Basel

Autofreie Mittlere Brücke soll vors Volk

Von Patrick Künzle, Patrick Marcolli. Aktualisiert am 28.02.2011 23 Kommentare

Die Kleinbasler Gewerbetreibenden wehren sich gegen das neue Verkehrsregime, das der Grosse Rat beschlossen hat.

Bild: Keystone

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Die Mittlere Brücke soll für den motorisierten Individualverkehr gesperrt werden. Dagegen regt sich Kritik. Ist dieser Widerstand berechtigt?

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Es regt sich Widerstand gegen die Sperrung der Mittleren Brücke für den Autoverkehr. Der Vorstand der IG Kleinbasel, einer Vereinigung von Gewerbetreibenden, befürwortet die Lancierung einer entsprechenden Volksinitiative. Ein definitiver Entscheid sei jedoch noch nicht gefallen, betont IG-Präsident Peter Winiker. Zunächst – so Winiker – müssten noch die Mitglieder befragt werden. Zudem sei man auf der Suche nach Verbündeten, die das Volksbegehren unterstützten. Die IG Kleinbasel denkt dabei an Parteien, den Gewerbeverband oder an die Verkehrsverbände TCS und ACS.

Die Sperrung der Mittleren Brücke ist Teil des neuen Basler Verkehrsregimes, das der Grosse Rat im Januar beschlossen hat. 100'000 Franken bewilligte das Parlament für die sogenannte «Erweiterung Kleinbasel», die Baudirektor Hans-Peter Wessels (SP) bewusst nicht an den Kredit für das Verkehrsregime in Grossbasel geknüpft hat. Gegen diesen Beschluss konnte kein Referendum ergriffen werden – dafür war der gesprochene Betrag zu klein. «Somit bleibt uns als einziges Mittel die Volksinitiative», sagt Winiker.

Chaotische Zustände

Die Mittlere Brücke sei für die Gewerbetreibenden in Kleinbasel und ihre Kunden eine wichtige Verbindungsstrasse ins Grossbasel, begründet Winiker den Widerstand gegen die Sperrung. Sorgen macht sich die IG Kleinbasel zudem, dass die Anlieferung für Gewerbebetriebe schwierig werde, falls sie in autofreien Strassen nur – wie etwa in der Freien Strasse – zwischen 6 bis 11 Uhr erfolgen dürfe. In der engen Greifengasse beispielsweise könnte dies zu chaotischen Zuständen führen.

Ebenfalls auf harsche Kritik stösst das Verkehrskonzept beim Kulturveranstalter und alt SP-Grossrat Tino Krattiger. Im Interview mit der BaZ beklagt er generell die Verkehrs- und Stadtplanung der Behörden. Verbote, so Krattiger, würden oft als Konzepte verkauft. Für die Sperrung der Mittleren Brücke könne er sich nicht begeistern und die – seiner Ansicht nach – schikanöse Verkehrsführung in der Innenstadt ärgere ihn. (Basler Zeitung)

Erstellt: 28.02.2011, 07:10 Uhr

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23 Kommentare

rene huber

28.02.2011, 14:47 Uhr
Melden 2 Empfehlung

Wenn wir in Basel etwas zum Besseren ändern wollen, dann müssen wir abstimmen gehen. Und zwar immer das Gegenteil, was uns die Regierung schmackhaft machen will. Dann wird's besser. Antworten


Andreas Bächle

28.02.2011, 08:52 Uhr
Melden

In allen grossen Städten mit Fussgängerzonen leidet das Gewerbe! Die Geschäfte müssen für die Kundschaft gut und bequem erreichbar sein, sonst gehen die Kunden verloren und damit auch wichtige Steuereinnahmen! Mit diesen Steuereinnahmen, werden Löhne von vielen Grossräten bezahlt! Von diesen Steuereinnahmen, werden viele soziale und kulturrelle Projekte finanziert! Antworten



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