Das sind die Opfer der Schiesserei im Kleinbasel

Im albanischen Café 56 wurden am Donnerstag zwei Männer erschossen. Nun sind Details zu den Opfern bekannt.

Auf diesem Foto sind die beiden Toten, der 28-jährige Mirjan B. (zweiter von links) und der 39-jährige Gent S. (erster von rechts) zu sehen. Festim D. (24, erster von links) ist ausser Lebensgefahr. Ermal K. (zweiter von rechts) sass am Tatabend mit seinen drei Freunden zusammen.

Auf diesem Foto sind die beiden Toten, der 28-jährige Mirjan B. (zweiter von links) und der 39-jährige Gent S. (erster von rechts) zu sehen. Festim D. (24, erster von links) ist ausser Lebensgefahr. Ermal K. (zweiter von rechts) sass am Tatabend mit seinen drei Freunden zusammen. Bild: 20 Minuten

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Die gezielte Tötung von zwei Gästen in einem Restaurant wühlte die Menschen im Kleinbasel auf. Die Quartierbewohner konnten sich nicht erklären, weshalb im Café 56 an der Erlenstrasse zwei Menschen getötet und ein dritter schwer verletzt wurden.

Nun sind Details zu den Opfern bekannt. Wie «20 Minuten» nun berichtet, handelt es sich bei den Getöteten um Mirjan B. (†28) und Gent S. (†39). Beim Schwerverletzten, der gemäss der Basler Staatsanwaltschaft ausser Lebensgefahr ist, handelt es sich um Festim D. (24).

«Seine Familie hat mich am Freitagmorgen angerufen», wird ein Bekannter von Mirjan B. in dem Bericht zitiert. «Sie alle waren schrecklich aufgelöst und haben geweint. Ihnen war bereits von anderen Personen mitgeteilt worden, dass Mirjan eines der Opfer ist, jedoch wussten sie nicht, ob er tot oder verletzt ist.»

Als der Vater von der Schiesserei im Kleinbasel erfuhr, sei er sofort von Italien in die Schweiz gefahren. Stets in der Hoffnung, dass es sich bei Mirjan um den Schwerverletzten handelte. Bei der Basler Polizei erfuhr er dann die schlimme Nachricht: Sein Sohn ist einer der Getöteten.

Alle Opfer waren Touristen

Der Bekannte beschreibt Mirjan B. als jungen Mann mit einer tollen Persönlichkeit. «Er hatte einen starken Charakter, war zu allen freundlich, hilfsbereit und hätte für andere sein letztes Hemd gegeben.»

Um Gent tue es ihm ebenfalls schrecklich Leid. «Er hinterlässt zwei Kinder, die jetzt ohne Vater aufwachsen müssen.» Es werde nun versucht, die Toten nach Albanien rückzuschaffen.

Wer die Täter sein könnten oder wie sie mit den Opfern in Verbindung stehen, könne er nicht sagen. Denn: «Sie waren alle als Touristen in der Schweiz», so der Bekannte.

Was genau im Café 56 vorgefallen sei, wisse er nicht. Jedoch sei der 24-jährige Festim D. als Erstes getroffen worden. «Dann soll Mirjan aufgestanden sein und nach der Waffe eines Täters gegriffen haben. »Doch auch er und Gent wurden tödlich getroffen.

Die Täter sind immer noch auf der Flucht. Bei den Flüchtigen handelt es sich gemäss der Staatsanwaltschaft um zwei Männer im Alter von 30 bis 40 Jahren. Sie hätten dunkle Haare und seien etwa 175 Zentimeter gross. (sa)

Erstellt: 12.03.2017, 15:14 Uhr

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