Basel
Basler Sprayer-Legende Sigi von Koeding gestorben
Aktualisiert am 08.03.2010 19 Kommentare
Sigi von Koeding im Juli 2000. (Bild: Peter Armbruster)
Etwas gesehen, etwas geschehen?
Haben Sie etwas Aussergewöhnliches gesehen, fotografiert oder gefilmt? Ist Ihnen etwas bekannt, das die Leserinnen und Leser von baz.ch/Newsnet wissen sollten? Senden Sie uns Ihr Bild, Ihr Video, Ihre Information per MMS an 4488 (CHF 0.70 pro MMS).
Die Publikation eines exklusiven Leserreporter-Inhalts mit hohem Nachrichtenwert honoriert die Redaktion mit 50 Franken. Mehr...
Unter dem Pseudonym «DARE» (Englisch für «wagen») hatte von Koeding 1986 als Jugendlicher in der Illegalität begonnen, Graffitis zu sprayen. Er kreierte unzählige wandgrosse dynamische Schriftbilder; beim Sprayen war ihm denn auch die künstlerische Handschrift wichtig, wie seiner Homepage zu entnehmen ist.
Seine typografischen Variationen aus der Dose gingen um die Welt, durch Europa bis nach New York - mit Erfolg: 1990 war er nach eigenen Angaben der erste Schweizer Sprayer, der sich mit seiner Kunst selbständig machte. Er schaffte den Sprung von der Wand auf die Leinwand und wurde in Galerien, Museen und Messen ausgestellt.
Schloss am Wörthersee
Sein Renommée bewegte 2000 die Firma Belton Molotow dazu, eine Dose mit dem Farbton «085 Dare Orange» zu seinen Ehren zu lancieren. Zu seinen Kunden zählte Gunter Sachs, der bei ihm und einem Kollegen sein Schloss am Wörthersee künstlerisch gestalten liess. Zudem war Von Koeding künstlerischer Leiter der Carhartt-Gallery in Weil. (alx/sda/)
Erstellt: 08.03.2010, 15:46 Uhr
WRITE A COMMENT
19 Kommentare
Liebe Yvette und Ueli, ich bin bestürzt, dass Sigi so früh sterben musste. Er hinterlässt eine grosse Lücke, doch auch viele, schöne Erinnerungen. Sigi wird man nie vergessen, denn seine Bilder sprechen von ihm weiter! Liebe Grüsse und herzliches Beileid schickt euch Lea Antworten
R.I.P. DARE du hast uns alle inspiriert und gekämpft für die Sache wie ein Lowe... Sollst du in Ruhe frieden und Deine Werke noch lange bestehen. Also Ihr Sprayer da draussen, don't touch his styles!!! @Peter Berger: Eine Gernation trauert um ein Vorbild, das nicht geschmiert sonder kreiert hat. !! Bisschen Pietät wäre angebracht nun !! Danke Antworten
Ich kann es immer noch nicht fassen, es ist so Traurig und macht sehr weh im Herzen. Sigi wurde uns aus dem Leben gerissen, so brutal und schnell, ich kann es immer noch nicht fassen. Ein wunderbarer Freund und lieber Mensch ist nun im Himmel und immer wenn uns ein Sonnenstrahl im Gesicht streift sendet er uns eine Liebe Botschaft. Ich vermisse Dich, Erich Antworten
ja, da haben wir eine grossen kuenstler verloren. sigi durfte ich eine zeitlang mit meiner graffitti-agentur begleiten. er war immer da und sprayte in den 90-er-jahren bei meinen bemuehungen, die graffitti-kunst salonfaehig zu machen, an verschiedenen happenings. nun ist er leider so frueh von uns gegangen. seine kunst wird mich mit guten gedanken bis zu meinem ableben begleiten. peter schweizer Antworten
Ich bin sehr traurig, dass Siggi von Koeding so früh hinübergehen musste. Ich habe, seit er in unserer Galerie "Pathologie und Kunst" vor vielen Jahren mit einigen Freunden seine Arbeiten life gesprayt und dann ausgestellt hat, seine Aktivitäten interessiert und begeistert bewundert. Seine unvergleichliche Persönlichkeit hat mich immer fasziniert. Basel ist auch durch seinen Tod äermer geworden. Antworten
Ich muss Peter Berger Recht geben. Ich hätte es auch vorgezogen, wenn DARE mehr Häuschen mit einem Baum daneben, vielleicht mit einem springenden Hund und zwei Strichmännchen-Kindern gemalt hätte. So wie richtige Kunst eben aussieht. Buchstabenzüge aus einer flachen Wand herausspringen, sich drehen, biegen und sie lebendig werden lassen kann ja jedes Kind! Antworten
@Lardi: Bitte informieren Sie sich zuerst, bevor Sie Gefühle anderer verletzen. DARE war ein ganz Grosser der Szene und wird mit seinem Tod zur Lengende und somit unsterblich. Basel kann stolz sein auf Leute wie ihn. Sehen Sie die weltweiten Artikel über seinen Tod. Er hat tausende mit seiner Art berührt. Seine Kunste hatte nichts mit Schmiererei zu tun. Antworten
Ich bedaure den Tod von Sigi. Aber Kollegen von ihm würdigt ihn indem ihr etwas Besseres macht. Deshalb mein Aufruf an die " Verschmierer". Wieso malt ihr zu 90% nur Buchstaben? Das finde ich unschön. Seid ihr nicht zu mehr, nämlich zu Bildern fähig? Wie die Mauer beim Felix-Platter Spital. Dies, unter der Voraussetzung des Einverständnisses des Grundbesitzers, wäre wesentlich akzeptabler. Antworten
in der Tat einer der grössten zeitgenössischen Künstler der Schweiz. ein Pionier der Strassenkunst. Ein Mentor für viele NoNames. Er hat viel dazu beigetragen dass Graffiti sich endlich etabliert und nicht nur als Schmiererei abgetan wird. Leider nimmt das die Tagespresse nicht ernst genug, denn alle schreiben den gleichen Text über sein Meisterwerk - sein Leben. Scha(n)de! Antworten



erich Maurer
Lieber Sigi Bald sind schon zwei Jahre vorbei wo du uns in den Himmel entflohen bist. Ich denke sehr viel an dich und sehe Dich immer noch vor meinem dritten auge wie du in unserem Garten sitzt und an deinem lieben Cappuccino nippst. Ich vermisse dich. Erich Antworten