Basel

Die Sozialhilfequote geht zurück

Gründe für die Entwicklung sieht Nicole Wagner, die Leiterin der Sozialhilfe Basel-Stadt, im stabilen Arbeitsmarkt und in Integrationsmassnahmen.

Die basel-städtische Sozialhilfequote sinkt kontinuierlich, während jene der Schweiz stagniert.

Die basel-städtische Sozialhilfequote sinkt kontinuierlich, während jene der Schweiz stagniert.

Umfrage

2010 waren in Basel noch 5,6 Prozent der Bevölkerung auf Unterstützung angwiesen. Arbeitet das Sozialamt Basel-Stadt gut?

Ja

 
45.0%

Nein

 
55.0%

731 votes au total


Nicole Wagner, Chefin der Sozialhilfe Basel-Stadt, freut sich über die sinkenden Fallzahlen. (Bild: Henry Muchenberger)

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Seit Mai 2011 leitet Nicole Wagner die Sozialhilfe Basel-Stadt. Die 52-jährige Juristin löste Rolf Maegli ab, der eine neue Herausforderung annahm. 2010 verzeichnete Basel-Stadt den grössten Rückgang der Sozialhilfefälle aller Kantone, wie das Bundesamt für Statistik letzte Woche bekannt gab. 5,6 Prozent der Bevölkerung waren auf Unterstützung angewiesen, 2009 waren es noch 6 Prozent. Die gute Nachricht fand in den regionalen Medien kaum Beachtung. Wagner nimmt Stellung zu den Gründen des positiven Trends.

Nicole Wagner, zum zweiten Mal in Folge trägt Basel-Stadt bei der Sozialhilfequote nicht mehr die rote Laterne, sondern Neuenburg.
Ja, es ist erfreulich, dass in Basel die Anzahl der Sozialhilfeempfänger rückläufig ist, aber wir vergleichen uns in der Regel mit Städten und nicht mit Kantonen. Weil Städte ganz andere Voraussetzungen haben als ländliche Gebiete, ist der Kantonsvergleich schwierig.

Doch umso erstaunlicher ist es, dass mit Neuenburg ein ganzer Kanton hinter den Stadtkanton Basel zurückgefallen ist. Überrascht?
Nicht unbedingt. Der grosse Teil der Personen kommt wegen Arbeitslosigkeit in die Sozialhilfe. Das heisst, wenn in einer Region viele Firmen abwandern oder Stellen abbauen, hat das mit ein, zwei Jahren Verzögerung direkten Einfluss auf die Sozialhilfequote. In Basel war die Lage in den letzten Jahren relativ stabil.

Der positive Trend in Basel-Stadt widerspricht den Prognosen. Ihr Vorgänger Rolf Maegli warnte Anfang 2009 wegen der Wirtschaftskrise vor einem «massiven Anstieg» der Fallzahlen. War man zu pessimistisch?
Vielleicht, ja. Man hat allgemein angenommen, dass die Auswirkungen grösser sind. Aber einerseits sind Prognosen über die Entwicklung des Arbeitsmarktes schwierig, andererseits waren jene Firmen, die in Basel Jobs abgebaut haben, eher im höheren Segment angesiedelt, was die beruflichen Qualifikationen der Mitarbeiter betrifft. Diese Leute finden schneller wieder eine Anstellung.

Die letzte Woche publizierten Zahlen betreffen 2010. Wie sieht die Entwicklung der Fallzahlen in diesem Jahr aus?
Dieses Jahr zeichnet sich kein grosser Rückgang ab, die Quote sollte stabil bleiben. Die Frage ist, wie es 2012 und 2013 weitergeht.

Was ist Ihre Vermutung?
Das ist schwierig zu sagen. Aufgrund dessen, was bisher von Firmenseite bekannt ist, rechne ich nicht damit, dass die Sozialhilfe stark betroffen sein wird. Die Stellenverluste – zum Beispiel bei Novartis – betreffen gut qualifizierte Leute, welche schneller eine Arbeit finden. Zusätzlich erzeugen die Sozialpläne sowie das Stempeln eine Verzögerung von ein bis zwei Jahren. Aber die Revision der Invalidenversicherung wird Auswirkungen haben. Wie gross die Verschiebung hin zur Sozialhilfe sein wird, hängt von der konkreten Umsetzung ab, die im Moment noch unklar ist.

