Basel

Dürr verzichtet auf Nationalrat – Stolz rückt nach

Von Lukas Bertschmann. Aktualisiert am 01.10.2012 14 Kommentare

Baschi Dürr verzichtet auf den frei gewordenen Basler FDP-Sitz im Nationalrat. Er setzt alles auf die Karte Regierungsratswahlen und möchte Guy Morin als Präsident ablösen.

Baschi Dürr (r.) heute Morgen mit Kandidatur-Unterstützer Andrea Kellwolf (CVP) und Andreas Albrecht (LDP) 
bei seiner Verkündigung auf den Nationalratsposten zu verzichten.

Baschi Dürr (r.) heute Morgen mit Kandidatur-Unterstützer Andrea Kellwolf (CVP) und Andreas Albrecht (LDP) bei seiner Verkündigung auf den Nationalratsposten zu verzichten.
Bild: Lukas Bertschmann

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Ohne lange Umschweife eröffnete Baschi Dürr die Medienorientierung am Montagmorgen mit seiner Ankündigung, auf den freiwerdenden Nationalratssitz des verstorbenen Peter Malama zu verzichten. «Ich möchte damit betonen, dass ich mich voll auf die Regierungsratswahlen konzentriere», so Dürr. Der FDP-Politiker setzt also alles auf die Karte Regierungsrat, wo er den den Präsidenten Guy Morin (Grüne) ablösen möchte. Er sei sich des Risikos bewusst, bei einer Nichtwahl in die Basler Regierung am Schluss mit leeren Händen dazustehen. Natürlich wäre er diesem Fall enttäuscht, gestand Dürr unverhohlen ein. «Aber ich trete an, um zu gewinnen», sagte er.

Der 35-Jährige gab auch bekannt, dass er in diesem Falle der Nichtwahl in den Regierungsrat, die Entscheidung gegen den Nationalratsposten nicht rückgängig machen würde. «Den Nationalratssitz quasi als Trostpflaster zu besetzten, würde dem wichtigen Amt nicht gerecht», erklärte Dürr.

Damit rückt der Basler FDP-Präsident und Grossrat Daniel Stolz nach. Er wird Malama im Nationalrat ersetzten, da er bei den letzten Wahlen hinter Malama und Dürr den dritten Platz erreichte. Voraussichtlich wird Stolz zu Beginn der Wintersession in Bern vereidigt werden. Stolz war für eine Stellungnahme bisher nicht erreichbar.

Entschlossener Dürr

Dürr bezeichnete das Rennen in den Regierungsratswahlen als offen, und liess sich nicht zu Spekulationen hinreissen. Sowohl was das Rennen zwischen der Linken und den Bürgerlichen angeht. Als auch zur Rangfolge innerhalb des bürgerlichen Vierertickets mit den zwei bisherigen Regierungsmitglieder Carlo Conti (CVP) und Christoph Eymann (LDP), sowie FDP-Mitbewerber Christophe Haller und Dürr selbst.

Sehr entschlossen äussert sich Dürr, dass es einen Wechsel an der Spitze des Präsidialdempartements brauche. «Bürgerliche sagen dies offen und Linke hinter vorgehaltener Hand», so Dürr, der Morin Unentschlossenheit vorwirft. Zur Unterstützung seiner Kandidatur hat er an diesem Montagmorgen die CVP-Politikerin Andrea Knellwolf, LDP-Grossrat Andreas Albrecht sowie FDP-Kollege Martin Staechelin um sich geschart. (baz.ch/Newsnet)

Erstellt: 01.10.2012, 11:32 Uhr

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14 Kommentare

Toni Lötscher

01.10.2012, 14:55 Uhr
Melden 49 Empfehlung 13

wählen! wer (vorläufig) auf Bern verzichtet (und zuerst in seiner Heimat etwas bewegen will), meint es ernst.
wählt Persönlichkeiten. nicht Parteien!
Antworten


R. Loosli

01.10.2012, 14:10 Uhr
Melden 37 Empfehlung 5

recht hat er. Antworten



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