Basel
Ein Central Park im Norden von Basel
Von Mischa Hauswirth. Aktualisiert am 27.10.2011 5 Kommentare
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«Stadt – Landschaft – Natur»
Heute Donnerstag findet um 18 Uhr an der Spitalstrasse 8 in Basel, 2. Stock, Büro Architektur FHNW, eine öffentliche Veranstaltung statt. Am 28. Oktober können die Modelle besichtigt werden.
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Für die einen ist das nichts weiter als ein Spiel mit der Zukunft, basierend auf mindestens so vielen Annahmen, wie es Ungewissheiten gibt. Für die Internationale Bauausstellung (IBA) Basel 2020 enthalten die Projekte zur Siedlungsentwicklung richtungsweisende Grundsatzüberlegungen. Am Donnerstag und Freitag zeigt die IBA Basel im Rahmen einer Ausstellung Beispiele, wie sich die Region entwickeln könnte.
Dozierende und Studenten aus der Schweiz, Frankreich und Deutschland haben sich Gedanken gemacht und Ideen entwickelt, wie Basel im Jahr 2020 oder 2050 aussehen könnte. «Im Zentrum steht die Frage, wie sich Siedlungszentren, ihre Grünflächen sowie das Umland entwickeln. Da kommen viele wichtige Fragen auf die Gemeinden und den gesamten Siedlungsraum zu», sagt Dirk Lohaus, Projektleiter bei der IBA Basel 2020. «Die Projekte sind als Ansätze zu Lösungen zu verstehen, Lösungen, die aufzeigen, wohin die Reise gehen könnte.»
Grünflächen als Siedlungselement
Eine Stadt, die sich entwickelt, braucht Grünräume. Die Amerikaner haben für dieses Zusammengehen von Natur und Bauen den Ausdruck «urban landscape» kreiert. Hier verfolgt die IBA Basel 2020 zwei Projekte, die auf den ersten Blick futuristisch klingen, auf den zweiten Blick aber einiges an Weitsicht enthalten. Als Antwort auf die Frage, wie künftig Siedlungsränder aussehen und genutzt werden könnten, liegt ein Projekt vor. «Eine unserer favorisierten Ideen beinhaltet eine grosse Parklandschaft mit Seen, Wald und Wiese, ähnlich wie wir es vom Central Park in New York her kennen», sagt Lohaus. Dazu könnten die Kiesgruben entlang des Rheins – gerade auf der französischen Seite – umfunktioniert werden und so einen klaren Kontrapunkt zu beispielsweise Hochhäusern bilden.
Eine Siedlungsstruktur soll jedoch nicht nur aus neuen Wohnquartieren bestehen, sagt Lohaus, sondern bewusst auf «Freiräume mit Natur» setzen. Lohaus: «Eine weitere Idee zur Entwicklung von Grünflächen im Grossraum Basel besteht für das Gebiet entlang des Canal de Huningue.» In diesem Bereich könnte eine grossflächig angelegte «Agrarbibliothek» entstehen. Ein Projekt sieht eine Art riesigen botanischen Garten mit vielen landwirtschaftlich nutzbaren Pflanzen vor. Diese Arche Noah für Nutzpflanzen soll einen Beitrag zur Sicherung von Saatgut sein. Klingt gut, ob es je so weit kommt, weiss zurzeit noch niemand. Die Ausstellung zeigt Ideen auf, nicht mehr, aber auch nicht weniger.
Verdichtung bei Verkehrsachsen
Die Entwicklungsideen der Hochschulen umfassen das Birstal, das Leimental, das Wiesental und das Dreiländereck. Da es auch künftig Neubauten geben wird, soll entlang bestehenden Verkehrsachsen – Strassen und Schienen – verdichtet gebaut werden. Auch die Areale entlang der Flughafenstrasse sowie der Deutschen Bahn in Weil am Rhein würden sich hier anbieten, sagt Lohaus.
Studenten der Hochschule Winterthur machten sich Gedanken über die Zukunft des Wiesentals. Der vorgeschlagene Mix aus Industrie, Landwirtschaft, Siedlungen und Tourismus soll den künftigen Bedürfnissen der Region Basel gerecht werden. Auch zur Entwicklung des Gebietes entlang der französischen Grenze von Burgfelden bis nach Saint-Louis gibt es Ideen. Lohaus: «Die öffentliche Infrastruktur dort könnte als Park im Siedlungszusammenhang verstanden und genutzt werden.» Was das für die bestehenden Familiengärten bedeutet, wird, wenn überhaupt, erst in einer späteren Phase entschieden werden müssen. (Basler Zeitung)
Erstellt: 27.10.2011, 08:24 Uhr
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5 Kommentare
Die Petite Camargue entlang des Kanals ist ja schon jetzt Naturschutzgebiet. Und so schön die Ideen sind, aber solange noch nicht mal die Zollfreistrasse durch eine der wenigen grösseren Grünflächen in BS, die Lange Erlen, verhindert werden kann (von wegen Artenschutz), was sollen wir da von grossflächigen Renaturierungen träumen? Im Elsass und Schwarzwald hat's Platz, aber das ist nichts neues. Antworten
Was liest man nicht alles?! Basel soll wie Manhatten werden, nur viele Hochhäuser a la HdM würden ein gutes Stadtbild ergeben. Ist das jetzige Basel nicht gut genug? Muss das Münster eines Tages wie die Kirchen in NYC ein ehemaliges Stadt-Apercu werden, eher peinlich denn passend. Soll Basel mit dem höchsten Erdbebenrisiko der Schweiz sozusagen risikogeil garantiert zerstörbar ad ultimo werden? Antworten
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