Basel

Auslandbasler können elektronisch abstimmen - in Genf

Auslandschweizer mit Basler Wurzeln können am 29. November erstmals elektronisch abstimmen. Für diese Stimmabgabe stellt der Kanton Genf den Baslern sein e-Voting-System zur Verfügung.

Abstimmen am Computer: Für Auslandbasler bald möglich.

Abstimmen am Computer: Für Auslandbasler bald möglich. (Bild: Keystone)

Etwas gesehen, etwas geschehen?

Leser-Reporter

Haben Sie etwas Aussergewöhnliches gesehen, fotografiert oder gefilmt? Ist Ihnen etwas bekannt, das die Leserinnen und Leser von baz.ch/Newsnet wissen sollten? Senden Sie uns Ihr Bild, Ihr Video, Ihre Information per MMS an 4488 (CHF 0.70 pro MMS).
Die Publikation eines exklusiven Leserreporter-Inhalts mit hohem Nachrichtenwert honoriert die Redaktion mit 50 Franken. Mehr...

Der Bund hat den Baslern und Genfern grünes Licht gegeben. Das e-Voting darf als Test durchgeführt werden. Eine entsprechende Vereinbarung ist am Montag in Bern unterzeichnet worden. Das schon mehrmals erprobte e-Voting-System des Kantons Genf benötige für die Bedürfnisse des Kantons Basel-Stadt nur geringfügige Anpassungen, heisst es in einer Mitteilung vom Montag.

Vorbild für andere Kantone

Die Basler Regierung muss während der rund zweijährigen Testphase vor jeder Abstimmung entscheiden, ob sie die elektronische Stimmabgabe gewähren will. Für die Nutzung des Genfer Systems bezahlen die Basler nur die Mehrkosten, nicht aber die Entwicklungskosten. Basel-Stadt ist der erste Kanton, der e-Voting mit dem System eines anderen Kantones zulässt. Die Übereinkunft zwischen Basel-Stadt und Genf solle Vorbildcharakter für weitere Kantone haben, teilte die Bundeskanzlei mit.

Der Kanton Genf hatte mit finanzieller Beteiligung des Bundes ein Internet-Abstimmungs-System entwickelt, das bei eidgenössischen, kantonalen und kommunalen Abstimmungen eingesetzt werden kann. Jede einzelne Abstimmung mit e-Voting muss vom Bund genehmigt werden. Basler Auslandschweizer sind nur bei eidgenössischen Vorlagen stimmberechtigt.

Für den Testbetrieb musste die Basler Regierung eine kantonale Verordnung erlassen. Sollte der Versuch erfolgreich sein, kann die Regierung darüber entscheiden, ob «diese Lösung auch den im Kanton wohnhaften Stimmberechtigten angeboten wird», heisst es in der Mitteilung weiter. (ds/sda/)

Erstellt: 15.06.2009, 16:32 Uhr

WRITE A COMMENT







 Ausland



Verbleibende Anzahl Zeichen:

Mit dem Absenden des Kommentars erklärt sich der Leser mit nachfolgenden Bedingungen einverstanden: Die Redaktion behält sich vor, Kommentare nicht zu publizieren. Dies gilt insbesondere für ehrverletzende, rassistische, unsachliche, themenfremde Kommentare oder solche in Mundart oder Fremdsprachen. Kommentare mit Fantasienamen oder mit ganz offensichtlich falschen Namen werden ebenfalls nicht veröffentlicht. Über die Entscheide der Redaktion wird keine Korrespondenz geführt. Telefonische Auskünfte werden keine erteilt. Ihr Kommentar kann auch auf Google und anderen Suchseiten gefunden werden.

12 Kommentare

Heinz Moll

16.06.2009, 13:00 Uhr
Melden

Der baz-Bericht ist ungenau. Am Versuch mit e-Voting können nicht sämtliche Auslandschweizer rund um den Globus teilnehmen. Er ist beschränkt auf die EU-Länder sowie die sogenannten Wassenaar-Staaten Argentinien, Australien, Japan, Kanada, Kroatien, Neuseeland, Norwegen, Russland, Südafrika, Südkorea, Türkei, Ukraine und USA. Von ihnen nimmt man an, dass das Fernmeldegeheimnis gewährleistet ist. Antworten


