Basel
Energy Basel will mit dem FCB punkten
Von Joel Gernet. Aktualisiert am 11.01.2012 8 Kommentare
Dringliche Interpellation zu Energy Basel
Der Basler FDP-Grossrat Baschi Dürr und der Baselbieter FDP-Landrat Balz Stückelberger haben am Mittwoch bekannt gegeben, dass sie im Grossrat und im Landrat gleich lautende Interpellationen einreichen werden, mit denen sie den Regierungen beider Basel kritische Fragen stellen zur Umwandlung von Radio Basel zu Energy Basel. Im Zentrum steht das Erfüllen der Konzessionsvoraussetzungen.
Hier das PDF der Interpellation
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Mit Energy Basel hat der FCB seit gestern ohne sein Zutun ein «neues» offizielles Partnerradio. Im Gegensatz zum frisch beerdigten Radio Basel sind die Lizenznehmer der NRJ Group bisher aber nicht unbedingt dafür bekannt, lokale Fussballclubs in ihren kurzweiligen Infotainment-Häppchen zu berücksichtigen. Wird der FC Basel also künftig nur nach am Rand stattfinden bei Energy Basel? Oder wird die Medienpartnerschaft gar hinfällig, nachdem der Sender innerhalb weniger Tage einen krassen Strategiewechsel in Richtung Lifestyle und Entertainment vollzieht? Von wegen.
Energy Basel möchte dem FCB weiterhin einen prominenten Anteil im Programm einräumen. «Der Sender wird sich klar als FCB-Radio positionieren», erklärt Dani Büchi, Geschäftsführer der Energy Schweiz Gruppe, gegenüber baz.ch. Mit Energy Bern berichte man auch regelmässig über die Young Boys – ganz im Gegensatz zu Zürich, wo der Stellenwert von Fussball nicht vergleichbar sei. Erst recht nicht mit Basel und dem FCB. Deshalb will Energy unbedingt das offizielle Partnerradio des FC Basel bleiben und künftig sogar noch intensiver über den Club berichten. «Wir können noch mehr rausholen als Radio Basel», ist Büchi überzeugt.
Energy-Events im Joggeli?
Obwohl der Fokus weiterhin auf der sportlichen Seite des FCB liege, wolle man auch «das ganze Drumherum» beleuchten. «Schliesslich ist Fussball ja auch Entertainment und ein gesellschaftliches Ereignis», findet Büchi, der bereits mit FCB-Vizepräsident Bernhard Heusler gesprochen hat. So kann sich Büchi zum Beispiel auch gut vorstellen, einzelne FCB-Spieler in die für den Sender typischen Events – Stichwort: «Energy Stars For Free» – miteinzubeziehen. Innerhalb der nächsten zwei Wochen soll es zudem bereits einen ersten Energy-Event in Basel geben, diesmal allerdings noch ohne FCB-Bezug. Aber Büchi hält es nicht für ausgeschlossen, dass der Sender künftig auch im St.-Jakob-Park einen Event durchführt.
Auf Seiten des FC Basel gibt man sich zum «neuen» Medienpartner derzeit noch neutral: «Clubleitung und Marketingabteilung werden in nützlicher Frist überprüfen, ob – und wenn ja welche – Folgen der Wechsel bei unserem Partner-Radio hat», lässt FCB-Sprecher Josef Zindel wissen. Offene Fragen werde man partnerschaftlich diskutieren. Über eine Alternative zu Energy Basel werde derzeit nicht nachgedacht – schliesslich stehe man noch in einem Vertragsverhältnis. Der Kontrakt zwischen dem FC Basel und dem Radiosender hat sich nämlich am 1. Januar nach Ablauf der zweijährigen Vertragszeit automatisch bis Ende Dezember verlängert. Davor durfte sich Radio Basilisk jahrelang rühmen, das «offizielle» FCB-Radio zu sein.
Keine Gelüste bei der Konkurrenz
Trotz des Wirbels um Radio Basel und dessen Nachfolgesender schielt man beim Konkurrenten Radio Basilisk nicht auf die offizielle Medienpartnerschaft mit dem FCB. «Momentan sind wir nur indirekt betroffen – der Vertrag zwischen den beiden läuft ja noch. Da werden wir sicher nicht eingreifen», sagt Moritz Conzelmann, Chefredaktor von Radio Basilisk. Man berichte ohnehin prominent über den FC Basel. Zudem glaubt Conzelmann nicht, dass es die Hörer wichtig finden, ob Basilisk nun das offizielle Partnerradio ist, oder nicht. «Wir sehen uns als FCB-Radio und werden es auch bleiben.» Gut möglich, dass man bei Radio Basilisk gar nicht so unglücklich ist über diese Konstellation – in der Vergangenheit hatte das entsprechende Partnermedium nämlich jeweils einen fünfstelligen Betrag für die exklusive Partnerschaft zu berappen. Zudem wird man auch durch einen FCB-Mediendeal nicht besser oder früher informiert als die anderen Medien. (baz.ch/Newsnet)
Erstellt: 11.01.2012, 16:12 Uhr
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8 Kommentare
Um sich noch weiter bei BaslerInnen anzubiedern, schlage ich eine tägliche Fasnachtssendung um vier Uhr früh vor, "Morgestraich, uf Energy Basel", sowie um die Mittagszeit das Anrufspiel "Die Kaibeziircher, uf Energy Basel", wo der beste Zücherwitz einen Preis gewinnt. Am besten einen Sack Läggerli. Die Firma ist auch so authentisch lokal verankert wie NRJ. Antworten
Die Energy Schweiz Gruppe soll dort hingehen wo der Pfeffer wächst. Auch wenn sie versuchen mit dem FCB sich als Basler Radio zu verkaufen muss ganz klar sein, das dieses Radio kein Basler Sender ist sondern letztendlich von Energy Schweiz Gruppe (Zürcher) gesteuert wird und die wiederum von Paris! Die Frequenz im Memory von meinem Autoradio habe ich rausgeschmissen. Hoch lebe Basilisk!! Antworten
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