Basel
Das Gundeli will die Herbstmesse
Von Claudia Kocher . Aktualisiert am 21.09.2010 15 Kommentare
Umfrage
Einige Basler Grossräte fordern, dass der Meret-Oppenheim-Platz zum Standort der Herbstmesse wird. Ist das sinnvoll – soll die Herbstmesse auch ins Gundeli?
Ja
Nein
127 Stimmen
Der Meret-Oppenheim-Platz im Gundeli wird seit seiner Fertigstellung zu wenig genutzt, schreibt FDP-Grossrat Christophe Haller in einem Anzug. Er bittet die Regierung zu prüfen, ob der Platz neben der Passerelle an der Herbstmesse bespielbar sei. Es sei denkbar, dass soziale Institutionen, die bisher auf dem Petersplatz waren, ins Gundeli kämen. «Ich könnte mir dort einen Sozialmarkt vorstellen», so Haller. Die Nachfrage auf dem Petersplatz sei gross, es müssten immer Schausteller abgewiesen werden. Es sei auch möglich, den Platz monothematisch zu bespielen, ähnlich einem Länderpavillon an der Muba. «Fachleute werden sicher noch bessere Ideen haben», sagt Haller.
Zurzeit wird auf dem Platz zweimal wöchentlich ein Frischwarenmarkt abgehalten. «Das läuft noch nicht so gut», so Haller. Der Platz müsse besser bespielt werden. Das findet auch Andrea Tarnutzer, Präsident der Interessengemeinschaft Gundeldinger- und Bruderholz-Geschäfte. «Wir begrüssen alles, was den Platz belebt.» Schwierig sei einzig, die beiden Kugeln auf dem Platz zu umgehen. Tarnutzer hofft, dass mit einer Belebung des Platzes das geplante Projekt Central Park, die Überdachung der Geleise des französischen Bahnhofs, doch noch zustande käme. Das Potenzial des Meret-Oppenheim-Platzes sei riesig, täglich würden 20'000 bis 30'000 Personen den Gundeli-Ausgang des Bahnhofs benutzen.
SBB ist offen für die Idee
Der Platz ist nicht Allmend, sondern gehört den SBB. Dort ist man offen für weitere Veranstaltungen, sagt Mediensprecher Jean-Louis Scherz. «Eine Herbstmesse auf den Platz zu stellen, wäre kein Problem.» Allerdings gibt es eine Einschränkung: Die Gewichtslimite auf dem Meret-Oppenheim-Platz beträgt 500 Kilogramm pro Quadratmeter. Unter dem Platz befindet sich nämlich der Laden von Media Markt.
Sabine Horvath, Leiterin der Abteilung Aussenbeziehungen und Standortmarketing im Präsidialdepartement, meint zu Hallers Vorschlag, dass man mit der Herbstmesse im Zentrum bleiben wolle. «Wir favorisieren die Innenstadt.» Es sei sicher gut, dass die Nachfrage nach Ständen grösser sei als das Platzangebot – so könne man die Herbstmesse vielseitig gestalten. Ziel sei nicht, die Messe möglichst weit auszudehnen, sondern sie qualitativ weiterzuentwickeln. «Unsere Frage ist, wie wir die Herbstmesse in der Innenstadt stärker verankern können.» Besucherinnen und Besucher sollten die verschiedenen Plätze bequem zu Fuss erreichen können, sagt Horvath. Christophe Haller findet nicht, dass der Meret-Oppenheim-Platz zu peripher ist. Er will nun Druck auf die Regierung machen. «Mit dem Platz muss etwas geschehen.» (Basler Zeitung)
Erstellt: 21.09.2010, 07:48 Uhr
Kommentar schreiben
15 Kommentare
Leider werden immer mehr "neugestaltete" Plätze (und oft auch Gebäude) zu grauen tristen Betonwüsten, welche man mit ein paar grossen "Blumentöpfen" aufzuwerten versucht. Was uns auf den Plänen als moderne, stylische Architektur verkauft wird, wirkt in Realität nur noch lieblos und kalt - so leider auch der M.-.O.-Platz. Eine grosse Grünfläche & vielleicht ein Café wäre manchmal die bessere Lösung Antworten
Basel
Familie, Beruf und Studium
Sonia Uhlmann ist keine typische Studentin. Dank Fernstudium hat sie den Master trotzdem geschafft.
Live @ Sunset
11. bis 22. Juli - Zürich Dolder u.a. mit B.B. King, Elton John und Alanis Morissette!




