Basel
«Das Tram wird das Stadtbild verändern»
Aktualisiert am 25.10.2011 82 Kommentare
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Die BVB wollen das Flexity-Tram von Bombardier beschaffen. Am Dienstag wurde der Entscheid bekannt gegeben. Gefällt Ihnen das neue Tram?
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Nun ist es öffentlich. Die Basler Verkehrsbetriebe haben entschieden: Das Flexity-Tram von Bombardier verkehrt ab 2013 probeweise in den Basler Strassen. 2014 sollen dann 31 Fahrzeuge geliefert werden.
Am 18. April eröffneten die BVB die Ausschreibung für ein neues Trammodell, nachdem man sich von der Zusammenarbeit mit der BLT zurückgezogen hatte. Das Tango-Tram von Stadler Rail war in der Stadt nicht auf gutes Echo gestossen. «Dies ist eher ein Landtram», meinte BVB-Direktor Jürg Baumgartner zum Tango, das bereits auf der Linie der BLT unterwegs ist.
Drei Hersteller standen seither im Wettbewerb: Bombardier mit Flexity Basel, Siemens mit dem altbekannten Combino und Stadler Rail, das erneut den Tango, aber auch den Tango LF (für «low floor») ins Rennen schickte. Die Wahl des Verwaltungsrates fiel nun einstimmig auf das Flexity von Bombardier. «Qualitativ waren sich alle drei Modelle ebenbürtig», informierte Baumgartner am Dienstag die Presse. «Ausschlaggebend war schlussendlich der Preis.»
BLT wünscht der BVB Glück
Mit dem Basler Entscheid für das Bombardier-Modell ist der Beschaffungsstreit zwischen Stadt und Land endgültig ad acta gelegt. Zur getrennten Ausschreibung kam es, weil die BVB durchgehend niederflurige Fahrzeuge verlangten. Die BLT lehnte diese Vorgabe für das Landnetz ab.
Dass künftig zwei verschiedene neue Trammodelle durch die Region fahren, ist laut BLT-Direktor Andreas Büttiker nicht weiter schlimm. Details zum neuen Basler Tram kenne er noch nicht. Was sich aber sicher sagen lasse: «Wie alle Trams, die heute auf dem Markt sind, ist sicher auch das Bombardier-Produkt qualitativ hervorragend.» Er wünsche der BVB Glück bei der Einführung auf Anfrage. Mehr zu kommentieren gebe es auch Baselbieter Sicht nicht. Die BLT ihrerseits bedauere ihren Entscheid zugunsten des nicht durchgehend niederflurigen Tangos überhaupt nicht. Büttiker: «Wir haben das Fahrzeug beschafft, das unsere Anforderungen exakt erfüllt. Wir sind sind damit äusserst zufrieden.»
Altes wird durch Neues ersetzt
Das Flexity Basel ist ein durchgehendes Niederflurtram. «Wir müssen den Ansprüchen der Kunden genügen und auch die älteren Fahrgäste miteinbeziehen.» Ausserdem müssen die Trams behindertengerecht sein, wie Baumgartner erläuterte. Das Tram solle gut zugänglich sein und einen schnellen Fahrgastwechsel garantieren. «Ein ebenerdiger Einstieg war ein grosses Anliegen von uns», bestätigt auch Regierungsrat Hans-Peter Wessels.
Die Investition der BVB für die neuen Fahrzeuge beträgt rund 220 Millionen Franken. 60 sollen es an der Zahl sein. «Wir haben zudem die Option 51 weitere zu bestellen», erklärte Baumgartner. Dies ist die grösste Bestellung in der Geschichte der BVB. «Die alten Trams der 2er, 14er und 21er Linie gehören fast schon ins Verkehrshaus Luzern», schmunzelt Baumgartner. Mit den neuen Flexity-Trams werden 101 alte Fahrzeuge ersetzt.
Die ersten zwei Flexity Basel-Trams werden ab 2013 in Betrieb genommen, informiert Baumgartner. Danach wird das neue BVB-Tram nach und nach die alten Modelle verdrängen. «Das Stadtbild wird sich durch die Einführung des Flexity komplett verändern», sagt Martin Gudenrath, Verwaltungsratspräsident der BVB. Ob dies der Basler Bevölkerung gefällt, wird sich noch zeigen. (zam/ker/-en)
Erstellt: 25.10.2011, 11:26 Uhr
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82 Kommentare
Schön und gut - und jetzt wäre noch interessant zu wissen, welcher Wertschöpfungsanteil dieser mit Schweizer Steuergeldern finanzierten Investition in der Schweiz bleibt, d. h. wieviel Arbeitsplätze bei Bombardier in der Schweiz damit gesichert werden. Davon hat man bisher leider nichts gehört. Antworten
so ticken die Leute in den schweizer Chefetagen: Die bevorzugen lieber ein kanadisches Produkt von einem Hersteller der unlängst schweizer Werke schloss, als den Werkplkatz Schweiz zu unterstützen und einen schweizer Hersteller zu berücksichtigen. Aber was soll man auch von diesen Cheffen erwarten, haben doch die meisten einen näheren Bezug zu ihren Herkunftsländern, als zu ihrem Arbeitgeberland Antworten
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