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«Auf einem Lovemobile ist es grandios»
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Als Master of Ceremony und Vocalist wird Annie Jacklin morgen auf dem Tekknotown- Lovemobile zu sehen und zu hören sein. Die 26-jährige Baslerin ist in dieser Funktion bereits das zweite Mal an der Zürcher Street Parade dabei. Dabei ist sie eigentlich gar nicht der Street Parade-Typ: «Wenn ich keinen Auftritt habe, bin ich auch mal gerne zu Hause.»
Massenveranstaltungen mag Annie Jacklin ebenfalls nicht sehr. «An der Street Parade hat es mir viel zu viele Leute. Ich möchte nicht in die Masse. Da bin ich doch froh, dass ich auf einem Lovemobilesein kann. Für mich ist das perfekt», meint sie.
Vom Chor zum Blues-Solo
Annie Jacklin singt, seit sie ein kleines Kind ist. In verschiedenen Chören hat sie sich ihre Gehör- und Gesangsausbildung selber angeeignet. Dann sang sie Jazz, Blues und Funk und war sogar Sängerin bei einer Rockband. Doch schliesslich hat sie ihre Leidenschaft für die Live-Improvisations-Performance entdeckt. Zum Sound des DJs singt sie Coverversionen bekannter Songs oder sie improvisiert aus der Situation heraus spontane Vocals. «Für diesen Moment entsteht ein neuer Song, und für mich ist es ein spezieller Moment.»
Wichtig ist das Zusammenspiel mit dem DJ. «Es muss zu einer Symbiose mit dem DJ kommen. Elektronische Musik braucht Gesang, und so ist diese Kombination eigentlich ideal», sagt Annie Jacklin. Letztlich seien es zwei Menschen, die zusammen Musik machen. Allerdings sind nicht alle DJs flexibel genug, um mit einer Live-Sängerin als Begleitung aufzutreten. «Einige haben Angst, dass ich ihnen die Show stehlen könnte.» Und manche Veranstalter wollen sich nur einen DJ und nicht auch noch die Live-Performance einer Sängerin leisten. «Dabei kann ich die Leute so richtig in Fahrt bringen», betont Annie Jacklin. Mit ihren Auftritten überzeugt sie immer mehr Veranstalter und hat inzwischen auch ihr Fan-Publikum. «Bei mir läuft alles über Mund-Propaganda. Ich muss gar nicht viel machen, sondern werde einfach gebucht.»
Ihr Terminkalender ist inzwischen recht voll. Nach einem Open Air in Deutschland hat sie einen Club-Auftritt in Lausanne, und auch in Basel ist Annie Jacklin regelmässig in Clubs zu hören – etwa in der Bar Rouge, im «Schiff» oder im «Mona Lisa». «Mittlerweilen muss ich mich nicht gross um Bookings kümmern, es kommen immer wieder Anfragen von Veranstaltern, die mich live gehört haben», freut sie sich.
«Diese Resonanz erzeugt Hühnerhaut»
In Basel ist Annie Jacklin nicht nur als Sängerin, sondern auch als Fitnesstrainerin zu erleben. Die diplomierte Gymnastikpädagogin gibt Unterricht in verschiedenen Studios und arbeitet auch als Personal Trainer. Die Fitness kann sie für ihre anstrengenden Klubauftritte gut gebrauchen und natürlich auch für ihren Auftritt morgen auf dem Tekknotown-Lovemobile. Rund vier bis fünf Stunden wird sie da als Master of Ceremony und Sängerin im Einsatz stehen. Als Stress empfindet sie das überhaupt nicht. «Die Party Crowd sieht dich auf dem Wagen und würde dich am liebsten zu sich hinunterziehen. Zum Glück gibt es Bodyguards, die das verhindern. Diese Resonanz erzeugt bei mir Hühnerhaut und gibt mir über Stunden Energie», schwärmt Annie Jacklin. Die Stimmung an der Street Parade hat sie bis jetzt nur positiv erlebt. «Die Leute sind alle gut drauf und das überträgt sich auf den ganzen Anlass.»
Früher seien die Leute extremer angezogen gewesen als in den letzten Jahren. «Heute stimmt es für mich, und die Street Parade auf einem Wagen mitzuerleben, ist sowieso sehr speziell und grandios. Deshalb freue ich mich wieder riesig auf die Street Parade.» (Basler Zeitung)
Erstellt: 10.08.2012, 11:22 Uhr
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