Bahnhof SBB: Regierung für Neunutzung

Mehr Läden, mehr Gastronomie: Die Regierung hat einen Bebauungsplan samt Umzonungen am Bahnhof SBB verabschiedet. Eine Einsprache des VCS, der auf Verbesserungen für Velofahrer pocht, soll abgewiesen werden.

«Mehr Verkauf, mehr Gastronomie» - die «Rail City» im SBB-Bahnhof soll wachsen.

«Mehr Verkauf, mehr Gastronomie» - die «Rail City» im SBB-Bahnhof soll wachsen. (Bild: Keystone)

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Die Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP) habe nur geringe Effekte aufgezeigt; diese sind laut Regierung umweltrechtlich zulässig. Von vier Einsprachen wurden die drei von Quartierverbänden als nicht legitimiert klassiert, weil deren Gesamtmitgliedschaft zu wenig Direktbetroffene umfasst. Die Anliegen wurden aber als Anregung aufgenommen.

Die vierte Einsprache soll abgewiesen werden, wie im Bau- und Verkehrsdepartement (BVD) auf Anfrage zu erfahren war. Diese stamme von dem bei UVP-pflichtigen Projekten einspracheberechtigten VCS, der auf eine bessere Erschliessung etwa für Velos poche.

Gegenüber der Planauflage wurde laut dem BVD nichts Wesentliches verändert. Einzig mögliche Störfälle auf dem Güter-Gleis mussten noch berücksichtigt werden.

Mehr Verkauf, mehr Gastronomie

Die Stossrichtung der Entwicklung im Bahnhof - den die SBB selber als «Rail City» bezeichnen - fasst die Regierung in ihrem Communiqué vom Dienstag mit «mehr Verkauf, mehr Gastronomie» zusammen. Die «eigentliche Bahnnutzung des Hauptgebäudes tritt in den Hintergrund».

Die aktuelle Rechtslage erfordere für Läden und Beizen jeweils begrenzte Ausnahmen. Jetzt sei eine umfassende planungsrechtliche Neuregelung fällig. Der in weiten Teilen denkmalgeschützte Bahnhof soll dabei in die Schutzzone kommen.

Im Planer-Visier sind insbesondere das Hauptgebäude und das Dienstgebäude Ost, die heute zum Bahnareal zählen. Dieses untersteht dem Bund nach Eisenbahnrecht. Der Bebauungsplan weist beide Gebäude auch einer kantonalen Nutzungszone zu. (dw/sda/)

Erstellt: 13.10.2009, 11:48 Uhr

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8 Kommentare

Lisa Schmid

13.10.2009, 19:10 Uhr
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Die Herren sollen sich doch bitte mal eine Scheibe von dem niederländischen Bahnhof "Utrecht" abschneiden. Antworten


Manuel Braun

13.10.2009, 16:06 Uhr
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Lasst uns doch noch wenigstens im Bahnhof rauchen (nur auf den luftigen Perrons, Passarelle ist egal), wenn man schon im Zug nicht mehr darf! Antworten


Manuel Braun

13.10.2009, 16:04 Uhr
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Jeder der englischer Muttersprache ist, lacht sich über den Begriff "RailCity" sowie kaputt. Und das heute alles mit einem Einkaufszentrum kombiniert sein muss. Stadion, Bahnhof ... Gibt es noch etwas was neu gebaut wird ohne ein Einkaufszentrum? Einen ganz einfachen Verbesserungsvorschlag wüsste ich aber: An jeder Rolltreppe ein _riesengrosses_ Schild aufstellen "Rechts stehen - LINKS GEHEN"! Antworten


rudi haab

13.10.2009, 15:41 Uhr
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@przewrocki: Sie sind sicher jemand der schon zu Husten anfängt wenn er eine Zigi sieht. Sie müssen demnach ein schweres Leben haben bei all den unsichtbaren Giftstoffen in der Luft, Autoabgase, Eisenstaub bei der Bahn usw. @Ronnie König: der Nächste Schritt ist die Züge werden in Zukunft aus Platzmangel wo anders stehen :) Antworten


Tim Thommen

13.10.2009, 14:05 Uhr
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Wär's nicht günstiger einfach Geleise zum Stücki zu legen? Antworten


Ronnie König

13.10.2009, 13:08 Uhr
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Also die bekannten Probleme mit der Passerelle sollen bestehen bleiben zu Gunsten von Shopping und Gastronomie. Toll, man will also keine Bahnreisenden, sondern Shoppingtouristen. Hat man dafür nicht das Stücki und bald Erlenmatt? Will die SBB ihr Metier wechseln, wie einst Warteck? Antworten


michael przewrocki

13.10.2009, 12:55 Uhr
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das schlimmste ist dass nach wie vor nikotinverseuchte luft erduldet werden muss. wo ist das gesundheitsamt? andere länder sind bereits weitsichtig. andernorts im kanton geht es auch, im schwach benutzten freiluftbahnhof riehen.... Antworten


Thomas Diggelmann

13.10.2009, 12:04 Uhr
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Was wir Zugfahrer (und für die ist ja ein Bahnhof wohl in erster Linie da) sind bessere Lösungen für Zu- unb Abgänge der Passerelle und nicht mehr Gastronomie und Verkaufsflächen. Doch damit ist ja kein Geld zu verdienen und entsprechend lahm wir das Problem politisch behandelt. Antworten



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