Alder verdient bei der IWB 120'000 Franken

Von Valentin Kressler. Aktualisiert am 05.12.2009 1 Kommentar

Der neue IWB-Verwaltungsratspräsident, der ehemalige Swisscom-Chef Jens Alder, erhält weniger Geld als Messepräsident Ueli Vischer, aber mehr als Sympany-Präsident Ralph Lewin.

Zufriedene Gesichter: Christoph Brutschin (r.) präsentiert am 1. Juli Jens Alder als IWB-Verwaltungsratspräsidenten.

Zufriedene Gesichter: Christoph Brutschin (r.) präsentiert am 1. Juli Jens Alder als IWB-Verwaltungsratspräsidenten. (Bild: Henry Muchenberger)

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Obwohl der neue, siebenköpfige Verwaltungsrat der Industriellen Werke Basel (IWB) seine Arbeit offiziell erst Anfang 2010 aufnehmen wird, hat das Gremium in den vergangenen Monaten bereits für etliche Schlagzeilen gesorgt: So kritisierte das Grüne Bündnis die Wahl von Grossrat Aeneas Wanner (Grünliberale), da dieser beruflich als Geschäftsleiter des von den IWB finanziell unterstützten Vereins Energie Zukunft Schweiz tätig ist. Und die Grünliberalen ihrerseits übten Kritik an der Wahl von Regierungsrat Christoph Brutschin (SP), da hiermit ein Rollenkonflikt programmiert sei.

Damit nicht genug: Der neue Verwaltungsrat Bernhard Madörin (SVP) kritisierte zudem IWB-Chef David Thiel, da dieser die Geschäftsleitung reorganisiert hat, ohne die Mitglieder des Verwaltungsrats zu involvieren. Kurz: An der ersten Sitzung des neuen Verwaltungsrats, der die Werkkommission als oberstes Führungsorgan der IWB ablösen wird, dürfte es ziemlich hoch hergehen.

Alder, ein internationaler Topshot

Am meisten Aufsehen erregte in der Öffentlichkeit bisher jedoch die Wahl des Präsidenten des IWB-Verwaltungsrats: Mit dem ehemaligen Swisscom-Chef Jens Alder (51), der in der dänischen Hauptstadt Kopenhagen lebt, konnte Wirtschaftsdirektor Brutschin Anfang Juli einen internationalen Topshot für diesen Posten präsentieren. Noch nicht bekannt war damals, was Alder und seine sechs Kollegen im IWB-Verwaltungsrat künftig verdienen werden.

Gemäss Informationen der BaZ hat die Basler Regierung die Entschädigung unterdessen festgelegt. Demnach erhält Alder, der die Swisscom von 1999 bis 2006 leitete, für das Präsidium – dabei dürfte es sich um einen 30- bis 40-Prozent-Job handeln – jährlich 120 000 Franken und pro Sitzung zusätzlich 600 Franken. «Ich finde es absolut toll, dass sich eine Person wie Herr Alder bereit erklärt hat, diesen Job für dieses Geld zu machen», sagt Wirtschaftsdirektor Brutschin gegenüber der BaZ. «In Verwaltungsräten anderer Unternehmen hätte er wohl ein Mehrfaches davon verdienen können.» Die übrigen sechs IWB-Verwaltungsräte erhalten je 20 000 Franken und pro Sitzung zusätzlich ebenfalls 600 Franken. Falls sie in einem Ausschuss des Verwaltungsrats mitwirken, bekommen sie darüber hinaus noch einmal 5000 Franken.

Der Lohnvergleich

«Wir haben uns bei der Frage der Entschädigung an anderen staatsnahen Betrieben wie der Kantonalbank und der Messe orientiert», sagt Regierungsrat Brutschin. Zum Vergleich: Willi Gerster wurde 2008 für das Präsidium des Bankrats der Kantonalbank mit 155'000 Franken entschädigt (inklusive Partizipationsscheinen), die übrigen Bankratsmitglieder mit zwischen 15'000 und 68'000 Franken. Messepräsident Ueli Vischer erhielt 2008 139'000 Franken, die anderen Verwaltungsratsmitglieder zwischen 29'000 und 68'000 Franken. Deutlich tiefer liegt die Entschädigung des neuen Sympany-Stiftungsrats. Präsident Ralph Lewin erhält 50'000 Franken, die übrigen Mitglieder je 20'000 Franken. In einer ähnlichen Grössenordnung bewegen sich die Zahlen des Universitätsrats der Universität Basel. Präsident Ueli Vischer erhält 60'000 Franken, die anderen Mitglieder je 20'000 Franken.

Keine Angaben gibt es – trotz Öffentlichkeitsprinzip – einzig von den Basler Verkehrs-Betrieben (BVB). Im Zuge des personellen Wechsels im BVB-Verwaltungsrat – Martin Gudenrath löst Christian Brückner im Präsidium ab – seien Verwaltungsrat und Regierung im Gespräch über eine «Anpassung» der Entschädigung, sagt Sprecherin Dagmar Jenny gegenüber der BaZ. «Vor diesem Hintergrund macht es wenig Sinn, Zahlen zu nennen, die schon bald obsolet sein könnten.» (Basler Zeitung)

Erstellt: 05.12.2009, 09:46 Uhr

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1 Kommentar

Hans Joerg Knutti

07.12.2009, 10:16 Uhr
Melden

Jens hat es gut. 266 000 Rentner haben eine gekuertzte plafonierte AHV Rrente das ganze Jahr. Obwohl sie dafuer 43/44 Jhre Praemien bezahlt haben, nur weil sie verheiratet sind. Die Rentner finden das ganz toll. Antworten


W Eggs

07.12.2009, 10:35 Uhr
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Erstaunlich wie das Stehaufmännchen J. Alder immer wieder gut bezahlte Jobs findet, obwohl sein Leistungsausweis sowohl bei Swisscom als auch bei Sunrise sehr bescheiden ausfällt. Gute Connections sind das halbe Leben oder sichern ein hohes Einkommen! Antworten



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