Basel

«Die Buchmesse ist wichtig für Basel»

Von Claudia Kocher. Aktualisiert am 11.11.2010 1 Kommentar

Nach zwei Jahren im Exil findet die BuchBasel wieder im Zentrum der Messe statt. Mit 180 Verlagen sind mehr als doppelt so viele dabei wie im Vorjahr.

Die Messe-Organisatoren Katrin Eckert und Felix Werner.

Die Messe-Organisatoren Katrin Eckert und Felix Werner.
Bild: Manuela Vonwiller

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Morgen beginnt Basels dreitägige Buchmesse. Die BuchBasel findet in der Halle 4.1 statt und bietet 180 Verlagen Platz. Ausserdem findet eine Reihe von Veranstaltungen statt. Gehen Sie an die BuchBasel?

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Nein

 
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98 Stimmen


Die BuchBasel bietet ab morgen für drei Tage ein spannendes Angebot. Messe- und Festivalleiter Felix Werner und Katrin Eckert, Intendantin des Literaturhauses Basel, erklären, wohin die Buchmesse gehen wird – und dass noch lange nicht genug Verlage dabei sind.

BaZ: Was ist dieses Jahr neu an der BuchBasel?
Felix Werner: Neu ist, dass sie wieder ihren ursprünglichen Namen trägt und wieder am Messeplatz stattfindet. Die BuchBasel gehört an den Messeplatz.
Katrin Eckert: Wir haben dieses Jahr einen Themenschwerpunkt: Perspektiven und Visionen. Da gibt es Diskussionen zur Demokratie, zum Verhältnis Schweiz–EU oder auch Veranstaltungen zum Thema Islam. Das Dialog-Forum ist ebenfalls neu. Dort finden Autorengespräche zu bestimmten Themen statt. Neu ist auch das Jugendliteraturhaus, in dem unter anderem Jugendliche einen «Literaturclub» veranstalten.

Wie charakterisieren Sie die BuchBasel?
Werner: Wir bieten allen, die mit Büchern zu tun haben, eine Plattform, um den direkten Kontakt mit Leserinnen und Lesern herzustellen. Ein einzelner Verlag steht immer vor dem Problem: Wo und wie finde ich Leser? Unsere Antwort: an Messen und Festivals mit attraktiven Programmen, wo es viele Interessierte hinzieht. Die Verbindung von Festival und Messe ist auch künftig das Markenzeichen der BuchBasel.

Wie haben Sie es geschafft, die Zahl der Verlage auf 180 zu verdoppeln?
Werner: Wir haben klare Ziele, die auf den praktischen Nutzen für alle Beteiligten fokussiert sind.
Eckert: Um die noch genauer zu eruieren, haben wir einen Beirat ins Leben gerufen, der sich aus erfahrenen Leuten aus Verbänden und Verlagen zusammensetzt. Mit ihnen haben wir diskutiert, was wichtig wäre, und versucht, diese Bedürfnisse umzusetzen.

Haben Sie denn alle wichtigen Verlage mit an Bord?
Werner: Viele, aber noch lange nicht alle.
Eckert: Wir sind offen für alle Verlage. Das Angebot soll möglichst breit sein. Wir sind zuversichtlich, dass bei der nächsten BuchBasel noch mehr Verlage hinzustossen.

Wann ist es genug mit dem Wachstum?
Werner: Noch lange nicht. Allerdings sind wir in der Halle 4.1 mit der Kapazität fast am Limit und überlegen, wo wir für die nächsten Jahre zusätzliche Flächen anbieten können. Beispielsweise könnte man sich überlegen, in Zukunft die Sachbücher von der Belletristik zu trennen. Wir wünschen uns, dass in Zukunft möglichst alle Schweizer Verlage dabei sind und auch möglichst viele spannende deutsche Verlage.
Eckert: Ich glaube, dass nach dieser Messe auch Verlage mitmachen, die bislang noch gezögert haben.

Sie können nicht mehr lange in der Halle 4.1 bleiben.
Werner: Bis 2012 ist der Standort klar. Bis dahin bleiben wir dort.

Die Buchmesse findet nun zum achten Mal statt, das Konzept wurde bisher dreimal geändert. Sind Sie jetzt endlich angekommen?
Werner: Die hervorragende Arbeit von Matthyas Jenny und Egon Ammann ist die Voraussetzung, dass es die BuchBasel gibt. Vor ein, zwei Jahren wurde gefragt: Findet die Messe überhaupt statt? Das fragt jetzt niemand mehr, nicht zuletzt auch wegen der sehr erfolgreichen Lancierung des Schweizer Buchpreises, der am Sonntag in Basel verliehen wird. Die Buchmesse ist wichtig für Basel und die Region. Sie gehört hierher. Unsere Aufgabe ist es, dieses starke Fundament zu erhalten.
Eckert: Wir sind nun an einem guten Punkt. Der Buchpreis ist ein wichtiger Teil des Ganzen. Dennoch wird und soll sich die BuchBasel immer weiterentwickeln.

Der Name bleibt nun definitiv?
Werner: Der wird nicht mehr geändert.

Wie halten Sie es mit den neuen Medien an der BuchBasel?
Werner: Wir sind keine technische Messe. Aber wir bieten auch ein Forum zu diesem Thema an.
Eckert: Wir haben eine Veranstaltung, wie Verlage und Buchhandel Facebook nutzen können.
Werner: Inhaltlich ändert sich nichts, ob ein Buch nun auf Papier oder auf dem iPad erscheint. Aber das ist es ja, was Literatur ausmacht: Inhalte zu transportieren.

Was erwarten Sie von den kommenden drei Tagen?
Eckert: Spannende Begegnungen mit den Autorinnen und Autoren, engagierte Diskussionen. Ich hoffe, dass das Publikum anregende und interessante Stunden auf der BuchBasel erlebt und dass viele Leute die Veranstaltungen besuchen.
Werner: 3000 bis 4000 Personen pro Tag sollten es schon sein. Wir wünschen uns drei Tage ein super Literatur- und Buchfest und dass die Leute sich auf unser Programm einlassen. Und am Sonntagabend immer noch nicht genug haben.

Herausgegriffen: > Die Zukunft der Demokratie, Diskussion mit Otfried Höffe, Georg Kohler, Markus Somm, Freitag um 12 Uhr > Was ist gute Literatur? Diskussion für Jugendliche mit K. Eckert, Samstag, 15.30 Uhr > Schweizer Buchpreis, Verleihung am Sonntag um 11 Uhr > Joseph Boyden präsentiert «Durch dunkle Wälder», Sonntag, 15.30 Uhr Das Programm: www.buchbasel.ch (Basler Zeitung)

Erstellt: 11.11.2010, 07:35 Uhr

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1 Kommentar

conny reiber

11.11.2010, 10:21 Uhr
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"Neu ist, dass sie wieder ihren ursprünglichen Namen trägt und wieder am Messeplatz stattfindet" Alleine dieser Satz verdeutlicht, wie überflüssig diese Veranstaltung ist. Antworten



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