 2009 um 7,8 Prozent auf einen Tiefststand von 1350 Unfälle zurück, was den Trend der sinkenden Unfallzahlen bestätigt: Innerhalb von zehn Jahren wurde ein Rückgang um 990 Unfälle oder 42 Prozent verzeichnet.

Der Basler Justiz- und Sicherheitsdirektor Hanspeter Gass wertete diese Entwicklung vor den Medien als «erfreulich». «Wir sind auf dem richtigen Weg», konstatierte der Regierungsrat.

Nach Angaben von Polizeikommandant Gerhard Lips wurde die Polizei im vergangenen Jahr zu insgesamt 2808 Verkehrsunfällen gerufen. In 1458 Fällen konnten sich die Beteiligten jedoch gütlich einigen, weshalb sie in der Statistik nicht auftauchen. Der Sachschaden bei den von der Polizei bearbeiteten Unfällen belief sich auf 6,5 Milionen Franken.

Vier Verkehrstote

Verletzt wurden bei den Verkehrsunfällen in Basel-Stadt letztes Jahr 563 Menschen, was einem Rückgang von 3,4 Prozent entspricht. Bei den Schwerverletzten wurde dagegen eine Zunahme um 9,2 Prozent auf 107 registriert. Die Zahl der Verkehrstoten sank um zwei auf vier. Ihr Leben verloren haben zwei Fussgängerinnen und zwei Autolenker.

Positiv war die Entwicklung im Stadtkanton bei den Velounfällen: Während sich landesweit 2009 die Zahl der tödlich verunfallten Velofahrer mit 55 mehr als verdoppelte, kam in Basel-Stadt wie schon im Vorjahr kein Radfahrer ums Leben. Die Zahl der Zweiradunfälle sank um 13,5 Prozent auf 166, jene der Verletzten um 3,9 Prozent auf 148.

Bei den Unfällen mit Fussgängerbeteiligung wurde ein Rückgang um 14,2 Prozent auf 109 registriert. Verletzt wurden dabei 104 Personen, 8 Prozent weniger als im Vorjahr. Rückläufig war auch die Zahl der Kinderunfälle, nämlich um 10,5 Prozent auf 34. Verletzt wurden dabei 27 Kinder gegenüber 35 im Vorjahr.

Mehr Autobahnunfälle

Eine negative Entwicklung weist die Statistik für die Autobahnen aus: Dort nahm die Zahl der Unfälle um 12,5 Prozent auf 90 zu. Bei den Verletzten wurde dort gar ein Plus von 58,6 Prozent auf 46 registriert.

Nach einem Rückgang im Vorjahr wurde 2009 bei den sogenannten «Alkoholunfällen» wieder eine Zunahme um fast einen Viertel auf 86 festgestellt. Verletzt wurden dabei 36 Personen. 2008 hatte es 69 Unfälle gegeben, bei denen Alkohol im Spiel war, 2007 dagegen noch 118.

Bei insgesamt 601 (Vorjahr: 631) Unfällen mit sogenannt «pflichtwidrigem Verhalten» machten sich die Schadenverursacher aus dem Staub. Die Zahl der Unfälle mit Fahrerflucht, bei denen Angefahrene verletzt im Stich gelassen wurde, sank um 30 Prozent auf 39.

Unter den drei Besten

Basel liegt nach Angaben von Andreas Bläsi, Zuständiger für Unfallprävention bei der Polizei, bei der Unfallstatistik unter den drei erfolgreichsten Schweizer Städten. Den kontinuierlichen Rückgang der Unfallzahlen seit dem Jahr 2000 führt Bläsi auf das Zusammenspiel von Prävention und Repression zurück.

Im laufenden Jahr stellt die Basler Polizei wie schon 2009 Unaufmerksamkeit als eine der haufigsten Unfallursachen ins Zentrum ihrer Präventionsbemühungen. Im Rahmen einer nationalen Kampagne geht sie daneben auch verstärkt gegen Alkohol am Steuer vor.

Positiv wirkten sich auch die Massnahmen zur Entschärfung besonders gefährlicher Örtlichkeiten aus. In den letzten zehn Jahren sank die Zahl der Unfallschwerpunkte mit fünf oder mehr registrierten Ereignissen von 50 auf noch 16. (amu/sda)

Erstellt: 11.03.2010, 11:47 Uhr

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4 Kommentare

Daniel Bösch

11.03.2010, 12:29 Uhr
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Warum gehen die Unfallzahlen mit Alkohol am Steuer nach oben? Das zeigt, das Verbote bzw. Gesetze nichts bringen, wenn man nicht kontrolliert wird. Seien wir mal ehrlich, die Wahrscheinlichkeit unter Alkoholeinfluss in eine Kontrolle zu kommen, gleicht einem Sechser im Lotto. Solande das so ist, werden die Zahlen weiterhin nach oben gehen. Antworten


Maya Ryser

11.03.2010, 23:35 Uhr
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Nun ja, viele fahren auch ohne Fahrausweis weiter - bei dieser so genannten "Rechtssprechung"! Antworten



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