Basel

Die prominenten Verlierer

Von David Weber. Aktualisiert am 29.10.2012 15 Kommentare

Einige arrivierte Grossräte wollen die Basler Wähler künftig nicht mehr im Parlament haben. Besonders hart traf das Verdikt des Volkes den Parteipräsidenten der Grünliberalen.

David Wüest Rudin (GLP), Felix Meier (CVP) und Cristoph Wydler (EVP) gehörten zu den grossen Verlierern (v.l.n.r).

David Wüest Rudin (GLP), Felix Meier (CVP) und Cristoph Wydler (EVP) gehörten zu den grossen Verlierern (v.l.n.r).

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Das ist ein harter Schlag für David Wüest-Rudin. Der Präsident der Grünliberalen Partei (GLP) wurde in Grossbasel-West abgewählt. Damit hat kaum jemand gerechnet. Die GLP musste in diesem Wahlkreis einen Sitz mehr verteidigen, weil Emmanuel Ullmann von der FDP zur GLP wechselte. Allerdings ging man davon aus, dass entweder Ullmann oder Martina Bernasconi aus dem Grossen Rat fliegen könnten. Gestern um 21.30 Uhr dann die Überraschung: Ullmann, der mit seiner Regierungskampagne zusätzliche Publicity hatte, erzielte das beste Resultat (2691 Stimmen), gefolgt von Bernasconi (2549). Wüest-Rudin ist mit 2244 Stimmen erster Nachrückender.

Für einen Parteichef ist die Abwahl aus dem Parlament eine denkbar schlechte Visitenkarte. Tritt er nun zurück? «Diese Frage muss man sich stellen», sagt ein enttäuschter Wüest-Rudin. Aber man müsse das Resultat erst einmal genau analysieren. Es sei nicht ein Muss, dass der Parteipräsident im Rat sei, wie EVP und LDP zeigen.

Auch Parteiwechsler Meier weg

Der zweite, der in dieser Legislatur die Fraktion wechselte, hatte weniger Erfolg als Ullmann. Felix Meier (von der SVP zur CVP) schaffte ebenfalls in Grossbasel-West die Wiederwahl nicht. Zu den grossen Verlierern gehören auch die Grossbasler EVP-Vertreter Beat ­Fischer (Ost) und Christoph Wydler (West). Ihre Partei scheiterte an der Vier-Prozent-Hürde und ist nur noch mit der Riehenerin Annemarie Pfeifer im Parlament vertreten. In Grossbasel-West erreichte die EVP vor vier Jahren noch 4,2 Prozent Wähleranteil, im Osten war man damals mit 3,8 Prozent schon unter der Vier-Prozent-Marke.

Ebenso müssen sich zwei Grossratsmitglieder der SVP über ihre Abwahl grämen. Einerseits traf es Rudolf Vogel im Kleinbasel. Vogel lag gerade mal acht Stimmen hinter dem wiedergewählten Toni Casagrande. Im Wahlkreis Riehen musste Ursula Kissling ihren Grossratssitz räumen. Ihr fehlten 350 Stimmen auf Heinrich Ueberwasser.

LDP-Grossrat André Auderset konnte hingegen die Abwahl vermeiden. Die LDP ergatterte im Kleinbasel zwei Sitze, was Auderset rettete. Denn Felix Eymann (Ex-DSP), der auf der LDP-Liste kandidierte, überholte Auderset. Mit Stadion-Speaker René Häfliger ist im Kleinbasel ein prominenter Name erster Nachrückender für die LDP.

Rechsteiner top

Neu im Parlament hat es einige bekannte Namen. Allen voran den früheren Gross- und Nationalrat Ruedi Rechsteiner. Dieser erzielte im Westen mit 8691 Stimmen das Spitzenresultat. Weiter ist im Westen auch der Bürgerrat und ehemalige Grossratspräsident Leonhard Burckhardt (SP) gewählt worden und Ex-Nationalrätin Anita Lachenmeier (Grüne).

Im Osten zieht der ehemalige Kulturchef Michael Koechlin (LDP) ins Parlament ein. Und Fanarbeiter Thomas Gander (SP). Auch Joël Thüring, SVP-Sekretär und rechte Hand Sebastian Frehners, schaffte die Wahl, ebenso wie Juso-Präsidentin Sarah Wyss im Kleinbasel. Stephan Mumenthaler (FDP), Novartis-Chefökonom, ist zwar im Westen nicht gewählt worden, er ist aber erster Nachrückender. Den Sprung ins Parlament geschafft hat dort Elias Schäfer, der Bruder von Grossrat Tobit Schäfer (SP). (Basler Zeitung)

Erstellt: 29.10.2012, 09:21 Uhr

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15 Kommentare

Markus Probst

29.10.2012, 10:42 Uhr
Melden 115 Empfehlung 57

Wieder einer (Ruedi Rechstiener) der nicht aufhören kann. In Bern hat er ein Chaos angerichtet und jetzt wird er das Gleiche wieder in Basel verursachen. Antworten


Stephan Huber

29.10.2012, 10:15 Uhr
Melden 94 Empfehlung 46

Gott sei Dank passt der Ruedi Rechsteiner jetzt künftig wieder darauf auf, dass die Leuchtziffern meiner Armbanduhr die stärkste Strahlungsquelle in meiner Umgebung sind. Ausser der blöden Sonne natürlich, aber die lässt sich sicher auch noch per Gesetz verbieten...;-) Antworten



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