Basel
Ab heute ist Riehen Dorf gesperrt
Von Mischa Hauswirth. Aktualisiert am 23.07.2012 5 Kommentare
Der Transitverkehr muss sich durchs Quartier schlängeln.
Grafik BaZ/rm
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Die gute Nachricht zuerst: Der Ausnahmezustand soll nur drei Wochen dauern. «Rechtzeitig zum Schulstart müssen die Arbeiten abgeschlossen sein», sagt Marc Spichty, Projektleiter der Sanierungsarbeiten an der Baselstrasse beim Tiefbauamt Basel-Stadt. Und vielleicht noch so was wie eine gute Nachricht: Die Geschäfte entlang der Baselstrasse haben, trotz Baulärm, Staub und dem Hindernislauf um Bauabsperrungen herum, geöffnet.
Die lange angekündigten Sanierungsarbeiten beginnen heute Morgen um sieben Uhr. Von der Kreuzung Bettingerstrasse bis auf Höhe Kilchgässlein, also kurz vor der Tramhaltestelle Riehen Dorf, ist die Baselstrasse für jeglichen Verkehr gesperrt. Die Massnahme gilt für Autos, Lastwagen, Velos, Trams und Busse.
Mehr Raum für Fussgänger
Die Sanierung und Umgestaltung der Baselstrasse hat zum Ziel, Fussgängern mehr Raum zu verschaffen, den Güterumschlag zu vereinfachen und das Tram leiser zu machen. Der Hauptgrund allerdings ist der Zustand der Strasse selber. Spichty: «Der Gleisunterbau und die Geleise sind in marodem Zustand. Zwar wurden in den vergangenen Jahren immer wieder Flickmassnahmen ausgeführt, aber jetzt ist eine Sanierung unumgänglich.»
Nicht betroffen von den Arbeiten sind die Tramhaltestellen Bettingerstrasse und Riehen Dorf – diese sollen im Rahmen der Erneuerungsarbeiten der Strassen- und Geleiseanlagen entlang den Langen Erlen saniert werden. Vorgesehen sind diese
Arbeiten zwischen 2013 und 2016.
Die Anwohner der Baselstrasse erwarten drei erlebnisreiche Wochen. Zumindest in der Anfangsphase sollen die Bauarbeiten Tag und Nacht vorangetrieben werden. «Um Zeit zu gewinnen», sagt Spichty, «denn der Terminplan ist eng.»
Nicht nur für die Anwohner der Baustelle könnte die Zeit bis zum Schulanfang ungemütlich werden, denn wer an der Ausweichroute wohnt, muss mit deutlich mehr Verkehr vor dem Haus rechnen, da der gesamte Transitverkehr zwischen Lörracher Grenze und Basel über die Bettingerstrasse und die S-Bahn-Linie in den Eisenbahnweg, am ehemaligen Spital vorbei in die Schützengasse und durch die Inzlingerstrasse zurück in die Baselstrasse geführt wird.
Umfahrungsverkehr in Quartieren
Wer die Ausweichstrecke kennt, kann sich vorstellen, was die Schliessung der Baselstrasse bedeutet: Tausende von Autos, etliche Lastwagen und Busse rollen durch diese kurvenreiche Strasse. An den Bahnübergängen und bei der Einmündung in die Inzlingerstrasse sind Staus vorprogrammiert. Zumindest tagsüber sollen Verkehrswachen helfen, den Verkehr möglichst flüssig zu halten. Eigentliche Anti-Stau-Massnahmen aber sind nicht vorgesehen. Damit der Verkehr besser zirkulieren kann, haben die Projektverantwortlichen entlang der Ausweichroute einige Parkplätze aufheben lassen.
Die an die Umleitung angrenzenden Quartiere müssen ebenfalls mit Mehrverkehr rechnen. «Es besteht natürlich immer die Gefahr, dass Ortskundige in solchen Situationen auf die Quartierstrassen ausweichen», sagt Spichty. Da die Dauer der Baustelle jedoch auf nur drei Wochen angesetzt sei, habe man auf Verkehrsberuhigungsmassnahmen in den Quartierstrassen entlang der Ausweichroute verzichtet. Während der Bauarbeiten in Riehen Dorf fahren die Trams der Linie 6 bis zum Eglisee. Von da an ist ein Bussersatz bis zur Grenze bei Lörrach eingerichtet. (Basler Zeitung)
Erstellt: 23.07.2012, 10:06 Uhr
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5 Kommentare
Nun ist schon eine Woche vergangen, ich habe mir die Sperrung viel schlimmer vorgestellt, darum ein grosses Kompliment an die Arbeiter die dazu beitragen das alles so gut voran geht und der öffentliche Verkehr trotz Umleitung so reibungslos funktioniert!!! Antworten
Wo bitte sehr soll es noch Mehr Raum für Fussgänger geben?
Diese Raumplanungen werden immer schlimmer, schlage vor eine Strassensteuer für Füssgänger einzuführen da selbe immer mehr von der Strasse benötigen, warum bezahlt
dies der Autofahrer
Eigendlich braucht es dort schon lange ein Umfahrungsstrasse.
Kein Wunder weichen immer mehr auf die Quartierstrassen aus.
Verkehr lässt sich nicht wegbauen
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