Basel
Der Kilt, der aus Basel kommt
Von Markus Prazeller. Aktualisiert am 08.03.2010 8 Kommentare
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Die Dudelsack-Band Swiss Highlanders tritt im August am Military Tattoo in Edinburgh auf. Dazu trägt sie neue Uniformen. Gefällt Ihnen die neue Kleidung?
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Die Schweiz ist nicht Schottland, Basel ist nicht Edinburgh und die Mitglieder der Swiss Highlanders tragen in der Regel Unterwäsche. Und trotzdem kann die 25-köpfige Formation, deren Mitglieder hauptsächlich aus Basel kommen, in der höchsten Dudelsack-Liga mitspielen. Mitte August treten sie am berühmten Military Tattoo in Edinburgh auf. «Als erste Pipe Band, die nicht aus dem Commonwealth stammt», sagt Ronny Rebmann (55), Bandleader und Zahnarzt aus Riehen, nicht ohne Stolz. Die Einladung ans bedeutendste Militärmusikfestival der Welt verdanken die Musiker ihren Auftritten am Basel Tattoo. Vor zwei Jahren hat sie dort der Produzent des Edinburgh Military Tattoo entdeckt und engagiert. Es ist bereits der zweite Auftritt einer Band aus der Region in Edinburgh. Die Tambouren des Top Secret Drum Corps wurden bereits drei Mal ans Military Tattoo eingeladen.
Der Auftritt vor dem geneigten Dudelsackpublikum in Schottland will gut vorbereitet sein. Musikalisch wie optisch. Deshalb haben sich die Musiker neue Instrumente und Uniformen angeschafft. «Wir wollen uns im besten Licht präsentieren», sagt Rebmann. Für ihren Schottenrock liessen die Swiss Highlanders eigens ein neues Muster entwerfen – eine Wissenschaft für sich. «Jedes Muster, der sogenannte Tartan, ist einem bestimmten Clan zugeordnet», erklärt Rebmann. «Deshalb haben wir nicht einen bereits bestehenden Tartan übernommen, sondern unser eigenes entwerfen lassen.» Das Muster der Swiss Highlander ist in Rot- und Blautönen gehalten und seit Kurzem offiziell im «Scottish Register of Tartans» eingetragen.
Teures Hobby
Der Aufwand ging ins Geld. Die Kosten für die Instrumente und die Uniformen belaufen sich auf rund 110 000 Franken. Dabei können die Musiker auf die Unterstützung der Kantone Basel-Stadt und Baselland zählen. Aus dem Lotteriefonds Basel-Stadt wurden der Band vergangenen Donnerstag 40 000 Franken bewilligt, aus dem Baselbieter Lotteriefonds erhalten sie weitere 20 000 Franken. Für den Rest kommen die Hobby-Musiker selbst auf. «Zugegeben, die Band ist eine teure Freizeitbeschäftigung», sagt Rebmann.
Die finanzielle Beteiligung des Staates am Kauf von Musikinstrumenten und Uniformen hat in Basel Tradition. Auch das Top Secret Drum Corps wurde vom Lotteriefonds finanziell unterstützt. Im Jahr 2006 erhielten die Tambouren für ihren Auftritt in Edinburgh einen Beitrag von 50 000 Franken. Den gleichen Betrag schüttete der Lotteriefonds im vergangenen Jahr aus. Wieder an das Top Secret Drums Corps. Wieder für neue Instrumente und Uniformen. Auch das Basel Tattoo auf dem Kasernenareal wird regelmässig mit stattlichen Geldbeträgen aus dem Topf des Lotteriefonds unterstützt.
Die nächsten zehn Jahre
Doris Schaub, im Justiz- und Sicherheitsdepartement zuständig für den Lotteriefonds, begründet die Unterstützung mit der Werbewirkung für Basel: «Die Auftritte am Edinburgh Military Tattoo haben eine grosse Ausstrahlung. Davon kann die Stadt Basel profitieren.» Für die Swiss Highlanders hat das staatliche Investment in ihre Uniformen und Instrumente aber auch längerfristigen Nutzen. «Zwar haben wir die Uniformen in Hinblick auf das Edinburgh Military Tattoo produzieren lassen, sie sollten aber mindestens die nächsten zehn Jahre halten», sagt Rebmann. (baz.ch/Newsnet)
Erstellt: 08.03.2010, 14:35 Uhr
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8 Kommentare
Die Unterstützung der Swiss Highlanders ist allein aufgrund der hochstehenden kulturellen Darbietung absolut gerechtfertigt, und zwar unabhängig davon, ob die Stadt Basel davon profitiert oder nicht. Selbst wenn ein Bezug zur Regio BS gemäss Statuten des Lotteriefonds für einen Unterstützungsbeitrag notwendig sein sollte: traurig, dass man immer diese Profitwirkung so herausstreichen muss. Antworten
"'s is' ja so schön bunt hier", sang Nina Hagen einst. Passt bestens zu diesem Outfit - mit Betonung auf schön. Ein echt schönes Muster! Basel wird wohl dereinst die Schwesterstadt von Edinburgh sein. Wohl bekomm's, denn: Edinburgh ist eine der schönsten Städte Europas - unbedingt hingehen! Antworten



Walter Kunz
Es bleibt aber weiterhin der Ton respekive die Töne welche in diesem Fall die ausgezeichnete Musik machen. Antworten