Basel

Baselland erhöht Theatersubvention

Aktualisiert am 24.03.2010 2 Kommentare

Die Regierungen der beiden Basel haben ihren Parlamenten die Vorlagen zur künftigen Subventionierung des Theaters Basel vorgelegt.

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Baselland soll 2011 bis 2015 die insgesamt 17 Millionen Franken in ansteigenden Jahrestranchen als neue Grundsubvention zahlen. Weitergeführt würden gleichzeitig die bisherigen Leistungen aus dem Kulturvertrag der beiden Basel von jährlich 4 Millionen Franken, wie in der am Mittwoch publizierten Baselbieter Vorlage festgehalten wird.

Die Baselbieter Beiträge ans Theater würden sich so für die vier Jahre auf 33 Millionen verdoppeln. Sehr viel mehr zahlt weiterhin Basel-Stadt, das die Baselbieter Gelder nicht verrechnet, sondern seine Grundsubvention um 1 Prozent auf 120,7 Millionen Franken erhöht und samt Orchester, Pensionskassensanierung und Gebäudekosten 189,2 Millionen aufwendet.

Vorgesehen ist eine neue Subventionsvereinbarung, die auch die Mitbestimmungsrechte des Kantons Baselland regelt: Diese sollen denen von Basel-Stadt wie auch bisheriger Praxis entsprechen und die Vertretung im Verwaltungsrat der Theatergenossenschaft sowie Regelungen zu Information, Controlling und Reserven umfassen.

Partnerschaft auch in der Kultur

Die neue Subventionierung solle dem Theater die Fortführung des Dreispartenbetriebs und einen qualitativen Ausbau erlauben, teilten die beiden Kantone mit. Zudem soll die Kooperation der beiden Basel damit über Bildung, Gesundheit und Verkehr hinaus auf die Kultur ausgedehnt werden, heisst es in der Baselbieter Vorlage.

Die Eckwerte der jetzigen Vorlage hatten der Baselbieter Bildungsdirektor Urs Wüthrich und der baselstädtische Regierungspräsident Guy Morin schon im Juni 2009 präsentiert. Zuvor waren die Regierungen in ihren Partnerschaftsverhandlungen überein gekommen, die Kulturkooperation in den nächsten Jahren aufs Theater zu fokussieren.

Grund ist, dass das Theater - anders als andere Kulturinstitutionen - eine «markante und vielschichtige Nutzung durch das Publikum aus dem Baselbiet» aufweist, wie eine Nutzungsanalyse ergeben hatte. Es habe damit überregionale und zentralörtliche Bedeutung. Publikum strömt laut den Angaben namentlich aus dem Unterbaselbiet ins Theater.

Im Baselbiet riefen Kulturvorlagen in den letzten Jahren allerdings immer wieder Opposition des rechten Lagers hervor. So wies der Landrat zuletzt einen Entwurf für ein Kulturgesetz an die Regierung zurück und verlangte ein Leitbild, das ländliche von städtischer Kultur abgrenzt. Über die Theatersubvention muss möglicherweise das Volk entscheiden.

Lesen Sie mehr zu diesem Thema am Donnerstag in der Basler Zeitung. (amu/sda)

Erstellt: 24.03.2010, 16:37 Uhr

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2 Kommentare

Rudolf Keller

24.03.2010, 23:01 Uhr
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Dem Kanton fehlt das Geld an allen Ecken und Enden. In meinem Umfeld wurden Leute arbeitslos. Unsere Löhne stagnieren. In dieser Situation will die Baselbieter Regierung die Beiträge an Basler Stadttheater verdoppeln. Da haben einige Regierungsratsmitglieder die Proportionen aus den Augen verloren. Dieses dreiste Vorhaben muss man wohl mit dem Referendum stoppen! e.Nationalrat Rudolf Keller Antworten


Abdul R. Furrer

25.03.2010, 18:40 Uhr
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Jahr für Jahr 55 Millionen für ein Theater, das reiner Selbstzweck ist, dieser Wahnsinn muss endlich gestoppt werden. "Kultur" aller Art muss endlich privatisiert werden und gemäss dem Verursacherprinzip finanziert werden. Und ganz generell ist der grassierenden Subventionitis in allen Bereichen der Kampf anzusagen. Antworten



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