Basel

Die BaZ testet Restaurants in Gartenbädern

Von Muriel Gnehm und Claudia Kocher. Aktualisiert am 03.07.2010 7 Kommentare

Garten- und Rheinbäder laden auch zum Essen ein. Die BaZ hat deshalb die Restaurants in sechs Bädern nach Kriterien wie Auswahl, Preis und Angebot bewertet.

1/6 Sonnenbad Binningen
Neben den Klassikern wie Hot Dog und Wurstsalat gibts Pouletspiessli oder Älpler Makkaroni. Aber auch Birchermüesli oder Ueli Bier. Hier schmeckt alles frisch. Am Buffet stehen Früchte bereit, auch Kirschen vom Bauer gibts am Eingang zu kaufen. Die Pommes frites sind dick, schmecken sehr gut und sind sehr heiss. Ketchup wird einfach obendrauf gekippt. Selbstgemachte Kuchen hat es und natürlich Glace, sonst fällt der Kiosk durch wenig Schleckzeug auf. Hier wirkt das Personal, wie wenn es dauernd Ferien hätte, obwohl die Frauen im Restaurant je nachdem viel zu tun haben. Spezielle Kindermenüs gibt es keine. Die Atmosphäre ist aber so, dass sich die Kinder automatisch wohlfühlen. Die Preise sind moderat (Pommes 5 Franken), die Portionen gross. Das Restaurant kann auch von Nicht-Badi-Besuchern besucht werden. Obwohl das Restaurant alles andere als gestylt ist, herrscht hier Ferienstimmung. Die Stadt ist weit weg, die Atmosphäre entspannt.
Bild:

Die BaZ testet Badi-Restaurants

   

Umfrage

Kann man sich in den Bädern ausgewogen ­ernähren?

Das Essensangebot in den Gartenbädern der Region ist vielfältiger geworden. Trotzdem wird viel Wert auf währschafte Kost gelegt. Kann man sich trotzdem gut verpflegen?

Ja

 
40.4%

Nein

 
59.6%

89 Stimmen


Stichworte

Früher konnte man wählen: Pommes frites oder Hot Dog. Heute ist das Angebot in den Gartenbädern vielfältiger. Dass ein Besuch in der Badi fit machen soll, ist aber nicht automatisch Programm. Sonst würde mehr Wert auf leichte Kost gelegt. Eher herrscht der Gedanke vor, dass man sich nach dem Schwimmen problemlos etwas Währschaftes gönnen darf.

Von familiär bis unfreundliche

Die BaZ hat einige Restaurants in Basel und Umgebung getestet. Mit dem Resultat, dass sich in Gartenbädern teilweise ganz gut essen lässt, wie im Binninger Sonnenbädli, das auch von Gästen benutzt werden kann, die nicht ins Bad wollen. Auch in Bottmingen funktioniert das so. In beiden Bädern stimmt die Atmosphäre. Die Betriebe sind klein und wirken dadurch familiär und freundlich.

Ein Restaurant fiel beim Test hauptsächlich wegen der unfreundlichen Bedienung durch: das Bachgraben. Das ist bedauerlich, denn die Terrasse liegt schön. Natürlich fehlen beim Test wichtige Institutionen. Als grosses Bad das Eglisee. Als Bijou das Bettinger Bädli. Als Kindheitserinnerung das Aescher Gartenbad. Arlesheim. Dornach. Alle Bäder im Ergolztal. Und weiter weg. Gespannt warten wir auch auf das Café im hoffentlich bald fertiggestellten Naturbad in Riehen.

Alternative: Picknick in freier Natur

Doch nicht nur Gartenbäder laden zum Essen ein. Es gibt auch den Imbissstand am Birsköpfli. Oder das Rhybadhysli Breite, das neben dem Kioskbetrieb mit seinem Gourmet-Restaurant Veronica etwas aus dem Rahmen fällt. Nicht alle mögen die Badeanstalten-Atmosphäre. Diesen Menschen empfehlen wir ein Picknick in freier Natur. Am Rhein. An der Birs. An einem Tümpel im Elsass. Und was packen wir da ein in die Kühlbox? Erdbeeren, Melone, Chips, Avocadodip, Weisswein. Und auf jeden Fall Glace. Von Gasparini. (Basler Zeitung)

Erstellt: 03.07.2010, 09:58 Uhr

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7 Kommentare

Karl Hinz

03.07.2010, 11:10 Uhr
Melden

Seit wann sagt man in Basel eigentlich Pommes (wie in den Bidlegenden) und nicht mehr Pommes frites? Antworten


Hans Moser

03.07.2010, 12:30 Uhr
Melden

Pommes sagt man nun hier, weil sich viele Schweizer den deutschen Einwanderern anpassen - leider... Antworten



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