Basel
Das Rheinufer wird zur Stadt geöffnet
Von Claudia Kocher. Aktualisiert am 07.12.2010 24 Kommentare
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Ausstellung
Die Ausstellung aller Wettbewerbsbeiträge an der Maiengasse 7 wird heute um 18 Uhr eröffnet und dauert vom 8. bis 19. Dezember. Die Öffnungszeiten sind: Mo–Fr 17–20 Uhr, Sa und So 14–18 Uhr.
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Vieles von der Gestaltung des Rheinuferwegs, von der Dreirosen- bis zur Wettsteinbrücke, stammt noch aus der Vorbereitungszeit der Grün 80. Die Verschlechterung des baulichen Zustands an der Rheinpromenade und die bevorstehende Nutzungsänderung des heutigen Kinderspitalareals am Schaffhauserrheinweg waren Anlass, sich mit der künftigen Entwicklung auseinanderzusetzen. Vor einem Jahr hat der Grosse Rat beschlossen, ein Konzept für die Kleinbasler Rheinpromenade auszuarbeiten, das auch ein Vorprojekt des Schaffhauserrheinwegs enthält. Gestern nun präsentierte das Bau- und Verkehrsdepartement (BVD) den Medien die 16 eingereichten Projekte.
«Der Weg zur Entscheidungsfindung war anspruchsvoll», sagte Kantonsbaumeister Fritz Schumacher. Die Ansprüche an die Funktionalität seien hoch gewesen. Einerseits habe man den Bermenweg, andererseits die Rheinpromenade. «Viele Meter der Stadt mussten bearbeitet werden.» Siegerin des Wettbewerbs ist die Zürcher Firma Hager Landschaftsarchitektur. Zusammen mit dem Ingenieurbüro Kurath & Partner und der Firma Kontextplan hat das Projekt «rhein schauen» die Jury überzeugt. Das Zürcher Büro hatte bereits 2007 den Wettbewerb des Rheinuferwegs von St. Johann nach Huningue gewonnen. Das damals eingereichte Projekt «Undine» war ursprünglich doppelt so teuer und wurde auf die Hälfte, auf 22 Millionen Franken, reduziert.
Hohe Kosten
Auch bei «rhein schauen» werden die Kosten noch gesenkt werden müssen, sagte Schumacher. Zahlen will der Kantonsbaumeister keine nennen. Sie lägen eher im oberen Preissegment. Unabhängig davon seien beim Siegerprojekt noch einige Änderungen vorzunehmen. So seien fest verankerte Badeplätze im Rhein schwierig. Die geplante Buvette beim Theodorsgraben sei wahrscheinlich nicht ideal platziert, da es dort schattig sei. Bei der im Altstadtbereich vorgeschlagenen Pflästerung sei nicht klar, ob sie den Ansprüchen genüge. Dies waren nur einige Punkte, die Schumacher für verbesserungswürdig hält.
Bei der Solitude-Promenade wird die Aufenthaltszone mit Buvette, Spielplatz, Schwimm- und Treppenanlage als zu gross angesehen. «Wir mahnen zur Zurückhaltung», so Schumacher. Der Kiesstrand sei ebenfalls auf den Schaffhauserrheinweg zu konzentrieren. «Es ist einfacher, bei einem guten Projekt ein paar Schritte zurückzugehen», sagte Schumacher. Klar sei, dass man am Ende eines Wettbewerbs mehr wisse als vorher. «Insgesamt handelt es sich beim Siegerprojekt um ein komplettes, sehr detailliert durchdachtes Projekt, das die infrastrukturellen Anforderungen intelligent einbezieht», heisst es im Bericht. Neben den Fachexperten sassen in der Jury auch Vertreter von Basel Tourismus, Kulturstadt Jetzt, Neubasel, des WWF sowie ein Landschaftsarchitekt aus Düsseldorf, einer Stadt, in der das Rheinufer ebenfalls eine wichtige Rolle spielt. «In der Jury herrschte eine hohe Einigkeit», sagte Hans-Peter Wessels, Vorsteher des BVD. Dies sei umso bemerkenswerter, weil die Jury breit gefächert gewesen sei. Die Auswertung der eingereichten Projekte erfolgte anonym.
Offene Detailfragen
«Das Siegerprojekt haben wir ausgewählt, weil es am schönsten und überzeugendsten das Rheinufer zur Stadt öffnet», sagte Wessels. Detailfragen müssten aber noch geklärt werden. So sei auch noch unklar, wie viele Parkplätze am Rheinufer wegfallen würden. Klar sei, dass der Suchverkehr am Schaffhauserrheinweg durch Wegfall des Universitäts-Kinderspitals reduziert werde. Je nachdem werde bei der Neugestaltung des Kinderspital-Areals ein Quartierparking gebaut, wodurch oberirdische Parkplätze wegfallen würden, sagte Wessels.
Für Schumacher ist klar, dass Taktgeber bei der Rheinufergestaltung das neue Projekt auf dem Kinderspital-Areal sei. In drei Jahren soll das Rheinufer aber realisiert sein. Ende 2011 will das Bau- und Verkehrsdepartement den Ratschlag ins Verfahren schicken. (Basler Zeitung)
Erstellt: 07.12.2010, 07:26 Uhr
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24 Kommentare
Es reicht schon, den Fussgängern klarzumachen, dass das "Strässchen" für Velofahrer gedacht ist und Passanten auf der Seite der Promenade laufen sollen. Manche sind so stur und arrogant, dass sie nicht mal bei beständigem Klingeln von mehreren Velofahrern auf die Seite gehen. Antworten
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