Basel
Einen Stutz für einen Namen
Von Monika Zech. Aktualisiert am 26.07.2011 14 Kommentare
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Die Basler Grünen bieten im August ihren Unterschriftensammlern einen Franken pro Unterschrift. Finden Sie das gut?
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Etwas Sinnvolles tun und damit Geld verdienen – wer möchte das nicht? Wer politisch auf der grünen Seite steht, hat nun die Möglichkeit dazu, wenigstens zwei Wochen lang. Die Grünen Basels suchen via Facebook «motivierte Personen», die vom 12. bis 28. August für ihre Initiative für eine grüne Wirtschaft Unterschriften sammeln. Einen Franken pro Unterschrift gibts – das ist nicht gerade viel, aber offenbar soll damit die Motivation noch etwas angekurbelt werden. Nur «in der Sommerflaute, wenn so viele weg sind», sagt Grossrätin Mirjam Ballmer vom Grünen Bündnis.
Es sei nur eine kleine Aktion, zeitlich beschränkt, aber in Absprache mit der Parteileitung zustande gekommen. Die Idee stammte von einem Parteikollegen, der in einer Marketingfirma als Projektleiter die Nonprofitorganisationen betreut und sich von daher gewohnt ist, dass gute Taten Geld kosten.
Ohne Honorar gut dran
Ob es um Spenden für hungrige Kinder in Afrika, für die vom Artensterben bedrohten Weltmeere oder für saubere Brunnen in Indien geht, fast immer sind die Spendensammler von einer sogenannten Fundrasing-Agentur dafür bezahlt. Für Parteien jedoch, heisst es auf Anfrage der BaZ bei Corries, einer der grössten Fundraising-Agenturen, habe sie noch nie Unterschriftensammlungen organisiert.
In der Parteizentrale der Grünen in Bern ist man denn auch nicht gerade begeistert über die Basler Idee. «Es könnte der Eindruck entstehen», sagt Christine Badertscher, die Kampagnenleiterin der Volksinitiative, «wir Grünen hätten viel Geld.» Zudem sei sie etwas erstaunt über die Aktion, «denn die Basler sind sehr gut dran mit den Unterschriften». Was Mirjam Ballmer bestätigt: Von den rund 3400 Unterschriften, die die Mutterpartei als Quote für den Kanton Basel-Stadt errechnet hat, «haben wir bereits mehr als die Hälfte beisammen». Ohne Honorar.
SVP: Volle Kassen und Zugpferde
Die Basler können sich also locker diesen kurzen Sommergag erlauben, viel wird er sie nicht kosten und Zeit, gratis zu sammeln, haben sie noch genug. Schliesslich müssen die 100'000 Unterschriften, die gesamtschweizerisch für das Zustandekommen der Initiative nötig sind, erst im September nächsten Jahres beisammen sein. Doch die Welt ist ungerecht, auch die grüne: Bei den Baselbietern, die bisher noch keine Aktion mit bezahlten Unterschriftensammlern geplant haben, macht sich Präsident Philipp Schoch ernsthaft Sorgen, ob sie die von der Mutterpartei geforderte Quote von 4000 Unterschriften zusammenbringen. «Das wird nicht einfach. Wir sind eine kleine Partei, wir sind nicht die SVP», so Schoch.
Die SVP hat dank millionenschweren Parteimitgliedern genug Geld in der Parteikasse, für ihre Unterschriftensammler braucht sie es aber nicht. Wie Sebastian Frehner, Präsident der Basler SVP, auf Anfrage der BaZ sagt, hat er noch nie seinen Leuten ein fixes Honorar für die Standbetreuung oder für das Unterschriftensammeln bezahlt. Er habe höchstens hie und da am Schluss eines Einsatztages die Helfer zum Nachtessen eingeladen.
Ausserdem: Das Engagement bei der SVP sei halt schon etwas ganz Besonderes: «Wenn die Urner Sektion will, dass ich zu ihnen komme, dann gehe ich.» So sei das auch beim Rekrutieren für eine Standaktion: «Und wenn dann dazu unsere Zugpferde wie Blocher, Brunner oder Bader zu Gast sind, dann müssen wir niemanden überreden.» (Basler Zeitung)
Erstellt: 26.07.2011, 07:32 Uhr
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«Das Engagement bei der SVP sei halt schon etwas ganz Besonderes: …Und wenn dann dazu unsere Zugpferde wie Blocher, Brunner oder Bader zu Gast sind, dann müssen wir niemanden überreden.» Es liegt in der Natur der Sache, dass die Schafe den Leithammeln folgen. Sie können gar nicht anders. Antworten
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Sonia Uhlmann ist keine typische Studentin. Dank Fernstudium hat sie den Master trotzdem geschafft.

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