2006 lag die Sozialhilfequote in Basel-Stadt noch bei 7,1 Prozent, nun bei 5,6 Prozent. Was sind die Gründe für diese Abnahme?
Neben der stabilen Lage auf dem Arbeitsmarkt sind es wohl die verstärkten Integrationsmassnahmen der Sozialhilfe, die greifen. Wir haben uns unglaublich bemüht, gerade bei jungen Erwachsenen zusammen mit dem Amt für Wirtschaft und Arbeit sowie anderen Partnern, Massnahmen zu entwickeln und umzusetzen. Das hat sicher zum Rückgang beigetragen.

Gibt es eine Gruppe von Klienten, die Ihnen Sorgen macht?
Sorgen nicht direkt, mehr im Sinn davon, dass wir unser Augenmerk besonders auf die jungen Erwachsenen richten. Wir haben ein grosses Interesse, dass Junge möglichst rasch und vor allem dauerhaft in den Arbeitsmarkt gelangen oder zurückgeführt werden können. Deshalb fassen wir den Begriff «junge Erwachsene» bewusst weit und legen grossen Wert auf Ausbildung und eine Verbesserung der beruflichen Qualifikation der Betroffenen. Sonst besteht die Gefahr, dass abgelöste junge Erwachsene bei der nächsten Sparrunde einer Firma wieder betroffen sind, und erneut bei uns landen.

Heute haben aber gerade auch Personen ab 50, die den Job verlieren, Schwierigkeiten wieder Arbeit zu finden. Wieso der Fokus auf die Jungen?
Das eine schliesst das andere ja nicht aus. Auch auf die Gruppe der über 50-Jährigen und der Langzeitarbeitslosen haben wir einen besonderen Fokus. Die Sozialfirma Dock, die diesen Sommer den Betrieb aufgenommen hat, ist ein Angebot für diese Gruppen. Aber warum ist die Integration von Jungen besonders wichtig? Weil sie noch das ganze Leben vor sich haben, respektive 30 bis 40 Jahre an Arbeitszeit oder Sozialhilfeabhängigkeit. Bei Personen kurz vor der Pensionierung geht es mehr um eine gute Übergangslösung. Die Perspektive ist eine andere.

Und es ist eine Frage der finanziellen Belastung für die Sozialhilfe.
Auch, ja. Wir haben alle ein Interesse, dass wir junge Erwachsene in den Arbeitsprozess bringen. Aber ob jung oder alt: Arbeit bedeutet nicht nur Lohn, sondern auch eine Tagesstruktur, soziale Kontakte, Selbstwertgefühl. Wenn Junge da rausfallen, ist das verheerend, mit allen Folgeerscheinungen für die Gesellschaft.

Im Frühsommer kritisierte die Liste 13, eine Organisation für Armutsbetroffene, dass die Sozialhilfe zu streng sei, also überdurchschnittlich viele Sanktionen ausspreche und unterdurchschnittlich wenige Integrationszuschüsse gewähre. Was sagen Sie dazu?
Mir liegen keine Zahlen vor, dass Basel-Stadt strenger wäre als die Sozialhilfen anderer Städte. Aber es ist so, dass wir auch eine Gegenleistung einfordern und damit gute Erfahrungen gemacht haben. Die Sozialhilfe ist bemüht, für jede Person spezifische Unterstützungsmassnahmen zu treffen. In Absprache mit den Klienten. Das ist eine Gratwanderung, die einen finden, wir üben zu viel Druck aus, die anderen zu wenig. Aber das Ziel ist immer die Integration des Klienten, insbesondere in den Arbeitsmarkt.

Kritik gibt es auch, weil die Mitarbeitenden zu viele Dossiers bearbeiten müssen.
Die hohe Dossierbelastung ist in der Tat eine grosse Herausforderung. Umso mehr freut mich das grosse Engagement der Angestellten.

Hohe Dossierbelastung, was heisst das in Zahlen?
100 bis 120 Dossiers pro Person wären die Zielgrösse, aber teilweise müssen Mitarbeitende 130 oder bis 140 Dossiers bearbeiten.

