Aufregung um Flusspferd-Baby Farasi

Von Dani Winter. Aktualisiert am 26.11.2008 18 Kommentare

Das Flusspferd-Baby Farasi braucht ein neues Zuhause, sonst droht ihm die Schlachtbank. Obwohl Farasis Schicksals keineswegs besiegelt ist, wollen bereits Tausende den kleinen Bullen retten.

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Aufregung um Farasi: Am Sonntag berichtete der «Sonntagsblick», dass der kleine Flusspferd-Bulle geschlachtet werden soll, wenn sich kein neuer Platz für ihn findet. Tags darauf zog «20 Minuten» nach: «'Happy Hippo' droht als Tiger- und Krokodilfutter zu enden.» Heute kam Farasi sogar im Magazin «Sam» des deutschen Privatsenders Pro7.

Der Hintergrund: Weil es in Basel nur Platz für ein Nilpferd-Pärchen und ein Junges gibt, muss Farasi einen neuen Platz finden. Das ist schwierig, denn der Bedarf an Flusspferd-Bullen ist klein. Und falls kein Platz gefunden wird, ist Farasis Schicksal tatsächlich besiegelt. Doch bis Farasis Todesurteil gefällt wird, bleibt noch einige Zeit.

Fremdplatzierung oder Schlachtbank

«Solange Farasi gesäugt wird, bleibt er auf jeden Fall bei seiner Mutter», sagt Zolli-Sprecherin Tanja Dietrich. Das ist während der ersten acht Lebensmonate der Fall. Ergibt sich dann eine Platzierungsmöglichkeit, würde der Basler Zoo Farasi abgeben. Gibt es keinen Platz, werde situativ entschieden.

Das Vorgehen hänge von vielen Faktoren ab, etwa, ob neuer Nachwuchs erwartet wird und wie sich die Tiere untereinander verhalten. Selbst zwei Jungtiere könnten vorübergehend gleichzeitig gehalten werden, wenn sich die Gruppe versteht. Dietrich räumt durchaus ein, dass das Schlachten überzähliger Zootiere ein üblicher Vorgang ist. «Allerdings wird bei einem Geisslein nie so ein Theater gemacht.»

«Rettet Farasi!»

Von den Fakten lassen sich die Farasi-Anhänger indes kaum beeindrucken. Die Tierfreunde solidarisierten sich umgehend mit dem kleinen Flusspferd. Auf Facebook wurde eine Gruppe gegründet, die Farasi retten will. Am Dienstag Abend hatte die Gruppe noch etwa 700 Mitglieder, am Mittwoch, um 14 Uhr, waren es bereits über 2500. Die Tierschutzorganisation Peta fordert mittlerweile gar die Auswilderung des Flusspferd-Babys.

Für Zolli-Sprecherin Tanja Dietrich ist die Aufregung nichts Neues. «Bei bestimmten Tierarten erleben wir das immer wieder.» Der Zolli bemühe sich um eine offene Kommunikation und versuche, seinen Besuchern die Problematik zu erklären. «Ansonsten können wir nicht viel mehr machen, als die Aufregung auszusitzen.» (baz.ch/Newsnet)

Erstellt: 26.11.2008, 15:51 Uhr

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18 Kommentare

Thomas Meister

26.11.2008, 16:21 Uhr
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Es ist mit sehr vielen Zoo-Tieren so, dass sie zwar reproduzieren dürfen, damit der "Jööööö-Effekt" bei den Zuschauern stimmt. Aber dann werden die Jungtiere "entsorgt", da viele Zoos ähnliche Tiere züchten, ist der Bedarf an Nachschub meist eher dürftig. Antworten


Rita H. Dubois

26.11.2008, 18:27 Uhr
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Wie wärs, wenn Zoos sich endlich für eine Geburtenkontrolle entschliessen könnten, statt regelmässig Jungtiere als Publikumsmagneten zu züchten, um sie dann zu töten, weil für erwachsene Tiere zu wenig Platz ist. Zoobesucher sollten statt "Jö wie härzig" zu rufen, sich fragen was mit den vielen Jungtieren geschieht. Raubtierfutter! Antworten



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