Basel

Brandserie: Stawa konzentriert sich auf mehrere Täter

Von Jolanda Eggenberger. Aktualisiert am 09.02.2009 2 Kommentare

Die Basler Staatsanwaltschaft geht bei den Brandstiftungsfällen in Riehen davon aus, dass zwei Drittel der Brände vom gleichen Täter gelegt worden sind. Ein Drittel geht jedoch auf das Konto von Trittbrettfahrern.

Markus Melzl, Chef Medien und Information der Basler Staatsanwaltschaft, hofft weiterhin auf Hinweise aus der Bevölkerung, um die Brandserie in Riehen zu klären.

Markus Melzl, Chef Medien und Information der Basler Staatsanwaltschaft, hofft weiterhin auf Hinweise aus der Bevölkerung, um die Brandserie in Riehen zu klären. (Bild: Tino Briner)

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«Der Feuerteufel von Riehen schlägt wieder zu» oder «Schlüsselanhänger des Brandstifters gefunden» sind Schlagzeilen, die Markus Melzl, Sprecher der Basler Staatsanwaltschaft, nicht mehr lesen möchte. Die Staatsanwaltschaft sei sich von Anfang an sicher gewesen, dass mehrere Täter hinter den Brandstiftungen stehen. «So sicher wie man eben als Kriminalist in einem solchen Fall sein kann», meint Melzl. «Der Reduktion auf einen Täter, die in den Medien stattgefunden hat, wollen wir wieder Gegensteuer geben.»

In zwei Dritteln der Fälle geht die Staatsanwaltschaft davon aus, dass ein «Haupttäter» dahinter steckt. Ein Drittel der Fälle gehe aber klar auf das Konto von Trittbrettfahrern. Dazu Markus Melzl: «Trittbrettfahrer denken sich nach einem Brand: Das kann ich auch. Sie wollen sich in Szene setzen.»

Die Brandserie, bei der es seit März 2005 im Raum Riehen bisher 37 mal gebrannt hat, ist eine Knacknuss für die Ermittler. Die Täterschaft hinterlässt kaum Spuren. Dabei seien die Täter nicht einmal besonders geschickt. «Meistens wird ein Feuerzeug an die Storen eines Gartenhauses gehalten, es fängt an zu brennen und die Täter können sich unbemerkt vom Terrain entfernen», erklärt Kriminalkommissär Melzl. Sobald keine Hindernisse, wie zum Beispiel Türen, überwunden werden müssen, findet die Polizei keine Fingerabdrücke oder DNA-Spuren. Auch mögliche Fussspuren könne die Polizei an den Tatorten kaum nachweisen, weil die Feuerwehr beim Löschen die Umgebung zertrample.

Mittlerweile sind bei der Basler Staatsanwaltschaft auch keine Hinweise mehr eingegangen, dass ein mutmasslicher Täter so aussieht wie auf einem im letzten August veröffentlichten Phantombild. Daher soll das Phantombild nicht mehr weiter verwendet werden. (baz.ch/Newsnet)

Erstellt: 09.02.2009, 12:40 Uhr

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2 Kommentare

wille weber

09.02.2009, 14:26 Uhr
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...eigentliche weiss die Polizei ja gar nichts. Dennoch 1/3 der Straftaten gehen auf das Konto von Trittbrettfahrern. Ich habe das Gefühl, dass die Polizei selbst nicht weiss, was sie weiss. Antworten


rudi ratlos

10.02.2009, 10:54 Uhr
Melden

Vielleicht sollte die Polizei bei Mike Shiva anrufen (CHF4.50/pro Minute); ein Basler MEDIUM der Superlative, der immer alles sieht und alles weiss. Antworten



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