Basel

Asche belastet Gartenidylle

Wer gerne Gemüse aus dem eigenen Garten isst, kann dies bedenkenlos tun. Doch aufgepasst mit Asche als Dünger, denn sie verseucht den Boden.

Unbedenklich: Das Gemüse darf gegessen werden.

Unbedenklich: Das Gemüse darf gegessen werden.
Bild: Keystone

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Wer als Hobbygärtner mit Asche düngt, der fügt dem Boden Schadstoffe zu. Deshalb starten die Schrebergartenvereine eine Sensibilisierungskampagne. Düngen Sie auch ab und zu mit Asche?

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«Die Belastung der Böden hat kein bedenkliches Ausmass», sagt Manfred Beubler, Leiter Abteilung Gewässerschutz des Amtes für Umwelt und Energie Basel-Stadt. Um herauszufinden, in welcher Qualität sich die meist seit Jahrzehnten benutzten Gartenböden befinden, untersuchten die Umweltämter Basel-Stadt und Basel-Landschaft 100 Erdproben (die BaZ berichtete).

«Wir haben das Schwermetall Blei gefunden und den organischen Schadstoff Polyzyklischer Aromatischer Kohlenwasserstoff, genannt PAK, der durch die Asche in den Boden gelangt.» Trotz der Belastung sieht Beubler keinen Grund, das Gemüse aus dem Garten nicht zu essen: «Unbedenklich, selbst wenn sich jemand ausschliesslich von Erzeugnissen aus dem eigenen Garten ernährt.»

Verseuchte Parzelle

Blei kommt über die Luft in den Boden, es besteht also keine direkte Beeinflussbarkeit. Mit PAK hingegen belasten die Hobbygärtner ihre Böden selber. «Leider glauben viele, Asche sei guter Dünger», sagt Beubler. «Doch sie gehört in den Abfalleimer.»

Was geschehen kann, wenn während Jahrzehnten verbranntes Holz- und Pflanzenmaterial in den Boden eingetragen wird, zeigt eine Gartenparzelle in Allschwil: Sie ist so stark mit PAK verseucht, dass sie saniert werden muss. «Wir werden eine Sensibilisierungskampagne für die Gartenbesitzer starten», sagt Christian Schneider, Präsident des Zentralverbandes der Familiengärtenvereine Basel.

«Viele von uns sind sich nicht bewusst, wie schädlich Asche ist.» Auch die Stadtgärtnerei Basel-Stadt plant, mit einem Merkblatt die Pächter gezielt auf dieses Thema aufmerksam zu machen. Trotzdem ist Christian Schneider über das Studienresultat erfreut. «Ich fürchtete schon, dass wir – wie in Luzern – Gärten wegen zu hoher Schadstoffbelastung im Boden schliessen müssen», sagt er.

In der Region gibt es etwa 8000 Einzelparzellen auf 100 Areale verteilt. (Basler Zeitung)

Erstellt: 20.03.2010, 09:14 Uhr

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