Basel
Basler Staatsangestellte vernünftiger als Zürcher
Von Muriel Gnehm. Aktualisiert am 30.09.2009 8 Kommentare
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Ende August liess der Zürcher Stadtrat in der öffentlichen Verwaltung den Zugriff auf Facebook und andere soziale Internetnetzwerke sperren (die BaZ berichtete). Daraufhin lancierte SVP-Grossrat Alexander Gröflin eine Interpellation. Er stellte dem Regierungsrat detaillierte Fragen, wie sich die Internetnutzung in der kantonalen Verwaltung während der letzten drei Monate entwickelt hat.
Nun liegen die Ergebnisse vor: Im Juni machten die Klicks auf soziale Netzwerke am gesamten Internetdatenverkehr knapp drei Prozent, im Juli knapp 3,5 Prozent und im August 0,2 Prozent aus. «Die Abnahme könnte auf die starke Medienpräsenz dieser Themen zur besagten Zeit zurückzuführen sein», sagt Priscilla Dipner-Gerber, Leiterin Fachstelle für Informatik und Organisation Basel-Stadt, die mit der Interpretation der erhobenen Daten betraut wurde. «Schlüssig kann dies zum jetzigen Zeitpunkt aber noch nicht beantwortet werden.» So sei ein anderer Erklärungsansatz die Ferienzeit.
Moderate Facebook-Nutzung
Fest steht hingegen, dass die Basler Staatsangestellten Facebook und ähnliche Seiten am Arbeitsplatz weitaus weniger häufig aufrufen als ihre Zürcher Kollegen. So wurden in der ausgewählten Zeitperiode pro Computer-Arbeitsplatz monatlich lediglich sieben Zugriffe registriert – in Zürich waren es deren 112.
Grossrat Gröflin findet dies erfreulich. «Die Nutzung in Basel ist moderat», sagt er. «Ich bin froh, dass das Setzen auf Eigenverantwortung der Mitarbeitenden und die Führungsverantwortung der Vorgesetzten funktionieren.» Weiterer Handlungsbedarf besteht denn auch vonseiten der Regierung nicht. «Die Zürcher Stadtverwaltung hat eine halbe Million Zugriffe pro Monat als Grenzwert festgelegt und diesen mit 1 673 000 Klicks klar überschritten. Deswegen musste gehandelt werden», so Dipner-Gerber. «In Basel liegen wir – auch in Relation zu den Arbeitsplätzen – deutlich unter dem Zürcher Grenzwert.»
kampagne. So wird weiterhin an die Einhaltung der im Kanton geltenden Benutzerweisung appelliert und mit internen Kampagnen zum vernünftigen Internetumgang aufgerufen. Zudem wüssten die Mitarbeitenden, dass jeder Internetnutzer registriert sei und die Zugriffe auf die Seiten zentral aufgezeichnet würden, so Dipner-Gerber. Ende Jahr werden die bis dahin anonymisiert ausgewerteten Resultate erneut diskutiert. Falls nötig, könnten dann entsprechende Schritte eingeleitet werden. (Basler Zeitung)
Erstellt: 30.09.2009, 13:51 Uhr
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8 Kommentare
Vernunft ist bekanntlich Definitionssache, und hier in Basel gibt man sich ja sehr vernünftig. Man muss nicht wirklich scharfsinnig sein, um in Basel einen gewissen Schlendrian wirken zu sehen. Vielleicht ist das der Grund, wieso Basler "vernünftiger" sein sollen als Zürcher. Du reste: Wenn man immer noch die Zürcher als Prügelknaben braucht, kann's zumindest mit dem Ego nicht so weit her sein. Antworten
"Die Nutzung in Basel ist moderat" was für eine Aussage. Wer legt denn, bzw wie legt man denn genau eine "moderate" Nutzung im Internet fest?? Das ist ähnlich wie wenn man in einer 30er Zone mit 45km/h geblitzt wird, ist dies nicht so gravierend wie wenn es mit 100km/h passiert wäre. Was für ein Schwachsinn! Antworten
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