Basel

Drummeli bricht auf zu neuen Ufern

Von Ralph Schindel. Aktualisiert am 08.02.2011 1 Kommentar

Im Keller des «Ramsteinerhofs» werden derzeit die Wortbeiträge des Drummeli geübt. Erst am Mittwoch vor der Premiere geht es auf die Bühne des Musical-Theaters.

«Sehr viel Arbeit.» Die Proben fürs Drummeli laufen.

«Sehr viel Arbeit.» Die Proben fürs Drummeli laufen.
Bild: Dirk Wetzel

Sieben Raamestiggli wird es am Drummeli 2011 geben, kündigte Adrian Kunz gestern anlässlich eines Probenbesuchs für die Medien an. Kurz darauf wurde der Drummeli-Verantwortliche des Comités von Regisseur Michael Luisier korrigiert: «Die Raamestiggli sind keine Raamestiggli mehr, sondern sieben Höhepunkte im Drummeli.» Er wolle das Einfache, Archaische und Mystische der Fasnacht zeigen. Symbolisiert wird es durch ein Schyssdräggziigli aus fünf Fasnächtlern und einem Zuschauer, das gleichzeitig das verbindende Element ist im Drummeli.

Das Schyssdräggziigli orientiert sich an alten Fasnachtsbildern aus den 20er-Jahren des letzten Jahrhunderts. «Eine arme Fasnacht, als man noch nicht Hunderte von Franken für das Kostüm ausgab», sagte Luisier. Damit solle aber keine rückwärts gerichtete Sicht verbunden sein. «Wir wollen eine Fasnacht zeigen, die noch ohne Piccolo und Trommel funktionierte.» Man wolle jedoch nicht den Andreasplatz in den 80er-Jahren zeigen, oder die Zürcher Fasnacht im Niederdorf.

Das Ziigli leitet jeweils über zu einem Sketch, wie es Luisier formulierte. «Dieser wird quasi improvisiert mit Gegenständen, die die Schauspieler ‹finden›.» Im Prinzip sollen sie wie Kinder spielen. «Das kann auch etwas Klamaukiges haben.»

«Loss es sy»

Das Fasnachts-Comité hat Freude am Konzept, wie Kunz betonte. «Es wirkt zwar alles improvisiert, bedingt aber sehr viel Arbeit.» Als Kostprobe wurde eine Solonummer mit Urs Bihler gegeben. Er besingt die mögliche Befindlichkeit eines Basler Bürgers im Lied «Loss es sy», das auf die Melodie des gleichnamigen Beatles-Hits getextet wurde. «Gegen diese Befindlichkeit gibt es eben die Fasnacht», sagte Luisier. Ein anderes Stück dreht sich um das neue Baseldeutsch-Wörterbuch.

Wie die Stücke auf der Bühne funktionieren, werden erst die Proben zeigen. Drei Tage vor der Premiere kann das Musical-Theater genutzt werden. Auch für die Cliquen ist es Neuland, da die Bühne völlig andere Dimensionen als der Grosse Festsaal aufweist. «Die Cliquen erhalten deshalb viel Zeit für die Stellprobe», sagte Kunz. 85 Prozent der Billette sind verkauft. Ausser für die Derniere gibt es noch für alle Vorstellungen Tickets.

Drummeli im Musical-Theater vom 26. Februar bis 4. März. Billette an allen bekannten Vorverkaufsstellen über 0900 55 22 25 (1.19 Franken/Minute) oder > www.drummeli.ch (Basler Zeitung)

Erstellt: 08.02.2011, 11:26 Uhr

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1 Kommentar

Kurt Schwab

28.02.2011, 07:39 Uhr
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BRAVO!
Hervorragend gemacht.
Noch selten hatte ich so grosse Feude am "Drummeli"
Antworten



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