Basel
Botellones werden in Basel nicht verboten
Von Pascal Schmid. Aktualisiert am 02.09.2008 26 Kommentare
Botellon auf der Zürcher Blatterwiese. (Bild: Keystone)
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In Bern, Zürich und Genf haben bereits Botellones stattgefunden, auf den 13. September ist auch in Basel ein gemeinsames Betrinken angekündigt. Nach der öffentlichen Empörung, das die Botellones schweizweit hervorgerufen hat, demonstriert die Basler Regierung nun Gelassenheit: Heute hat der Regierungsrat das Thema diskutiert und ist zum Schluss gekommen, dass für ein Verbot zurzeit kein Anlass bestehe.
Die Regierung beobachte die Situation und werde gegebenenfalls Massnahmen ergreifen, sagt der Informationsbeauftragte des Regierungsrates Marco Greiner auf Anfrage. Man glaube, dass die Strukturen vorhanden sind, um mit der Situation umzugehen - unter anderem in der Abteilung Jugend, Familie und Prävention des Justizdepartements (AJFP).
Marc Flückiger, Leiter des AJFP, sagt dazu: «Wir werden den Auftrag, der sich aus diesem Entscheid ergibt, umsetzen.» Es stehe ihm nicht zu, Beschlüsse des Regierungsrates zu kommentieren. Er ist aber froh, dass nicht ein Verbot umgesetzt werden muss. «Ein solches wäre enorm schwierig umzusetzen. Und wenn ein Verbot nicht umgesetzt wird, entsteht ein Glaubwürdigkeitsproblem.»
Auch die Leser der baz und von baz.oline sind mehrheitlich gegen ein Verbot von Botellones: Nur 40 Prozent von 334 Teilnehmern befürworteten in einer Online-Umfrage ein Verbot. (baz.ch/Newsnet)
Erstellt: 02.09.2008, 21:52 Uhr
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26 Kommentare
die besucher eines saufgelages mit den besuchern des klosterbergfestes in einen topf zu werfen halte ich fuer voellig abwegig und beweist wieder einmal die verharmlosung solcher exzesse. ich denke nicht, dass die vielen familien mit kindern mit dem ziel des hemmunglosen saufens ans klosterbergfestes gegangen sind. ausserdem hatte es viele angebote, die ueberhaupt nichts mit alkohol zu tun hatten. auf der anderen seite geht man ja an ein botellon mit dem ganz klaren ziel, besoffen zu sein und zwar 100 % der teilnehmer. Antworten
Ab 16 ist der Konsum von Bier gesetzlich erlaubt, ab 18 der Konsum von "hartem" Alkohol ... Dass dies aber alleine und im stillen Kämmerlein zu geschehen hat ist glücklicherweise in der Schweiz nicht auch noch staatlich vorgeschrieben. Von daher verstehe ich die Aufregung nicht ganz. Ein Verbot bringt nichts ausser trotzreaktionen der Jugendlichen. Allerdings sollte sich die Regierung überlegen, die "Organisatoren" oder Teilnehmer eines solchen Events zu einem vernünftigen Sicherheits-, Sanitäts- und Abfallkonzept zu zwingen. Die Alterskontrollen sollten rigoros durchgeführt werden. Leute sollten postiert werden, die gegen Verstösse des Littering hart durchgreifen und Littering-Bussen verteilen. Nicht immer alles verbieten, liebe Regierung, sondern mal flankierende Massnahmen anbieten und das Gespräch am Event suchen. (Ich bin übrigens 40jährig ... und erinnere mich noch deutlich dass wir als 16jährige nicht "besser" waren als die heutigen Jugendlichen. Trotzdem ist aus mir etwas vernünftiges geworden. Lasst doch die Jugend einfach ihre eigenen "Fehler" und Erfahrungen machen.... ) Antworten
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