Urs Engler

16.06.2009, 08:52 Uhr
Melden

Auch beim Basler Couvertsystem lässt sich leicht betrügen, aber kaum im grossen Stil. Bei "e-voting" ist das anders und es fehlt letztlich die Möglichkeit die abgegebenen Stimmen konkret zu überprüfen. Es kann so die Legitimationswirkung verloren gehen, die wesentlich von der Nachvollziehbarkeit des Verfahrens abhängt. Diese muss den Interessen von Stimmberechtigten in Übersee etc. vorgehen. Antworten


Andreas Petitjean

16.06.2009, 03:01 Uhr
Melden

Ich warte schon seit einiger Zeit aufs E-voting. In Südamerika bekomme ich jeweis die Unterlagen eine Woche vor dem Einsendetermin. Auch wenn ich umgehend antworten würde, käme der Stimmzettel zu spät an. Antworten


Beat Wanner

16.06.2009, 02:47 Uhr
Melden

Wie funktioniert's und wo kann man sich anmelden? Ich bin ein Expat und wuerde gerne daran teilnehmen! Antworten


Peter Luterbacher

16.06.2009, 01:34 Uhr
Melden

@Markus Neuhaus,ich bin froh,kein niemand zu sein.Denn ich warte schon lange auf diese moeglichkeit meine rechte wahrnehmen zu koennen.es ist fuer uns auslandschweizer,die wir nicht eine geringe gruppe sind,einfacher an den abstimmungen und wahlen teilzunehmen.da wir oft im ausland mit der postzustellung probleme haben und unser couvert dann verspaetet ankommt. gruss aus bras peter Antworten


Hanspeter Bruhin

16.06.2009, 00:49 Uhr
Melden

e-Voting öffnet dem Wahlbetrug Tür und Tor. Antworten


Adrian Brügger

16.06.2009, 00:40 Uhr
Melden

@Markus Neuhaus: Ich finde es befremdend und durchaus undemokratisch, dass Sie als einzelner über die Bedürfnisse des ganzen Schweizer Volkes urteilen. Als Auslandschweizer begrüsse diese Neuerung mit offenen Armen. Versuchen Sie mal Abstimmungsmaterial per Post durch ein Entwicklungsland zu senden. Da wirds dann echt kriminell! Auch die Post ist nicht gegen alle formen der Manipulation geschützt. Antworten


eugen bissegger

15.06.2009, 19:41 Uhr
Melden

E-Voting, da könnte esja so richtig kriminell werden, ( Betonung auf könnte! ) denke ich. Wer ein wenig etwas von Datenbankentwicklung und deren Möglichkeiten versteht, dem wird übel, denke ich auch... Redundanzen heissen dann die verschwundenen Datensätze. Antworten


Oskar Solbein

15.06.2009, 19:39 Uhr
Melden

Nur wenn die Software Open Source ist, denn abstimmungen müssen überprüfbar sein. Antworten


Leo Carena

15.06.2009, 17:58 Uhr
Melden

@Markus Neuhaus Nur weil etwas neu ist, ist es nicht automatisch schlecht, und schon gar nicht "eurohörig". Ich bin zuversichtlich, dass das System funktioniert und gegen Manipulationen, wie von Ihnen befürchtet, hinreichend geschützt sein wird. Auch die direkte Demokratie muss mit der Zeit gehen. Deshalb: grünes Licht für die erste elektronische Abstimmung. Ich bin dabei. Antworten


Markus Neuhaus

15.06.2009, 16:42 Uhr
Melden

Niemand will ein E-Voting. Die Fälschungsversuchungen sind zu gross. Wir haben schon jetzt Verwaltungen welche zu meinen wissen, was für den (Urbevölkerungs-)Souverän gut sei, welche mit sog. Sachzwängen Situationen erst erschaffen und Grundsatzentscheide prinzipiell ausblenden. Diesem eurohörigen Technokratengesimms muss ernsthaft ein Riegel geschoben werden. Die Gesellschaft polarisiert. Antworten


Markus Neuhaus

15.06.2009, 16:42 Uhr
Melden

Niemand will ein E-Voting. Die Fälschungsversuchungen sind zu gross. Wir haben schon jetzt Verwaltungen welche zu meinen wissen, was für den (Urbevölkerungs-)Souverän gut sei, welche mit sog. Sachzwängen Situationen erst erschaffen und Grundsatzentscheide prinzipiell ausblenden. Diesem eurohörigen Technokratengesimms muss ernsthaft ein Riegel geschoben werden. Die Gesellschaft polarisiert. Antworten



Basel

Populär auf Facebook Privatsphäre

Verzeichnis

Werbung