Basel
Buvette bei der Kaserne mit neuen Pächtern
Von Claudia Kocher. Aktualisiert am 10.02.2011 9 Kommentare
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Acht Parteien haben sich um den Betrieb einer Buvette am Kleinbasler Rheinufer beworben. Gesiegt hat das Restaurant Rhyschänzli an der Elsässerstrasse mit Jérôme Beurret und Stefan Grieder als Geschäftspartner. Die Ausschreibung geschah erstmals öffentlich. Die Parterre AG, die neun Jahre eine Buvette am Rhein betrieben hat, habe im Vergleich mit dem Siegerprojekt weniger überzeugt, teilte das Bau- und Verkehrsdepartement gestern mit.
Herr Grieder, weshalb hat ausgerechnet das Restaurant Rhyschänzli den Wettbewerb um die Buvette gewonnen?
Stefan Grieder: Wir bieten eine qualitativ hochstehende Gastronomie an. Das Angebot wird reichhaltig und vollwertig sein. Auch bestechen wir optisch mit einem schönen Container. Die Küche, das Lager, die Toiletten, das ist alles in einem Teil integriert.
Wann fangen Sie an?
Wir wollen Ende April starten. Der Container ist ja noch nicht fertig. Bis wir kein grünes Licht hatten, konnte dieser auch noch nicht gebaut werden.
Wie lange dauert die Saison?
Schätzungsweise bis Anfang Oktober. Im ersten Jahr ist das aber noch schwierig zu sagen. Auf jeden Fall werden wir jeden Tag offen haben, bei schönem Wetter von 10 bis 23.30 Uhr, bei schlechtem Wetter von 12 bis 18 Uhr. Der Vorteil ist, dass wir auch bei Regenwetter eine gedeckte Fläche anbieten können.
Wie viele Sitzplätze werden es sein?
Maximal rechnen wir im Sommer mit 120 Plätzen. Anfangen werden wir mit 30 bis 40 Sitzen und diese dann kontinuierlich ausbauen.
Ist die Küche vergleichbar mit jener vom «Rhyschänzli»?
Die Küche wird ähnlich, aber natürlich mehr auf Snacks ausgerichtet sein und vom Preis eher tiefer. Dennoch wird die Qualität so gut sein, dass man sagen kann, man isst hier im Namen des «Rhyschänzli».
Welches Bier schenken Sie aus?
Das wissen wir noch nicht.
Wenn Sie von Qualität reden: Welche Art Geschirr werden Sie verwenden? Aus Plastik oder herkömmliches?
Eine Auflage für den Betrieb der Buvette ist, das Mehrwegsystem einzuhalten. Die Becher werden wir jeweils waschen. Bei den Tellern und Schüsseln werden wir etwas mit kompostierbaren Palmblättern machen.
Weshalb haben Sie sich um die Buvette beworben? Ist das gut fürs Image? Oder verdient man damit einfach unheimlich viel Geld?
Ich glaube, die Lage am Rhein ist einfach traumhaft. Jeder Gastronom möchte dort wirten. Wir haben im «Rhyschänzli» zwar einen Garten im Hinterhof, dürfen diesen aber nicht länger als bis 20 Uhr geöffnet haben. Das bringt also nichts. Deshalb ist die Buvette eine sehr gute Ergänzung im Sommer. Kommt dazu, dass wir im «Rhyschänzli» im Sommer sowieso sechs Wochen geschlossen haben. Da kann ich gut Personal in die Buvette schicken.
Sie brauchen also mehr Personal.
Sicher werden wir mehr Leute brauchen.
Sie haben die langjährige Pächterin, die Parterre AG, vom Rhein verdrängt. Haben Sie schon miteinander geredet?
Nein.
Sie waren sehr selbstsicher, dass Sie den Wettbewerb gewinnen werden.
Wir vertrauen in unser Können. Das Dossier, das wir abgegeben haben, war gut. Man muss an sich glauben und denken: Wir schaffen das.
Wie kamen Sie auf die Architekten Christ & Gantenbein?
Sie sind Gast bei uns im «Rhyschänzli». Wir sprachen mal über die Buvette und sie sagten, sie würden etwas entwerfen. Sie machen es aus Freude an der Sache.
Gratis?
Das nicht gerade. (Basler Zeitung)
Erstellt: 10.02.2011, 14:28 Uhr
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9 Kommentare
Die Parterre AG hatte Mut für Neues vor über 9 Jahren, es wurde zu einem Erfolg, mit viel Engagement. Nun werden sie auf billige Art durch die Stadtregierung brutal abserviert. Ich will keine hochstehende Gastronomie an diesem Ort, ich will einfach etwas trinken und essen, und mit Freunden zusammensitzen. Wir sind hier ein einfaches aber stolzes Quartier, nicht der Rappen zählt sondern der Mensch. Antworten
Warum muss man an die schönsten Orte der Stadt Container hinstellen? Mag man den Container auch schön anpinseln und mit Veranda versehen - Container bleibt Container. Warum zum Henker muss hier in Basel alles nur so schäbig daherkommen. Schick, elegant oder edel? Nein danke!
Billig und schäbig, dass sich auch jeder Penner darin wohlfühlt? Ja bitte. !
Antworten
Basel
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