Ist Entspannung in Sicht? Werden Sie zum Beispiel bald mehr Personal erhalten?
(Lacht) Das wäre natürlich schön, aber das ist eher unrealistisch. Das Budget und die Stellenzahlen sind relativ fix, und dass der Grosse Rat uns mehr Mittel gibt, ist unwahrscheinlich. Aber ich glaube, dass wir durch einen optimalen Einsatz der Ressourcen eine Entlastung erzielen können, daran arbeiten wir. (Basler Zeitung)

Erstellt: 27.12.2011, 07:32 Uhr

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30 Kommentare

Sibylle Weiss

28.12.2011, 21:34 Uhr
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Stabile Arbeitsmarktsituation, dass ich nicht lache!Vermutlich wurde dies an wenigen Einzelmasken, die ihre Stelle fanden od.behalten konnten u.vermutlich mehr Glück als Verstand hatten, fest gemacht!!Dann wird auch immer von Qualifikationen geschrieben.Warum gibt es dann KV-Abgänger,die 100 Bewerbungen schreiben und dennoch NICHTS finden?? Fazit:Widerspruch,passt nicht zusammen! Antworten


Sibylle Weiss

28.12.2011, 21:27 Uhr
Melden 3 Empfehlung

Kein Wunder,dass diese "gute"Nachricht in den Medien keine Beachtung fand.Nachdem das AL-Gesetzt ja per diesem Jahr geändert wurde und Arbeitslose kürzere Stempelfristen haben u.demzufolge schneller in der Sozialhilfe enden,wenn sie nichts finden, ist dieser Rückgang schon verwunderlich.Zudem vergeht fast kein Tag, wo nicht Meldungen über Entlassungenin grossem Stil publiziert werden. Antworten


Eric Cerf

28.12.2011, 10:27 Uhr
Melden 1 Empfehlung

Bevor wir hier über CH-Sozhilfe und die ach so miese Unterstützung lästern, sollten wir uns mal ein wenig im nahen Ausland umsehen: Italien? Die nämlich kennen keine AL-Unterstützung (!) auch Soz. Hilfe, wenn überhaupt, nur in ganz geringem Umfang, eher ein besserse Taschengeld. Achselzuckende Beamte, die für arme Teufel nie Zeit haben- per gli poveri- la strada.. E Viva Italia! Antworten


René Reinhard

28.12.2011, 13:23 Uhr
Melden 4 Empfehlung

Ja, ja, und die Eskimos oder die Cree in Kanada haben ebensowenig eine Sozialhilfe in unserem Sinne, wie die «Pygmäen» in Afrika oder die «Kopfjäger» in Kalimantan. Nur diese schwache Argumentation ist hierzulande nicht auszurotten: Schon in den 90ziger Jahren schwafelte ein Grossrat davon, dass Armut immer «relativ» sei. Aber der Arme hier, misst sich nun mal an anderen Gesellschaftsmitgliedern.


rene huber

28.12.2011, 09:00 Uhr
Melden 2 Empfehlung

...und wie schneidet Baden-Würtenberg und das Elsass ab? Beide Regionen weisen eine der tiefsten Arbeitslosenquoten innerhalb ihrer Länder aus. Zufall? Antworten


fritz sennhuser

28.12.2011, 08:42 Uhr
Melden 4 Empfehlung

Mich würde interessieren, wieviele Grenzgänger-/Arbeitsbewilligungen die Stadt Basel jährlich ausstellt? Kann mir hier jemand etwas dazu sagen? Antworten


rene huber

28.12.2011, 08:07 Uhr
Melden 4 Empfehlung

Gäbe es genügend Arbeit, dann hätten wir dieses nutzlose Gerede nicht. Ob hier die AHV/IV/SH...zum Tragen kommt, ist unerheblich. Das sind nur andere Namen für das gleiche Problem: zuwenig Arbeit!!! Antworten


rene huber

28.12.2011, 09:53 Uhr
Melden 2 Empfehlung

Meier: Sie scheinen zu wissen, wo die Ursachen des Problems zu suchen sind. Warum sagen Sie "es" nicht einfach? Zuviel Alkohol getrunken?


