Basel

Basler Opferschutz muss verbessert werden

Aktualisiert am 31.10.2012 13 Kommentare

Erstmals sind im Kanton Basel-Stadt Daten zur häuslichen Gewalt zusammengeführt und ausgewertet worden. Vor allem indirekt betroffenen Kindern soll vermehrt geholfen werden.

40 Prozent aller angezeigten Gewaltdelikte entfallen auf häusliche Gewalt. Symbolbild: Keystone.

40 Prozent aller angezeigten Gewaltdelikte entfallen auf häusliche Gewalt. Symbolbild: Keystone.

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Im letzten Jahr haben die angezeigten einschlägigen Straftaten im Vergleich zum Vorjahr um 16 Prozent zugenommen. Meistens ging die Gewalt von Männern aus. Bei den relevanten angezeigten Gewaltdelikten entfielen 2011 im Stadtkanton 40 Prozent auf häusliche Gewalt; das war minimal höher als im schweizerischen Durchschnitt (39 Prozent).

Die meisten der angezeigten Straftaten waren Tätlichkeiten oder Drohungen, wie dem am Mittwoch veröffentlichen Bericht «Monitoring Häusliche Gewalt» des Justiz- und Polizeidepartements zu entnehmen ist. Detaillierter untersucht wurden 306 Polizeieinsätze, die zwischen September 2011 und August 2012 wegen häuslicher Gewalt getätigt werden mussten. Demnach intervenierte die Polizei in 118 Fällen wiederholt in den gleichen Familien. Dabei wurden 40 gewaltausübende Männer und eine Frau aus der Wohnung entfernt.

Grossteil der Verfahren eingestellt

Bei 52 Prozent der Polizeieinsätze waren – ingesamt 245 – Kinder anwesend, heisst es im Bericht weiter. 59 Prozent der gewaltausübenden Personen und 54 Prozent der Opfer waren ausländischer Herkunft. Die Staatsanwaltschaft musste 80 Prozent der eingeleiteten Verfahren einstellen. In den meisten Fällen kam der Antrag dazu von der von Gewalt betroffenen Person. Der direkte Opferschutz weise Lücken auf, heisst es im Bericht. Eine grosse Herausforderung stellten die Kinder und Jugendlichen dar, in deren Familie häusliche Gewalt auftrete. Diese erhielten bisher ungenügend Schutz und Unterstützung. Ein niederschwelliger Zugang zu altersgerechten Angeboten sei notwendig. (glw/sda)

Erstellt: 31.10.2012, 14:29 Uhr

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13 Kommentare

Guido F. Graf

31.10.2012, 16:52 Uhr
Melden 33 Empfehlung 4

Wie z.B. im Kanton BE sollte man auch in BS eine Strafanzeige wegen häusl. Gewalt nicht wieder zurückziehen können. Dies geschieht am meisten durch ausländ. Opfer, die unter Druck gesetzt werden! Die Kosten für diesen admin. Aufwand und Leerlauf bezahlt der Steuer-zahlende! Wer wegen häusl. Gewalt straffällig wird, gehört verurteilt, bestaft und - falls Nicht-schweizer - ausgeschafft! Hopp Basel! Antworten


Hans Zimmermann

31.10.2012, 16:10 Uhr
Melden 36 Empfehlung 11

"59 Prozent der gewaltausübenden Personen und 54 Prozent der Opfer waren ausländischer Herkunft." - Warum nimmt man da nicht ein Symbolbild mit - nun ja - "ausländischen" Personen? Oder ist das ein skandinavisches Paar? Oder hat man Angst vor dem Presserat (s. Weltwoche)? Antworten



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