Basel

Basel macht jährlich 25 Millionen Steuerverlust

Von Lukas Bertschmann. Aktualisiert am 28.03.2012 12 Kommentare

Ende März läuft die Abgabefrist der Steuererklärung ab. Gegen 7000 Personen im Kanton Basel-Stadt werden ihre Zahlen auch bis Ende Jahr nicht abgegeben haben.

Alle Jahre wieder: Das Ausfüllen der Steuererklärung wird meist nicht als Highlight empfunden.

Alle Jahre wieder: Das Ausfüllen der Steuererklärung wird meist nicht als Highlight empfunden.
Bild: Lukas Bertschmann

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Haben Sie es bereits hinter sich gebracht? Oder sandten Sie die Fristverlängerungskarte ein? Wenn nicht, bleibt nicht mehr viel Zeit, bis Ende Monat die Abgabefrist der Steuererklärung abläuft – falls die kostenlose Verlängerung bis Ende September nicht beantragt wurde. Jährlich werden zwischen 6000 und 7000 Steuerpflichtige von der Steuerbehörde eingeschätzt, weil sie keine Steuererklärung eingereichen. «Wir verhängen zwar keine Sanktionen. Doch es ist klar, dass wir bei diesen Personen nicht die vorteilhaftetste Einschätzung vornehmen», sagt der stellvertretende Leiter der Basler Steuerverwaltung Christian Mathez.

Nach seinen Angaben haben bereits rund ein Drittel der 120'000 Steuerpflichtigen ihre Steuererklärung abgegeben. Laut Erfahrungswerten werden es bis Ende Mai 55 Prozent sein, bis Ende Jahr etwa 95. «Wir sind froh, dass durch die Verlängerungsmöglichkeit bis Ende September sich die Arbeit bei uns etwas verteilt», meint er weiter. Denn die rund 70 Mitarbeiter der Steuerverwaltung nehmen die Unterlagen aller Steuerpflichtigen in die Hand und speisen die Zahlen elektronisch ins System ein.

Obwohl es seit rund zehn Jahren möglich ist, die Steuererklärung am Computer auszufüllen, musste bisher zum Schluss alles ausgedruckt werden. Rund 60 Prozent der Steuerpflichtigen nutzen laut Mathez die Software «BalTax».

Dieses Jahr ist es nun zum ersten Mal möglich, seine erfassten Daten der Steuerverwaltung auch elektronisch zu übermitteln – für eine Unterschriftenkarte und für die Beilagen wie etwa den Lohnausweis wird es aber auch dieses Jahr noch nötig sein, einen Brief zu versenden. «Wir werden wohl noch lange nicht ganz aufs Papier verzichten können», sagt Mathez.

Rückläufige Steuerverluste

400 Millionen Franken sind als Steuer-Vorauszahlungen bis zum Jahresende 2011 bereits eingegangen. Doch auf dem Weg zu den 1,75 Milliarden Franken Steuereinnahmen von Privaten entgeht dem Basler Fiskus aber auch immer viel Geld. So musste der Kanton letztes Jahr gegen 25 Millionen Franken abschreiben – über diese Summe stellte die Steuerverwaltung Verlustscheine aus.

Doch diese 25 Millionen Verlustsumme vermag Mathez nicht allzu sehr zu beunruhigen: Seit der Erhöhung des Existenzminimums auf die Steuerperiode 2008 hin sind die Steuerausfälle markant um rund 20 Prozent zurückgegangen. «Durch die Erhöhung der steuerfreien Limite sind viele Leute entlastet worden, die vorher mit der Bezahlung ihrer Steuern Schwierigkeiten hatten», erklärt Mathez.

Auch die Steuererlass-Summe ist rückläufig: 3500 Personen im Kanton wurden 2010 die Steuern erlassen, was einer Summe von rund 9 Millionen Franken entspricht. «Das waren Härtefälle, denen wir die Steuern erlassen mussten», so Mathez. (baz.ch/Newsnet)

Erstellt: 28.03.2012, 10:08 Uhr

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12 Kommentare

Guido Graf

28.03.2012, 11:59 Uhr
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Beim Steuerzahlen läuft's wie beim Zahlen der Krankenkasse-Prämien. Es gibt Sozialschma-rotzer, die nichts zahlen wollen, aber vom Staat und der Krankenkasse das volle Programm zum Nulltarif verlangen - und leider auch bekommen. Die Dummen sind - wie beim Laden-diebstahl, Schwarzfahren u.v.a. die Zahlenden und Ehrlichen. In Basel wird dieses Fehlver-halten durch die Linken noch gefördert. Antworten


walter bossert

28.03.2012, 12:36 Uhr
Melden 11 Empfehlung 0

Ich habe auch schon mit einer grösseren Ueberzeugung die Steuern bezahlt als heute!Wenn man sehen muss wie die Steuergelder Personen nur so nach geworfen werden obwohl sie auf verlogene und illegale Art sich in unsere Systeme einschleichen, könnte einem übel werden.Dazu kommen gigantische Investitionen welche nur notwendig werden, weil die Einwanderung keine Grenzen mehr hat. Antworten



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