Mike Meier

28.12.2011, 09:00 Uhr
Melden 2 Empfehlung

Zuviel gekifft oder was? Arbeit gibt es zur Genüge. Deshalb haben wir auch die hohe Einwanderungsquote.
Das Problem muss deshalb ganz andere Ursachen haben - denken Sie mal nach.


hans sateer

28.12.2011, 08:03 Uhr
Melden 2 Empfehlung

Welche Quote? Ohne jegliche Differenzierungen ist das eine volkommen sinnlose Statistik. Tatsache ist: wie haben eine der höchsten Quoten an Sozialhilfeempfängern. Antworten


Marco Lardi

27.12.2011, 18:55 Uhr
Melden 4 Empfehlung

Wenn man es ausrechnet, sind es rund 11`000 Sozialhilfebezüger in Basel, Antworten


Hans Iseli

27.12.2011, 18:11 Uhr
Melden 6 Empfehlung

So ein Witz! Der Grund, warum es etwas weniger sind, ist der leicht erhöhte Druck gegen den Missbrauch! Gesamtschweizerisch gesehen ist es ein echter Skandal, dass Basel dermassen hohe Kosten hat. Uster ZH ist vergleichbar mit Basel - städtisch, leicht industriell. Uster hat nicht 5,6 %, sondern 1,3%! Der Grund ist einfach: jeder, der Sozialstütze bezieht, muss irgend eine kleine Arbeit leisten. Antworten


Hans Iseli

28.12.2011, 18:54 Uhr
Melden

@Stefan Meier: Wir sprechen hier vom Faktor 4,5 - ist wirklich ein bisschen sehr viel!
Anderes Phäneomen: jedes Jahr ziehen 25.000 Deutsche in die Schweiz, und haben eine Stelle.
Beides ist schon SEHR seltsam, aber lachen Sie ruhig.


Stefan Meier

28.12.2011, 07:52 Uhr
Melden 3 Empfehlung

P.S. Ausserdem nehmen die Sozialhilfebezueger, die kleine Arbeiten -wahrscheinlich - Schleuderpreisen verrichten, genau denjenigen die Arbeit weg, die eigentlich arbeiten wollen.


Stefan Meier

28.12.2011, 07:50 Uhr
Melden 1 Empfehlung

Wenn Sie schon Vergleiche ziehen wollen, dann ziehen Sie sie gefaelligtst mit Staedten, die ungefaehr die gleiche Einwohnerzahl haben wie Basel. Uster! Dass ich nicht lache.


Eric Cerf

27.12.2011, 13:34 Uhr
Melden 8 Empfehlung

Als Beistand zweier Soz Empfänger winde ich den Behörden von BS und BL ein Kränzchen! Anständig und höflich lernte ich die Beamten kennen, nicht ein einziges böses Wort kam mir bisher zu Ohren! Auch unverschämten CH + Ausländern gegenüber, nota bene! Klar, wer Soz Hilfe bezieht, ist nicht auf Rosen gebettet. Hungern muss hier niemand, ein Dach über dem Kopf zahlt die Soz. Hilfe ebenfalls.Danke! Antworten


fritz müller

28.12.2011, 07:56 Uhr
Melden 4 Empfehlung

...wenn sich zwei Behördenmitglieder gegenseitig Kränzchen winden.


Hans Iseli

27.12.2011, 21:34 Uhr
Melden 1 Empfehlung

Ich konnte/musste mal ALV beziehen und habe dieselbe Erfahrung mit dem Personal gemacht: hochanständige Leute! Was man von meinen Mitbewerbern (!) nur zu ca. 2/3 sagen konnte. Der Rest war wirklich Schrott - Profi-Bezüger eben!


Inge Hofer

27.12.2011, 12:48 Uhr
Melden 21 Empfehlung

Leider sagt der Bericht nichts darüber aus, wieviele Leute in die Frühpensionierung oder in die IV "abgegeben" worden sind. Eine gänige Praxis, da diese Leute dann nicht mehr in der kantonalen Statistik erscheinen... Antworten


Inge Votava

27.12.2011, 17:37 Uhr
Melden 5 Empfehlung

So, wie das mit der IV jetzt gehandhabt wird, denke ich doch, dass es umgekehrt ist. Die IV-Fälle werden in die Berufstätigkeit "integriert", finden keine Stelle und landen bei der SH. Die IV spart auf dem Buckel der Allgemeinheit. Denn SH wird mit unseren Steuern bezahlt!


Inge Hofer

27.12.2011, 14:04 Uhr
Melden 13 Empfehlung

@ Obrecht; nun nicht jeder, der in diese Institutionen "abgegeben" wird wollte das auch. Aber es ist ein griffiges Mittel die Sozialhilfe Bezüger Statistik besser aussehen zu lassen! Unter dem Strich sind diese Leute "nur" von einer neuen Kasse abhängig und wurden nicht in den Arbeitsmarkt re-integriert.


