Basler Regierung lanciert Krisenmassnahmen auf Arbeitsmarkt

Aktualisiert am 01.07.2009 2 Kommentare

Die Basler Regierung lanciert die dritte Stufe des kantonalen Konjunkturpakets gegen die Krise. Abgefedert werden sollen damit die Krisenfolgen auf dem Arbeitsmarkt, vor allem die Jugendarbeitslosigkeit.

In der zweiten Jahreshälfte ist mit einem deutlichen Anstieg der Arbeitslosenzahlen zu rechnen.

In der zweiten Jahreshälfte ist mit einem deutlichen Anstieg der Arbeitslosenzahlen zu rechnen.
Bild: Keystone

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Grundlage der dritten Stufe des Konjunkturpakets ist ein erneuter Bericht der Interdepartementalen Arbeitsgruppe Konjunkturstützung, von dem die Regierung am Dienstag Kenntnis nahm. Sie geht von einem deutlichen Anstieg der Arbeitslosenzahlen in der zweiten Jahreshälfte aus, wie es in einer Mitteilung heisst.

Kurzarbeit und Überstundenabbau, die derzeit noch den Arbeitsmarkt stützen, würden teils ablaufen. Dazu kämen Lehrabgänger und -abgängerinnen, und im Herbst gebe es auch saisonale Effekte. Hatten die Stufen I und II des Konjunkturpakets noch die Stabilisierung der Wirtschaft zum Ziel, ziele dies nun auf die Abfederung der Krisenfolgen.

Reihe von Massnahmen

Im Einzelnen umfasst die Stufe III Motivationssemester für Schulabgänger und -abgängerinnen, Ausbildungszuschüsse für Berufsbildungen bis zu drei Jahren oder die Weiterbeschäftigung junger Erwachsener nach dem Lehrabschluss. Auch drei- und sechsmonatige Praktika nach dem Lehrabschluss zählen dazu.

Weitere Massnahmen sind Einarbeitungszuschüsse für bis zu zwölf Monate, vorübergehende Beschäftigungen und Beschäftigungen vor der Pensionierung. Geprüft werden auch Konzepte für Sozialfirmen und Weiterbildungsgutscheine. Der Schwerpunkt des Massnahmenkatalogs liege in der Bekämpfung der Jugendarbeitslosigkeit.

Deren Entwicklung sei in Basel-Stadt seit 2005 erfreulich verlaufen, nicht zuletzt, da der Kanton ein ganzheitliches Konzept zur Verhinderung und Bekämpfung der Jugendarbeitslosigkeit habe. Die Regierungsrätliche Delegation Jugendarbeitslosigkeit will aber nach den Sommerferien, gestützt auf neue Daten, allenfalls weitere Massnahmen prüfen.

Bisheriges nach Plan

»Nach Plan» verläuft die Umsetzung der Stufen I und II des kantonalen Konjunkturpakets, wie in der Mitteilung weiter festgehalten wird. Der neue, zweite Bericht der Arbeitsgruppe dokumentiere den Stand der Dinge. In ihrem ersten Bericht hatte die Arbeitsgruppe im März der Regierung das stufenweise Vorgehen vorgeschlagen. (amu/sda)

Erstellt: 01.07.2009, 10:03 Uhr

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2 Kommentare

Ronnie König

30.06.2009, 17:40 Uhr
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Wenn das nur nicht einfach Schönheitskosmetik ist! Ich frage mich was passiert, wenn die Konjuktur wieder anzieht. Dann verliert der Jugendliche oder Arbeitslose resp. die Firma die Zuschüsse und wird denjenigen dann entlassen um aus dem Ausland einen höher Qualifizierten einzustellen. Sieht die Realität nicht letztlich so aus? Antworten


Sibylle Weiss

01.07.2009, 13:44 Uhr
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Und vor allem sind es nicht NUR Junge, die arbeitslos sind.Die anderen (Ende 40, anfangs 50 auch arbeitlos und wenn möglich noch schulpflichtige Kinder) werden wohlweisslich VERGESSEN! Antworten



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