Basel
Bürgerliche wollen das Amt von Guy Morin
Von Mischa Hauswirth. Aktualisiert am 02.12.2011 28 Kommentare
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Nach dem Rücktritt von Hanspeter Gass machen die bürgerlichen Parteien Basels dem links-grünen Lager die Regierungsmehrheit und das Regierungspräsidium streitig. Ist es richtig, dass die Bürgerlichen Guy Morin ins Visier nehmen?
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Justiz- und Sicherheitsdirektor Hanspeter Gass (FDP) geht. Zwar noch nicht morgen, aber übermorgen. Genauer gesagt in 14 Monaten. Bereits am dritten Tag nach Gass Rücktrittsankündigung dreht sich das Kandidatenkarussell um die Nachfolge. Dabei wird klar: Es geht nicht nur um den Sitz des Justiz- und Sicherheitsdirektors, sondern auch um den des Regierungspräsidenten. Die bürgerliche Allianz will nicht mehr einfach hinnehmen, dass die Linke dieses Amt bekommt.
Offiziell äussern sich die bürgerlichen Parteien noch nicht zu allfälligen Kandidaten und Strategien. Zwischen den Parteien und unter Politikern laufen jedoch bereits intensive Diskussionen. Eines zeichnet sich trotzdem schon ab: Die Bürgerlichen erheben Anspruch auf das Amt von Regierungspräsident Guy Morin (Grüne) und werden deshalb die Linke angreifen. «Wir Bürgerlichen sollten auf jeden Fall für das Regierungspräsidium antreten», sagt Baschi Dürr (FDP).
Mit diesem Votum bringt Dürr automatisch seinen Namen ins Spiel. Einerseits könnte er bald als Kronprinz für das Amt der Justizdirektors gehandelt werden, andererseits wäre er auch für die Aufgabe des Regierungspräsidenten valabel. Fest steht: Als Finanzexperte und wirtschaftsnaher Politiker geniesst Dürr bis weit ins linke Lager hinein Anerkennung für seine politische Arbeit. Durch seine PR-Erfahrung bei Farner Consulting AG empfiehlt er sich zudem durch die Fähigkeit, repräsentieren zu können – eine wichtige Aufgabe für einen Regierungspräsidenten.
Favoriten ohne Interesse Ob Baschi Dürr gerne Guy Morin beerben würde, will er offenlassen. «Das werde ich nun sorgfältig prüfen», sagt Dürr. Und: «Ich lehne nichts per se ab.»
So klar der Anspruch der Bürgerlichen auch scheint, so ehrgeizig ist dessen Umsetzung. Die bürgerliche Allianz hat Mühe, Kandidaten mit Format zu finden, die in einem direkten Vergleich mit den bisherigen Regierungsräten Guy Morin, Christoph Brutschin, Hans-Peter Wessels und Eva Herzog bestehen können. Dazu kommt: Christoph Eymann (LDP) sowie Amtskollege Carlo Conti (CVP) müssten die von ihnen geschätzten Aufgaben aufgeben. Eymann kann nur als Erziehungsdirektor das Präsidium der Schweizerischen Universitätskonferenz führen. Und Gesundheitsdirektor Conti hat, indem er Präsident der Gesundheitsdirektoren wurde, ebenfalls bereits klargemacht, dass ihm das angestammte Departement lieber ist als der Repräsentierjob von Kollege Guy Morin. Doch gerade Bürgerliche mit einem Leistungsausweis vom Format eines Eymann oder Conti wären nötig, um Morin dessen Sitz streitig zu machen.
Der Neuling und der alte Fuchs
Der Riehener Karl Schweizer (SVP) ist jener bürgerliche Politiker, der immer wieder hinter vorgehaltener Hand genannt wird. Für einige ist er ein regelrechter Geheimfavorit, für die anderen ein konturloser Politneuling ohne erkennbaren Leistungsausweis und mit wenig Erfahrung. Doch mit Fokus auf das Amt des Regierungspräsidenten stellt sich die Frage, wie wichtig Erfahrung dort tatsächlich ist, denn Schweizer hat Fähigkeiten, welche in dem Amt wichtig sind: Als ehemaliger UBS-Manager und Anwalt weiss er sich an Anlässen und Veranstaltungen zu präsentieren. Und er geniesst breites gesellschaftliches Ansehen in der Wirtschaft, bei Politikern und bei den Fasnächtlern.
Wollen Ämter nicht aufgeben
Auf keinen Fall zu vernachlässigen ist sein gutes Abschneiden bei den Nationalratswahlen vergangenen Oktober, als er, der Nicht-Grossrat, wesentlich besser abschnitt als einige Grossräte. Schweizer spricht ausserdem mehrere Sprachen, was in dem Amt, in dem es darum geht, Basel überall nach aussen zu vertreten, nur hilfreich ist. «Es gibt Ansprüche, die an mich herangetragen werden», sagt Karl Schweizer. Trotzdem sieht er sich nicht als Regierungspräsident. «Ich habe mich selbstständig gemacht und möchte meine Arbeit, die mir sehr gut gefällt, nicht aufgegeben.»
Ein dritter aussichtsreicher Kandidat wäre Peter Malama. Der FDP-Nationalrat ist lokal wie national für seine politische Tätigkeit anerkannt und bezeichnet sich selber als «Vollblut-Basler». Zudem würde er als Oberst im Generalstab und nationaler Sicherheitspolitiker einiges an Sachkompetenz für das Amt als Justiz- und Sicherheitsdirektor mitbringen.
Würde Peter Malama das Amt annehmen? «Diese Frage kommt zu früh», sagt Malama. «Erstens bin ich erst wieder mit gutem Ergebnis in den Nationalrat gewählt worden, zweitens bin ich gerne Gewerbedirektor.» Wie Baschi Dürr möchte sich auch Malama nicht in die Karten schauen lassen. Doch er sagt: «Ein Amt in der Exekutive hat durchaus seinen Reiz.» (Basler Zeitung)
Erstellt: 02.12.2011, 08:13 Uhr
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28 Kommentare
Ich denke mal, dass der self-exposer Morin diesen Artikel verfolgt, deshalb nochmals mein posting aus einem Gassartikel:
Dem Herrn Gass wird niemand nachweinen..Jetzt wäre die Zeit gekommen um die Regierung zu redimensionieren, Herr Morin geben sie sich einen Schupf und folgen sie dem guten Beispiel..Sie würden den Baslern einen grossen Gefallen erweisen und der Stadt helfen viel Geld zu sparen.
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Basel
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