Markus Obrecht

27.12.2011, 13:31 Uhr
Melden 2 Empfehlung

@Hofer, ich verstehe Sie nicht. IV-Bezüger und Frühpensionierte haben doch ein Renteneinkommen... Warum wollen Sie, dass das in einer Sozialhilfe-Statistik erscheint (sofern nicht Sozialhilfe-Bedürftig)?


Pia Bachofer

27.12.2011, 12:04 Uhr
Melden 12 Empfehlung

Die Sozialhilfe Basel Stadt stellt anstatt Sozialarbeiter, kaufmännische Angestellte an. Leute die keine Ahnung von sozialen Problemen haben. Leute auch Pendler, die unsere Sozialversicherungen kaum kennen. Wohnt man in Basel Stadt, so muss man eine Wohnung finden, die billiger ist, als wenn man in einer anderen Stadt eine Wohnung suchen müsste. Wo bitte gibt es billige Wohnungen in der Stadt?! Antworten


Carol Buser

31.01.2012, 09:26 Uhr
Melden

Bei der Sozialhilfe Basel gibt es verschiedene Unterstützungsstufen. Diejenige, von denen Sie sprechen, betreffen die sog. Abteilung Materielle Hilfe. D.H hier werden Klienten betreut, welche selbständig agieren und organisieren, teilweise in Arbeitsprozessen stehen und eigentlich bis auf die finanzielle Hilfe alles selber bewerkstelligen können. Die anderen betreuen gelernte Sozialarbeiter.


Alois Weber

27.12.2011, 11:21 Uhr
Melden 28 Empfehlung

Dieses Zahlenspiel ist die reinste Propaganda um der Bevölkerung weiszumachen, dass die Geldverschwendung beim Sozialamt rückläufig sei. Oder wie lässt sich erklären, dass die Werte in Franken in dieser Statistik unterschlagen werden? Oder wieso wird zur steigenden Bevölkerungszahl in Basel und dessen veränderten Zusammensetzung (Deutsche Zuwanderer) kein Wort verloren? Antworten


cristiano safado

27.12.2011, 10:43 Uhr
Melden 18 Empfehlung

Inskünftig soll das Sozialamt die Fürsorgefälle nach Kategorien ausweisen. Die Bevölkerung hat das Recht zu wissen, wieviele Personen weil sie ausgesteuert, behindert (Rente im Rahmen der 6. IV-Revision gestrichen), oder sonstigen Gründen auf das Fürsorgeamt müssen. Antworten


Eric Cerf

27.12.2011, 10:30 Uhr
Melden 18 Empfehlung

Schön, dass die Quote der Soz. Hilfe Bez. in BS zurückgeht, hoffentlich auch im 2012. Dass vermehrt junge Leute wieder einen Job finden, ist sehr erfreulich! Leider ist die Kehrseite weniger rosig: Menschen ab 50 finden nach wie vor kaum eine Stelle, auch DOK kann nicht viel ausrichten, weil ALLE Firmen nicht nur in BS ältere arbeitswillige konsequent aus Kostengründen ablehnen. Sch..System Antworten


kem dorsey

28.12.2011, 08:43 Uhr
Melden 3 Empfehlung

Für eine Sozialfirma wie zum Beispiel die DOCK Gruppe tätig zu sein, bedeutet für einen minimalen Stundenlohn von Fr. 12.- zu arbeiten und nach wie vor auf Sozialhilfe angewiesen zu sein.


Peter Eckert

27.12.2011, 09:28 Uhr
Melden 9 Empfehlung

Und um wieviel % hat den die Gesamtbevölkerung auf welcher die % Quote basiert denn zugenommen? Eben, wenn man die absoluten Zahlen vergleichen würde sähe es nämlich wieder ganz anders aus. Bevölkerungszunahme 2008 - 2011 betrug rund 2%. (Zahlen Statistisches Amt Basel). Wo ist den hier eine Verbesserung? Antworten


Gregor Surer

27.12.2011, 08:31 Uhr
Melden 22 Empfehlung

Fast doppelt so hoch wie der Schweizer Durchschnitt ... Es gilt dem Sozialbetrug und der Erschleichung von Zuwendungen zu stoppen um die Bedürftigen zu unterstützen. Mit dem Mittel würde sich die Zahl enorm verringern und es wäre etwas Geld da um den Härtefällen mehr als nur das Minimum zuzuwenden. Antworten



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