Basel
Charivari mit neuem Konzept und neuem altem Vorstand
Von Ralph Schindel. Aktualisiert am 11.03.2010
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Gross war die Konsternation am 23. Oktober des vergangenen Jahres, als der Vorstand des Charivari die Absage der traditionsreichen Vorfasnachtsveranstaltung für 2010 verkünden musste – es fehlte an Geld. Gestern wurde zudem bekannt, dass der aktuelle Vorstand endgültig das Handtuch wirft. An einer ausserordentlichen Generalversammlung noch vor Ostern will der Vorstand um Obmann Daniel Thiriet und Vize Jonas Blechschmidt in corpore zurücktreten.
Damit soll die Vorfasnachtsveranstaltung aber nicht endgültig sterben. Charivari-Urgestein Armin Faes, der die Geschicke der Veranstaltung jahrelang geleitet hatte, hat mit vier Mitstreitern den Verein Glaibasler Charivari aus der Taufe gehoben. Alle waren langjährige Mitglieder des alten Vorstands und sind zum Teil Gründungsmitglieder des Charivari. «Wir wollten unser Kind nicht ins Verderben schicken», sagt Faes.
Generationenwechsel
Über die nun gefundene Lösung ist Faes froh. «So kann der aktuelle Vorstand sauber aufräumen.» Wie es danach weitergeht, ist noch offen. Faes will einen Generationenwechsel herbeiführen. «Für zehn Jahre steige ich nicht nochmals in die Hosen.» Der Wechsel soll mit Erik Julliard vollzogen werden. Der Produzent des Basel Tattoos soll Programmverantwortlicher werden. «Mit seinem Tattoo Office hat er die professionelle Infrastruktur», sagt Faes. Julliard, der selber bereits sechs Mal am Charivari aufgetreten ist, war gestern nicht zu erreichen.
Fragen nach dem Programm oder der Finanzierung kommen noch zu früh. Faes verweist auf eine Medienorientierung, die im April stattfinden soll. «Das Charivari soll aber nicht mehr wie in den vergangenen Jahren über die Bühne gehen», sagt Faes, «wir wollen zurück zur Fasnacht.» Er habe in diesem Jahr die Gelegenheit gehabt, viele Vorfasnachtsveranstaltungen zu sehen. «Ausser dem Drummeli waren alle auf die Show fokussiert.» Die traditionellen Fasnachtswerte seien aber gefragt. Mit Sponsoren will er rasch Kontakt aufnehmen. «Wir hoffen auf Unterstützung.» (Basler Zeitung)
Erstellt: 11.03.2010, 08:37 Uhr


